Amto
| Amto | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | Datei:Flag of Papua New Guinea.svg Papua-Neuguinea | |||||
| Provinz: | Datei:Flag of Sandaun.svg Sandaun | |||||
| Koordinaten: | 4° 3′ S, 141° 20′ O
{{#coordinates:−4,05255|141,3285|primary
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| Höhe: | 100 m | |||||
| Zeitzone: | AEST (UTC+10) | |||||
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| Amto | ||
|---|---|---|
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Gesprochen in |
Papua-Neuguinea | |
| Sprecher | 300 (Muttersprachler, Stand 2006) | |
| Linguistische Klassifikation |
| |
| Offizieller Status | ||
| Amtssprache in | nirgendwo | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-3 | amt | |
Amto ist ein kleines Dorf am Simaiya (Samaia), einem Nebenfluss des oberen Sepik, im Yapsie Rural local-level Government des Telefomin District der Provinz Sandaun von Papua-Neuguinea. Es liegt etwa 5 Kilometer südlich des Sepik im Bergland des West Range, das den nordwestlichsten Ausläufer des Bismarckgebirges auf Neuguinea bildet.
Die etwa 300 Einwohner des Bergdorfes und der Nachbardörfer Sisilo, Habiyon und Amu, die in dem Tal leben, sprechen eine völlig eigenständige Sprache, Amto (oder Ki)<ref name="ethnologue">Amto, Eintrag in ethnologue.com; beruht auf Raymond G. Gordon Jr (Hrsg.): Ethnologue: Languages of the World. Summer Institute of Linguistics.</ref> die man unter die Papuasprachen subsumiert, nur im Osten verwendet die noch kleinere Gruppe der Musan (Siawi) ein linguistisch verwandtes Idiom. Nördlich am Sepik wie westlich am Idam wird Abau gesprochen, auch östlich herrschen Sepik-Ramu-Sprachen vor, zu denen die Amto-Musan eine Sprachinsel bilden, mit der Insel der Left-May-Sprachen benachbart im Osten.<ref name="Sprachen">Angaben nach Karte in Dataset, Upper Sepik-Central New Guinea Project und Papua New Guinea, Map 5, ethnologue.com</ref> Die Amto waren insbesondere mit den benachbarten Idam verfeindet, bevor Stammeskämpfe von der Regierung verboten wurden.<ref>B. Craig: Abau, Abschnitt History and Cultural Relations, 2002, encyclopedia.com</ref>
Über die Sprache liegen keine näheren Detail-Untersuchungen vor.<ref>vergl. Language: Amto (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2019. Suche im Internet Archive ), sil.org</ref> Sie gehört naturgemäß zu den hochgradig bedrohten Sprachen.
Wie die benachbarten Abau am Sepik leben die Amto in gemeinschaftlich bewohnten Pfahlbauten, in denen sich die Herdstellen der Männer auf der einen, die der Frauen auf der anderen Seite befinden, die Kinder schlafen bei den Frauen, bewegen sich aber frei im Haus. An beiden Stirnseiten der Häuser befinden sich Veranden mit Leiteraufgängen. Sie schlafen in Hängematten. Eine Sonderform dieser Häuser ist das – am ganzen Sepik und im Hochland verbreitete – Tanzhaus (amto {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), in dem sich die Schlafstellen beiderseits des zentralen, freischwingenden Tanzplatzes befinden.<ref>Lit. Craig: The Abau and Amto - Introduction, 1.7 Housing, S. 10 ff; mit Abbildungen und Planzeichnungen</ref>
Literatur
- Barry Craig:<ref name="Craig">zum Autor siehe Papua New Guinea–My 'last frontier': Barry Craig, PNGAA Library</ref>: The Abau and Amto - Introduction to the Legends of the Abau and Amto of West Sepik Province. In: Oral history, Band 8, Nr. 4/5, Institute of Papua New Guinea, 1980 S. 1–44 (online, uscngp.com, bebilderte Arbeit über die Idam–Simaiya/Amto-Region).
- Barry Craig: (Hrsg.): Legends of the Amto, Simaiya Valley: part 1 of two issues on the West Sepik Province. In: Oral history, Band 8, Nr. 4, Institute of Papua New Guinea, S. 59–113 (online, uscngp.com)
- Martin Stehr: Languages of the Upper Sepik and Central New Guinea. Institute of Papua New Guinea, September 2005 (online, uscngp.com, Übersichtsarbeit, Amto insb. S. 10 f)
Einzelnachweise
<references />