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Lufthansa-Flug 502

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Lufthansa-Flug 502
Datei:Lufthansa Lockheed Super Conny Manteufel-1.jpg

Eine Super Constellation der Lufthansa

Unfallzusammenfassung
Unfallart wahrscheinlich gesteuerter Flug in den Boden
Ort Aeroporto Internacional do Rio de Janeiro/Galeão, Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Brasilien
Datum 11. Januar 1959
Todesopfer 36
Überlebende 3
Verletzte 3
Luftfahrzeug
Luftfahrzeugtyp Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Lockheed L-1049G Super Constellation
Betreiber Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Lufthansa
Kennzeichen Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg D-ALAK
Abflughafen Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel
1. Zwischen­landung Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Flughafen Frankfurt Main
2. Zwischen­landung FrankreichDatei:Flag of France.svg Paris
3. Zwischen­landung PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Flughafen Lissabon-Portela
4. Zwischen­landung SenegalDatei:Flag of Senegal.svg Dakar Yoff International Airport
5. Zwischen­landung Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Aeroporto Internacional do Rio de Janeiro/Galeão
Zielflughafen ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Aeropuerto de Ezeiza
Passagiere 29
Besatzung 10
Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen

Lufthansa-Flug 502 war ein Linienflug der Lufthansa von Hamburg nach Buenos Aires mit Zwischenlandungen in Frankfurt, Paris, Lissabon, Dakar und Rio de Janeiro.<ref>Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref> Die Lockheed L-1049G Super Constellation mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-ALAK<ref name="CAA" /> stürzte am 11. Januar 1959 beim Landeanflug auf den Aeroporto Internacional do Rio de Janeiro/Galeão kurz vor dem Erreichen der Landebahn in der Nähe des Strandes ab. Alle 29 Passagiere und sieben der zehn Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.<ref name="CAA" /> Es handelte sich dabei um den ersten Flugunfall der 1954 neu gegründeten Lufthansa.<ref name="Times54356" />

Unfall

Datei:Grabstein Karin Piper auf Rügen.jpg
Grabstein der Ober-Stewardess Karin Piper auf dem Friedhof der Ev. Kirchengemeinde Altefähr auf Rügen.

Die Crew erhielt von der Luftverkehrskontrolle die Freigabe, im Rahmen des Anfluges auf die Landebahn 14 über der Bucht von Guanabara auf 3000 Fuß (etwa 900 m) zu sinken. Während des Sinkfluges herrschte in der Gegend regnerisches Wetter.<ref name="CAA" /> Die Maschine sank zu tief und traf mit dem Bugrad auf die Wasseroberfläche. Die Crew versuchte, den Landeanflug fortzusetzen, konnte jedoch die Kontrolle über das Flugzeug nicht wiedererlangen, sodass die Constellation in Strandnähe abstürzte.<ref name="CAA" /> Von den 39 Insassen überlebten nur der Kopilot, ein Flugbegleiter und die Flugbegleiterin Hilde Dehler.<ref name="Times54356" /> Unter den Opfern war die uruguayische Dichterin Susana Soca. Die ebenfalls bei dem Luftverkehrsunfall mit nur 27 Jahren verstorbene Ober-Stewardess Karin Piper wurde in ihrer Heimatgemeinde auf dem Altefährer Friedhof an der Nordseite der St. Nikolai-Kirche auf Rügen beigesetzt. Ihren heute dort noch erhaltenen Grabstein schmückt der fliegende Kranich, das Wahrzeichen der Deutschen Lufthansa.<ref>Renate Schaarschuh: Der Grabstein mit dem fliegenden Kranich. In: Der Fährmann, Juni/Juli 2009, Ausgabe 4, Jahrgang 2, S. 4. Gemeinde Altefähr, www.altefaehr.de, Juni 2009, abgerufen am 5. Januar 2025.</ref>

Flugzeug

Die 1955 gebaute Super Constellation wurde am 17. Mai 1955 an die Lufthansa ausgeliefert.<ref name="eastwood" /> Diese verkaufte das Flugzeug im Mai 1958 an die Seaboard World Airlines; im November desselben Jahres gelangte die Maschine zurück in das Eigentum der Lufthansa.<ref name="eastwood" />

Untersuchung des Flugunfalls

Die Untersuchung des Flugunfalls konnte die genaue Unfallursache nicht ermitteln. Wahrscheinlich führte ein Pilotenfehler zum Absturz, da der Flug 502 unter diejenige Flughöhe gesunken war, die für diese Phase des Landeanfluges freigegeben war.

Weil die Crew nach den brasilianischen Luftverkehrsbestimmungen – nicht jedoch nach den damals geltenden deutschen Regeln – die erlaubten maximalen Flugzeiten überschritten hatte, wurde die Ermüdung der Cockpitbesatzung als beitragender Faktor festgestellt.<ref name="CAA" />

Literatur

  • Civil Aviation Authority (Hrsg.): World Accident Summary. 1974, ISBN 0-903083-44-2.
  • Tony Eastwood, John Roach: Piston Engine Airliner Production List. Hrsg.: The Aviation Hobby Shop. 1991, ISBN 0-907178-37-5.

Einzelnachweise

<references> <ref name="CAA">Civil Aviation Authority 1974, S. 1/59</ref> <ref name="Times54356">36 Killed in Rio Crash - German Airliner Wrecked In: The Times, 12. Januar 1959, S. 8</ref> <ref name="eastwood">Eastwood 1991, S. 252</ref> </references>