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Aug. Laukhuff

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Aug. Laukhuff GmbH & Co. KG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo Aug.Laukhuff GmbH & Co. KG.png
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1823
Auflösung 2021
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Weikersheim, Deutschland
Leitung Tobias Schröter (Geschäftsführer), Alexander Laukhuff (Geschäftsführer)
Mitarbeiterzahl ca. 160 (2019)
Branche Musikinstrumentenbau
Website laukhuff.de
Datei:Firma Laukhuff.JPG
Blick auf das Firmengelände
Datei:Jodokuskirche Althausen Innenraum 02.jpg
„Laukhufforgel“ von 1913 in der Jodokuskirche in Althausen.
Datei:Ventus 2013 - Zwillingsgebläse.jpg
Zwillingsgebläse – seltener Typ eines Ventus

Die Aug. Laukhuff GmbH & Co. KG mit Sitz in Weikersheim war der weltweit größte Lieferant für Orgelteile.<ref>Bundesverband Klavier e. V. auf pianos.de (Aufgerufen am 1. April 2014)</ref><ref>Den richtigen Ton am Weltmarkt getroffen auf welt.de (Aufgerufen am 1. April 2014)</ref>

Geschichte

Der Unternehmensgründer Martin Andreas Laukhuff erhielt seine Ausbildung zum Orgelbauer bei Johann Eberhard Walcker, arbeitete dann mit dessen Sohn Eberhard Friedrich Walcker zusammen und gründete schließlich 1823 seine eigene Orgelbau-Werkstatt. Seine drei Söhne August, Andreas und Adolf Laukhuff führten das Geschäft weiter, wobei August die Spezialisierung auf Orgelteile, Andreas die kaufmännische und Adolf die künstlerische Seite zuzuordnen ist. Im 19. Jahrhundert gelang es, internationale Geschäftsverbindungen zu knüpfen. Andreas Laukhuff katalogisierte und standardisierte alle notwendigen Teile einer Orgel, woraufhin ihm der Titel des Kommerzienrats verliehen wurde.

Otto und Wilhelm Laukhuff, Söhne des Andreas Laukhuff, bewältigten den Wiederaufbau des 1945 zerstörten Unternehmens. Die Söhne von Otto und Wilhelm Laukhuff, Hans-Erich († 2012) und Peter, führten das Unternehmen bis 2011.

2012–2017 übernahm Magnus Windelen die Geschäftsführung der Aug. Laukhuff GmbH & Co. KG. Ab Oktober 2017 führen die Neffen von Hans-Erich und Peter Laukhuff, Tobias Schröter und Alexander Laukhuff, das Familienunternehmen.

Im April 2014 beantragte die Aug. Laukhuff GmbH & Co. KG beim Amtsgericht Crailsheim Insolvenz in Eigenverwaltung. Das Unternehmen konnte saniert werden und wurde am 20. November 2014 aus dem Insolvenzverfahren entlassen.<ref>Traditionsunternehmen Laukhuff strebt Sanierung an. In: Internetpräsenz. Südwestrundfunk, 28. April 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. April 2014; abgerufen am 29. April 2014.</ref><ref>Laukhuff sieht sich gerettet. In: econo. Econo Verlags-Gmbh, 28. Oktober 2014, abgerufen am 13. März 2023.</ref> 2017 übernahm die Firma die Piano- und Flügelklaviaturenherstellung des Unternehmens Otto Heuss.<ref>Laukhuff übernimmt Piano- und Flügelklaviaturfertigung von Otto Heuss Klaviaturen GmbH. In: das-musikinstrument.de. 12. Januar 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. September 2020; abgerufen am 17. März 2020.</ref>

Im Frühjahr 2021 stellte sich das Unternehmen einem Schutzschirmverfahren; ein Investor wurde erfolglos gesucht. Infolgedessen wurde die Geschäftstätigkeit per 30. Juni 2021 eingestellt.<ref>Der weltgrößte Hersteller von Orgelteilen schließt nach 198 Jahren. (PDF) Pressemitteilung. In: Internetpräsenz. Aug. Laukhuff GmbH & Co. KG, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. September 2021; abgerufen am 21. Juni 2021.</ref>

Datei:StNicolaiSteckby Orgel Ventus-WindMaschine WartungsInstruktionen.jpg
Wartungsinstruktionen für das Ventus-Gebläse in St. Nicolai (Steckby)

Besonderes

Im Orgelsaal von Aug. Laukhuff stand eine der wenigen verbliebenen Kinoorgeln. Es handelt sich hierbei um eine 1947 gebaute Möller-Orgel mit 11 Pfeifenreihen und 62 daraus gewonnenen Registern, die aus Johannesburg zurückgekauft und 1980 wiederaufgebaut wurde.<ref>Weikersheim, Orgelsaal der Firma Laukhuff (Möller-Orgel) – Organ index, die freie Orgeldatenbank. Abgerufen am 15. Juni 2023.</ref> Aufgrund der Insolvenz der Firma wurde die Orgel im Mai 2022 zum Verkauf angeboten.<ref>Moeller Kinoorgel zu verkaufen – Bund Deutscher Orgelbaumeister. Abgerufen am 15. Juni 2023.</ref>

Literatur

  • Laukhuff, Orgelbauerfamilie in Weikersheim. In: Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Lexikon süddeutscher Orgelbauer. Florian Noetzel, Wilhelmshaven 1994, ISBN 3-7959-0598-2, S. 228 f.
  • Christoph Keggenhoff: Laukhuff. In: Douglas E. Bush, Richard Kassel (Hrsg.): The Organ: An Encyclopedia. Routledge, 2006, ISBN 978-0-415-94174-7, S. 299.
  • Burkhart Goethe: Verlust für den Orgelbau weltweit. Firma Laukhuff in Weikersheim schloss für immer ihre Tore. In: Württembergische Blätter für Kirchenmusik, ISSN 0177-6487, 88. Jg. 2021, Heft 5, S. 4–8.
  • Burkhart Goethe: Verlust für den Orgelbau weltweit – Ende der Ära Laukhuff. In: Musik & Gottesdienst. Nr. 1, 2022, S. 12–17.

Weblinks

Commons: Aug. Laukhuff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 49° 28′ 59″ N, 9° 54′ 0,1″ O

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