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Stefan Korioth

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Stefan Korioth (* 12. Juni 1960 in Mülheim an der Ruhr<ref>Religion in Geschichte und Gegenwart. 4. Auflage. Register (2007), S. xlviii.</ref>) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Leben

Korioth studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Mannheim, Heidelberg und Bonn, absolvierte in Hamburg sein Referendariat und 1990 die zweite juristische Staatsprüfung.<ref>Stefan Korioth | Autorenprofil und Werke | beck-shop.de. In: www.beck-shop.de. Abgerufen am 12. April 2016.</ref> Im selben Jahr wurde er an der Universität Bonn mit einer von Bernhard Schlink betreuten Arbeit zum Thema Integration und Bundesstaat. Ein Beitrag zur Staats- und Verfassungslehre Rudolf Smends<ref>Integration und Bundesstaat. Ein Beitrag zur Staats- und Verfassungslehre Rudolf Smends. Duncker und Humblot, Berlin 1990.</ref> zum Dr. jur. promoviert. Von 1990 bis 1996 arbeitete Korioth als wissenschaftlicher Assistent von Klaus Schlaich an der Universität Bonn.<ref>beck-shop.de. In: www.beck-shop.de. Abgerufen am 12. April 2016.</ref> Im Februar 1996 habilitierte er sich mit dem Thema Der Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern<ref>Stefan Korioth: Der Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern. Mohr Siebeck, Tübingen 1997.</ref>. Von 1996 bis 2000 war er Professor für Öffentliches Recht, Verfassungsgeschichte und Staatslehre an der Universität Greifswald<ref>Pressestelle der Universität Greifswald – Online-Redaktion: Jura & WiWi - Universität Greifswald – Ehem. Lehrstuhlinhaber. In: www.rsf.uni-greifswald.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. April 2016; abgerufen am 12. April 2016.</ref>. Seit 2000 hat er einen Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Kirchenrecht<ref>Wolfgang Kahl: Nachhaltige Finanzstrukturen im Bundesstaat. Mohr Siebeck, Tübingen 2001, S. 261.</ref> sowie Deutsches Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität München inne<ref>beck-shop.de. In: www.beck-shop.de. Abgerufen am 12. April 2016.</ref>.

Korioths Forschungsschwerpunkte liegen im Finanz- und Religionsverfassungsrecht, im Verfassungsprozessrecht und in der Verfassungsgeschichte<ref>beck-shop.de. In: www.beck-shop.de. Abgerufen am 12. April 2016.</ref>. Er ist Autor von Lehrbüchern zum Bundesverfassungsgericht<ref>Klaus Schlaich, Stefan Korioth: Das Bundesverfassungsgericht. 12. Auflage. C.H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-77866-7.</ref>, zum Staatsorganisationsrecht<ref>Stefan Korioth, Michael W. Müller: Staatsrecht I – Staatsorganisationsrecht unter Berücksichtigung europäischer und internationaler Bezüge. 6. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-17-041817-2.</ref>, zur deutschen Verfassungsgeschichte<ref>Stefan Korioth: Deutsche Verfassungsgeschichte. Mohr Siebeck, Tübingen 2023.</ref> und zum Staatskirchenrecht<ref>Bernd Jeand’Heur, Stefan Korioth: Grundzüge des Staatskirchenrechts. Boorberg, Stuttgart 2000.</ref> und regelmäßig als Gutachter und Prozessvertreter tätig, so zuletzt vor dem Bundesverfassungsgericht in Verfahren zu Prüfungsrechten des Bundesrechnungshofs,<ref>BVerfGE 127, 165.</ref> zum Zensus 2011<ref>BVerfGE 150, 1: Prof. Dr. Stefan Korioth als Bevollmächtigter des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg.</ref> sowie zu Umfang und Grenzen des Frage- und Informationsrechts von Bundestagsabgeordneten.<ref>Vgl. BVerfGE 137, 185 (Rüstungsexportkontrolle); BVerfGE 139, 194 (Bundespolizei); BVerfGE 147, 50 (Deutsche Bahn AG/BaFin) - Prof. Dr. Stefan Korioth jeweils als Bevollmächtigter der Bundesregierung.</ref> Er ist Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte.

Schriften (Auswahl)

  • Deutsche Verfassungsgeschichte. Mohr Siebeck, Tübingen 2023.
  • mit Klaus Schlaich: Das Bundesverfassungsgericht. 10. Auflage. C.H. Beck, München 2015.
  • Staatsrecht I – Staatsorganisationsrecht. 2. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2014.
  • mit Bernd Jeand’Heur: Grundzüge des Staatskirchenrechts. Boorberg, Stuttgart 2000.
  • Der Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern. Mohr Siebeck, Tübingen 1997.
  • Integration und Bundesstaat. Ein Beitrag zur Staats- und Verfassungslehre Rudolf Smends. Duncker und Humblot, Berlin 1990.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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