Korpskommandant
Korpskommandant (kurz: KKdt) ist der Befehlshaber oder kommandierende General eines Armeekorps. In der Regel übt ein Offizier in höherem Generalsrang oder ein Feldmarschall diese Funktion aus. In einigen Armeen wird Korpskommandant auch für einen speziellen Generalsdienstgrad verwendet, der dann nicht zwingend mit dem Kommando über einen Großverband verbunden ist.
Schweiz
— Korpskommandant — | |
|---|---|
| Mounting loop Kepi Gradabzeichen Achselschlaufe / Käppi | |
| Dienstgradgruppe | höherer Stabsoffizier |
| NATO-Rangcode | OF-8 |
| Dienstgrad Heer/Luftwaffe | Korpskommandant |
| Dienstgrad Marine | keiner |
| Abkürzung (in Listen) | KKdt |
| Besoldungsgruppe | CHF 43.50/Tag<ref>Sold und Erwerbsersatz (EO). Schweizer Armee, abgerufen am 26. April 2023.</ref> |
In der Schweizer Armee wird der Generalsrang Korpskommandant (KKdt; commandant de corps, comandante di corpo) anstelle des international üblichen Generalleutnants verwendet. Bis 1977 wurde der Dienstgrad als Oberstkorpskommandant bezeichnet. Der Korpskommandant ist in Friedenszeiten der höchste Dienstgrad der Schweizer Armee. Nur bei einer Mobilmachung wird ein General als Oberbefehlshaber der Armee eingesetzt. Der Chef der Armee (aktuell: Benedikt Roos) bekleidet demzufolge den Rang eines Korpskommandanten, aber auch der Chef Kommando Operationen (aktuell: Laurent Michaud) und der Chef Kommando Ausbildung (aktuell: Hans-Peter Walser). Ab 2020 trug mit Daniel Baumgartner auch der Verteidigungsattaché in Washington den Grad des Korpskommandanten.<ref>Ernennung von Korpskommandant Baumgartner als Verteidigungsattaché in Washington. Der Bundesrat, 10. April 2019, abgerufen am 12. Januar 2020.</ref>
Bis 2003 waren der Generalstabschef, der Ausbildungschef (bis 1995) bzw. Chef Heer, die Kommandanten der vier Armeekorps und der Kommandant der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen Korpskommandanten. Seit 2004 gibt es in der Schweizer Armee keine Armeekorps mehr. Das Dienstgradabzeichen zeigt bei der Schweizer Armee drei mit goldenem Lorbeerlaub eingefasste Sterne auf den Achselschlaufen und einen Lorbeerkranz mit einem schmalen Streifen am oberen und unteren Rand auf dem Uniformkäppi.
Im Verkehr mit dem Ausland wird er als Lieutenant General bezeichnet (Abkürzung: Lt Gen, NATO-Code: OF-8).
| Niedrigerer Dienstgrad Divisionär |
Offiziersdienstgrad Datei:Flag of Switzerland.svg Korpskommandant |
Höherer Dienstgrad General |
| Einordnung: Mannschaften – Unteroffiziere – Höhere Unteroffiziere – Subalternoffiziere – Hauptleute – Stabsoffiziere – Höhere Stabsoffiziere – Oberbefehlshaber der Armee Alle Dienstgrade auf einen Blick: Grade der Schweizer Armee | ||
Österreich
Vom 2. Juli 1980 bis 1. Dezember 2002 wurde der Dienstgrad Korpskommandant nach Schweizer Vorbild auch im österreichischen Bundesheer verwendet.<ref>Rolf M. Urrisk(-Obertynski): Die Uniformen des österreichischen Bundesheeres 1952-1995, H. Weishaupt Verlag, Graz 1994, ISBN 3-7059-0012-9, S. 38, S. 111 f., S. 119</ref> Dann ersetzte ihn der Amtstitel Generalleutnant.<ref>BGBl. II Nr. 418/2002: 418. Verordnung: Führen militärischer Dienstgrade hier – §5</ref>
Sowjetunion
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Von 1935 bis 1940 war die Bezeichnung KomKor die Kurzbezeichnung für Komandir korpusa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), deutsch Korpskommandant, Korpsführer oder Korpskommandeur)<ref>Rangbezeichnungen und Rangfolge „Rote Arbeiter- und Bauernarmee“ (RABA) gemäß Erlass Nr. 2590 „Zentrales Exekutiv-Komitee der UdSSR“ und „Rat der Volkskommissare“ vom 22. September 1935. Weitere Regelungen und Festlegungen für Landstreitkräfte und Marine der RABA erfolgten gemäß Erlass Nr. 2591.</ref> ein sowjetischer Generalsrang und entsprach dem späteren Rang eines Generalobersten OF-8.
Einzelnachweise
<references />