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Karl Grouven

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Karl Grouven (* 21. Januar 1872 in Düren; † 21. Juni 1936 in Bad Nauheim) war ein deutscher Dermatologe und Venerologe. Er hatte eine Professur an der Universität Halle inne.

Leben

Als Sohn eines katholischen Fabrikanten studierte Grouven an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Medizin.<ref name="AUH">Henrik Eberle: Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus. Halle 2002</ref> Seit 1890 war er Mitglied des Corps Brunsviga München.<ref>Kösener Corpslisten 1960, 105/53.</ref> Im Jahr 1895 machte er das Staatsexamen in Bonn, wo er auch zum Dr. med. promoviert wurde.<ref>Dissertation: Über die eosinophilen Leucocyten der Schleimhaut des Respirationstractus</ref> Seine Ausbildung begann er in der Bonner Chirurgie; er wechselte aber später in die Hautklinik, an der er sich bei Joseph Doutrelepont den damals wichtigsten Infektionskrankheiten widmete, der Tuberkulose und der Syphilis.<ref>Historischer Kalender der Universität Bonn</ref> 1900 habilitierte er sich als Oberarzt für Dermatologie und Venerologie. Am 30. März 1910 ging er als nichtbeamteter a.o. Professor an die Universität Halle und wurde Direktor der Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Da es noch keine selbständige Klinik gab, kaufte Grouven zwei Häuser in der Grünstraße (der heutigen Ernst Kromayer-Straße), Nr. 5/6 und 7/8, in denen er seine 1911 eröffnete Privatklinik und die universitäre Poliklinik unterbrachte. Die räumlich durch die Toreinfahrt getrennten Häuser wurden erst in den 1920er Jahren baulich miteinander verbunden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Medizin Universität Halle – Geschichte (Memento vom 21. März 2015 im Internet Archive)</ref> Im Jahr 1913 trat Grouven zum evangelischen Glauben über.<ref name="AUH" /> Im Ersten Weltkrieg wurde Grouven 1914 als Sanitätsoffizier zum Reservelazarett Halle eingezogen. 1915/16 diente er im Kriegslazarett Łódź und (als stellvertretender Korpsarzt) beim IV. Armeekorps. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und der Rote Kreuz-Medaille (Preußen) III. Klasse ausgezeichnet.<ref name="AUH" /> Nachdem er 1920, in der Weimarer Republik, ein planmäßiges Extraordinariat erhalten hatte, wurde Grouven 1921 zum persönlichen Ordinarius ernannt. Seine Klinik wurde in den Verband der Universitätskliniken überführt, er selbst jedoch erst am 31. Januar 1927 zum Direktor ernannt.<ref name="AUH" /> Im selben Jahr wurde er in die Leopoldina gewählt.<ref>Leopoldina MM 3769 Grouven</ref> Seit 1931 erkrankt, wurde er lange durch seinen Oberarzt Theodor Grüneberg vertreten. Als Emeritus starb Grouven im Alter von 64 Jahren während eines Kuraufenthaltes in Bad Nauheim. Ein Kollegennachruf erschien 1937 in der Dermatologischen Zeitschrift.<ref>Karger</ref>

Mitgliedschaften

Literatur

  • Henrik Eberle: Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945. Mdv, Halle 2002, ISBN 3-89812-150-X, S. 324 f.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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