Zum Inhalt springen

Max Bauer (Mineraloge)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 3. März 2026 um 06:35 Uhr durch imported>Nightdiver (Literatur ergänzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Max-Hermann-Bauer.jpg
Max Hermann Bauer

Max Hermann Bauer (* 13. September 1844 in Gnadental, Württemberg; † 4. November 1917 in Marburg<ref>siehe Hessisches Staatsarchiv Marburg (HStAMR), Best. 915 Nr. 5708, S. 599 (Digitalisat).</ref>) war ein deutscher Mineraloge und Hochschullehrer.

Leben

Bauer, ein Sohn des Pfarrers Hermann Bauer<ref name=":0" /> (1814–1872), studierte in Tübingen, Paris und Berlin. Seit dem Wintersemester 1863/64 war er Mitglied der Studentenverbindung Tübinger Königsgesellschaft Roigel.<ref>Tübinger Königsgesellschaft Roigel: Roigelalbum 1963. Tübingen 1963, S. 19.</ref> 1867 wurde er in Tübingen promoviert und habilitierte sich 1871 für Mineralogie und Geologie in Göttingen. Ab 1871 war er Mitarbeiter bei den Kartenaufnahmen der Königl. Geologischen Landesanstalt in Berlin. 1872 ging Bauer als Privatdozent nach Berlin. 1875 wurde er als ordentlicher Professor für Mineralogie und Geologie an die Albertus-Universität Königsberg berufen. In Königsberg war er 1882/83 Rektor der Universität.<ref>Siehe auch die Liste der Rektoren der Albertus-Universität.</ref> 1884 ging Bauer in der Nachfolge des verstorbenen Mineralogen Friedrich Klocke als ordentlicher Professor für Mineralogie und Petrographie an die Philipps-Universität Marburg. 1889 und 1903 war er Dekan der Philosophischen Fakultät. 1892/93 wurde er zum Rektor der Philipps-Universität Marburg gewählt. 1896 folgte die Ernennung zum Geheimen Regierungsrat. Bauer wurde 1915 von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden, übernahm aber 1916/17 noch die Vertretung seines Nachfolgers.

Bauer war Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (ab 1883)<ref>Mitgliedseintrag von Max Hermann Bauer bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum</ref> und der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen (ab 1892).<ref>Mitglieder: Max Bauer. Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 24. August 2025.</ref>

Familie

Ab 1874 war Bauer mit Julie Schnurrer (* 14. Januar 1853)<ref name=":0">Karl Bauer: Stammbaum der Familie Bauer seit Beginn des 17. Jahrhunderts bis Weihnachten des Jahres 1933. Gräfenhausen (Württ.) 1933, S. 19; Nr. 38.</ref> verheiratet; aus dieser Verbindung gingen zwei Söhne (der Theologe Walter Bauer<ref name=":0" /> und der Admiral Hermann Bauer<ref name=":0" />) und eine Tochter (Helene Gertrud Bauer<ref name=":0" />, verheiratet<ref>Karl Bauer: Stammbaum der Familie Bauer seit Beginn des 17. Jahrhunderts bis Weihnachten des Jahres 1933. Gräfenhausen (Württ.) 1933, S. 27; Nr. 71.</ref> mit Rudolf Heinrich Weber) hervor.

Werke

  • Rubin und Sapphir. Verl.-Anst. und Dr. A.-G., Hamburg 1897 (Digitalisat)
  • Lehrbuch der Mineralogie, Berlin 1886 (2., völlig neubearb. Aufl. Stuttgart 1904)
  • Edelsteinkunde. Eine allgemein verständliche Darstellung der Eigenschaften, des Vorkommens und der Verwendung der Edelsteine, nebst einer Anleitung zur Bestimmung derselben für Mineralogen, Steinschleifer, Juweliere etc., Leipzig 1896 (2. vollkommen durchges. und teilw. neubearb. Aufl. Leipzig 1909).

Literatur

  • Nachruf von R. Brauns in: Zentralblatt für Mineralogie, Geologie, Paläontologie, 1918, S. 73–84 (mit Bild und Schriftenverzeichnis).
  • Werner Quenstedt: Bauer, Max Hermann. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 1. Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
  • Catalogus professorum academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität in Marburg. Bearbeitet von Inge Auerbach, Bd. 2, Elwert Verlag, Marburg 1979, ISBN 3-7708-0662-X, S. 770–771.
  • Klaus Bauer: Johann Friedrich Wilhelm Widenmann (1764-1798) und Max Hermann Bauer (1844-1917). Das Leben und die Bedeutung der beiden Mineralogen. In: Württembergisch Franken. Jahrbuch, Bd. 75 (1991), S. 215–263.
  • Deutsche Biographische Enzyklopädie, Bd. 1, München 1995, S. 328–329.

Weblinks

Commons: Max Bauer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein