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Nagata Tokuhon

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Datei:Tokuhon portrait.jpg
Nagata Tokuhon (aus: Isei Nagata Tokuhon-den, 1900)
Datei:Nagata Tokuhon 19ho.jpg
Inhaltsverzeichnis der 'Neunzehn Rezepte des Ehrwürdigen Tokuhon' (Tokuhon-ō jūkyū hō).

Nagata Tokuhon (japanisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 1513 in Ōhama, Hekikai-gun, Provinz Mikawa (heute Hekinan, Präfektur Aichi)<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Stadt Hekinan, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Februar 2015; abgerufen am 4. Dezember 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.city.hekinan.aichi.jp</ref>; † 1630 in Higashihori, Suwa-gun, Provinz Shinano (heute Präfektur Nagano)) war ein japanischer Arzt, der im Zeitalter der streitenden Reiche (Sengoku-jidai) auf die Entwicklung der Medizin in Japan einen nachhaltigen Einfluss ausübte und neben Manase Dōsan und Tashiro Sanki zu den „Drei verehrungswürdigen Ärzten“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), sansei) im Umbruch zur Frühmoderne zählt.

Leben

Nagata Tokuhon stammte aus den kleinen Ort Ōhama im heutigen Hekinan. Er ging als junger Mann zunächst nach Kajima ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) in der Provinz Hitachi (heute Präfektur Ibaraki) und beschäftigte sich unter der Anleitung des Zen-Mönches Zanmu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), † 1576) mit Atempraktiken ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Shinsen tonō).<ref>Ausstoßen des schlechten Qi (jap. ki) des Bauches nach Art der Bergasketen (shinsen).</ref> Hierauf folgten weitere medizinische Studien bei dem berühmten Gekkō Dōjin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und in Koga bei Tashiro Sanki. 1541 siedelte er in das Dorf Higashihori ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Higashihori-mura) im Distrikt Suwa in der Provinz Shinano (heute Präfektur Nagano) über, wo er auch heiratete. 1582 nahm er Kontakt zu Manase Dōsan auf. 1625 kurierte er den zweiten Shōgun der Tokugawa-Dynastie Hidetada von einer schweren Erkrankung. 1630 starb er hochbetagt im Dorf Higashihori.<ref>Komatsu (1900)</ref>

Ärztliches Wirken und Lehre

Der Überlieferung zufolge zog Nagata Tokuhon mit einer Kuh durchs Land, um deren Hals Beutel mit diversen Arzneimitteln baumelten, die er zu einem äußerst niedrigen Einheitspreis abgab. Das galt auch für den Shōgun Hidetada. Arme wurden kostenlos behandelt.<ref>Komatsu (1900)</ref>

Nagata bildete rund fünfzig Schüler aus. Er löste sich von den chinesischen Lehren, nahm eine erneute Gruppierung der Leiden aufgrund der Symptome vor. Zwar wählte er mit einer Reihe von Abführmitteln aggressivere Methoden als es seinerzeit üblich war, doch zielten seine Therapien auf die Unterstützung der Naturkräfte (ryōnō, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)<ref>Vgl. hierzu das westliche Konzept der vis medicatrix naturae.</ref>), wobei das Einverständnis und die Unterstützung des Patienten eine entscheidende Rolle spielten.

Wie bei Manase Dōsan zeigen sich Ähnlichkeiten seiner therapeutischen Grundsätze mit Prinzipien der hippokratischen Medizin.<ref>Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 5.</ref> Unter seinen Schriften fanden die „Neunzehn Rezepte des ehrwürdigen Tokuhon“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Tokuhon-ō jūkyū hō)<ref>Bilddatei der Edition von Inaba Fuminori und Wakuda Yoshitora auf der Website der Waseda Universitätsbibliothek</ref> eine große Verbreitung. Im „Diskurs über die Medizin“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), I-no-ben, 1585) zeigte er den zeitgenössischen Ärzten, dass das chinesische Werk Shānghán lùn („Abhandlung über die Kälte-Krankheiten“) mit seiner Krankheitslehre und den ebenso brauchbaren Therapieverfahren eine bedenkenswerte Alternative zu Manase Dōsans Lehren bot.<ref>Rosner (1989), S. 48f.</ref> Dieser Ansatz wurde in der „Alten Schule“ (ko-ihō-ha, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) der Edo-Zeit aufgegriffen und weiter entwickelt.

Anmerkungen

<references />

Literatur

  • Komatsu Kiyokago: Isei Nagata Tokuhon den. Tokyo: Kyōeidō, 1900.
  • Yū Fujikawa: Der Arzt in der japanischen Kultur. Tokio: Kaiserlich Japanisches Unterrichtsministerium, 1911, S. 33.
  • Erhard Rosner: Medizingeschichte Japans. (Handbuch Der Orientalistik, Fünfte Abteilung). Leiden: Brill, 1989.
  • S. Noma (Hrsg.): Nagata Tokuhon. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 1034.

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