Zum Inhalt springen

Lilling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 5. Januar 2026 um 15:31 Uhr durch imported>Der X an alle Rahm.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Lilling
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(136)&title=Lilling 49° 38′ N, 11° 17′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(136) 49° 38′ 7″ N, 11° 17′ 23″ O
 {{#coordinates:49,635358|11,289771|primary
dim=10000 globe= name=Lilling region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 518 m ü. NHN
Einwohner: 136 (Jan. 2021)<ref>Daten und Statistik – Stadt Gräfenberg. Abgerufen am 19. November 2021.</ref>
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91322
Vorwahl: 09192
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Lilling ist ein Gemeindeteil der Stadt Gräfenberg im Landkreis Forchheim (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung hat eine Fläche von 7,853 km². Sie ist in 1005 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7813,92 m² haben.<ref>Gemarkung Lilling (092693). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 4. Januar 2026.</ref> Der Gemarkungsteil 0 liegt im Gemeindegebiet der Stadt Gräfenberg, in ihm liegen die Gemeindeteile Lilling und Sollenberg. Der Gemarkungsteil 1 liegt im Gebiet des Marktes Hiltpoltstein, auf ihm liegen deren Gemeindeteile Wölfersdorf und Erlastrut.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Januar 2026.</ref>

Geographie

Das Dorf Lilling liegt in 520 m auf der Hochfläche der Frankenalb am östlichen Rand des Gräfenberger Gemeindegebietes. Benachbarte Orte sind Sollenberg, Dorfhaus, Erlastrut und Wölfersdorf.

Geschichte

Der Ort wurde 1205 erstmals unter dem Namen „Lugelinge“ als Besitzung des Klosters Weißenohe erwähnt. Die Endung -ing im Ortsnamen weist auf eine bairische Ansiedlung hin, außerdem auch die Lage an der Westgrenze des bayrischen Nordgaues (entspricht in etwa der heutigen Oberpfalz). Anfangs zur Pfarrei Kirchrüsselbach gehörig, wurde Lilling im Jahr 1414 abgetrennt. Gemeinsam mit Hiltpoltstein, Wölfersdorf, Kemmathen und Großenohe bildete es die neue Pfarrei Kappel.<ref>https://www.kirchrüsselbach-evangelisch.de/jakobuskirche/chronik-der-ruesselbacher-kirche Chronik der Rüsselbacher Kirche</ref>

Nachdem das zur Oberen Pfalz gehörende Dorf im Laufe der Reformation mehrere Glaubenswechsel durchmachen musste, fasste ab 1622 die Gegenreformation Fuß. Fortan wurde Lilling kirchlich von Weißenohe und dem ab 1669 wiedererrichten Kloster betreut.

Die Gemeinde Lilling mit den Gemeindeteilen Lilling, Erlastrut, Sollenberg und Wölfersdorf<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 675 (Digitalisat).</ref> wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst. Zum 1. Mai 1978 wurden Lilling und Sollenberg in die Gemeinde Gräfenberg eingegliedert, Wölfersdorf und Erlastrut kamen zur Stadt Hiltpoltstein.<ref> </ref><ref name="HistGV87">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 92, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnoten 8 und 13). </ref>

Religion

Die Einwohner der Gegend um Lilling sind im Gegensatz zum restlichen Gräfenberger Gemeindegebiet traditionell katholisch. Kirchlich gehört Lilling zur Pfarrei St. Bonifatius in Weißenohe.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 1. Oktober 2011 im Internet Archive)</ref> Die örtliche Kirchweih wird am letzten Wochenende des Juni gefeiert.

Kapelle St. Marien

1817 errichtete ein Sollenberger Bauer die Kapelle St. Marien zwischen Lilling und Sollenberg. Ihr wurde zunächst der kirchliche Segen verweigert, bis sie 1872 wiedererrichtet und geweiht wurde. Unterhalten wird die Kapelle vom Verein Lillinger Kapelle. Nach Feuchtigkeitsschäden wurde die Kapelle in den vergangenen Jahren aufwändig saniert. Sie ist umgeben von vier Lindenbäumen, drei davon sind über 200 Jahre alt und wurden bei der Ersterrichtung gepflanzt. Der vierte wurde nach Pilzschäden durch eine Neupflanzung ersetzt. Die Bäume sind als Naturdenkmal ausgewiesen.<ref>Ronald Heck: Das sind die ältesten und beeindruckendsten Bäume im Landkreis Forchheim. In: Fränkischer Tag. 19. Mai 2020, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>

Sehenswertes

Südlich der Ortslage entspringt die Lillach mit ihren sehenswerten Sinterstufen. Sie ist über mehrere Wanderwege vom Dorf aus erschlossen. Lilling ist bis heute landwirtschaftlich geprägt, vor allem durch Obst- und Hopfenanbau. Dort befindet sich ein Natur- und Agrarlehrpfad.<ref>Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura | Urlaub in Bayern. Abgerufen am 19. November 2021.</ref>

Die Lillinger Hopfenbauern bauen biologischen Hopfen an. Angebaut werden unter anderem die Hopfensorten Hersbrucker, Mandarina Bavaria, Cascade und Polaris.<ref>In Lilling wächst ein abgefahrener Hopfen. Abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>

Galerie

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende