Friedrich Warzok
Werner Friedrich Ernst Warzok<ref name=":0">Ancestry.com - Berlin, Germany, Marriages, 1874-1936. In: ancestry.com. Abgerufen am 9. Januar 2024.</ref> (* 21. September 1903 in Rogowa<ref name="Klee656">Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. 2. Auflage. Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 656.</ref>; † unbekannt) war ein deutscher Lagerleiter und SS-Führer. Warzok war Kommandant der Zwangsarbeitslager Lemberg-Janowska.
Leben
Warzok war von Beruf Maurer bzw. Putzer<ref name=":1">Ancestry.com - Germany and Surrounding Areas, Address Books, 1815-1974. In: ancestry.com. Abgerufen am 9. Januar 2024.</ref>. 1929 wohnte er in Berlin, Prinzessinnenstraße 14 und heiratete die Arbeiterin Antonie Barucha.<ref name=":0" /> 1935 wohnte Warzok in Berlin, Hussitenstraße 68.<ref name=":1" /> Er wurde 1931 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 573.961<ref name="dws-xip">Numery członków SS od 23 000 do 23 999. In: dws-xip.com. Abgerufen am 9. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) und der SS (SS-Nummer 23.262<ref name="dws-xip"/>), in der er 1942 den Rang eines Hauptsturmführers erreichte.<ref name="Klee656"/>
Nach dem Überfall auf Polen war er ab März 1940 Führer des Volksdeutschen Selbstschutz im Kreis Warschau. Im Oktober 1941 wechselte er in den Stab des SS- und Polizeiführers im Distrikt Galizien. Danach war er als Leiter mehrerer Zwangsarbeiterlager im Raum Zloczow eingesetzt.<ref name="Klee656"/>
Er war als Nachfolger von Gustav Willhaus ab Juli 1943 Lagerleiter des Zwangsarbeitslagers Lemberg-Janowska.<ref>Chris Webb, Carmelo Lisciotto: Janowska. In: deathcamps.org. Abgerufen am 9. Januar 2024.</ref><ref>Collections Search - United States Holocaust Memorial Museum. In: collections.ushmm.org. Abgerufen am 9. Januar 2024.</ref> Ab März 1945 war er im KZ Neuengamme eingesetzt.<ref name="Klee656"/>
Warzok floh nach dem Ende des Dritten Reichs mithilfe römisch-katholischer Geistlicher über die Rattenlinie zunächst nach Kairo.<ref>Tot oder lebendig: Nazi-Jäger bitten Ägypten um Mithilfe - 20 Minuten. In: 20min.ch. 20. Februar 2009, abgerufen am 9. Januar 2024.</ref>
Simon Wiesenthal nannte Warzok in seiner Kriegsverbrecherliste, die er 1945 an die US-Armee übergab.
Das Simon Wiesenthal Center zählt ihn zu den zehn meistgesuchten Nationalsozialisten im Fokus der United Nations War Crimes Commission.<ref>Names of 10 Most Wanted Nazis Released by Wiesenthal Center - Los Angeles Times. In: latimes.com. 14. Oktober 1987, abgerufen am 9. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Auszeichnungen
Trivia
In Philip Kerrs Roman Das Janus-Projekt<ref></ref> kommt Warzok als Randfigur bei seiner Flucht auf der Rattenlinie vor.
Literatur
- Waitman Wade Beorn: Between the Wires: the Janowska Camp and the Holocaust in Lviv. Lincoln: University of Nebraska Press, 2024. ISBN 978-1-4962-3759-0.
- Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. 2. Auflage, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.
- Dieter Pohl: Nationalsozialistische Judenvernichtung in Ostgalizien 1941–1945. Oldenbourg, München 1997, ISBN 3-486-56313-0.
Belege
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Warzok, Friedrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Warzok, Werner Friedrich Ernst |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher SS-Führer und Kriegsverbrecher |
| GEBURTSDATUM | 21. September 1903 |
| GEBURTSORT | Rogowa |
| STERBEDATUM | 20. Jahrhundert oder 21. Jahrhundert |
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