Ceropegia candelabrum
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| Ceropegia candelabrum | ||||||||||||
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| Datei:Ceropegia tuberosa CoromandelCoast 1-009.jpg
Ceropegia candelabrum (Originalabbildung von Ceropegia tuberosa Roxb., einem Synonym von Ceropegia candelabrum, Roxburgh, 1795, vol. 1, Taf. 9) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ceropegia candelabrum | ||||||||||||
| L. |
Ceropegia candelabrum ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae). Das Artepitheton leitet sich von dem Kandelaber-ähnlichen Aussehen der Blütenstände ab.
Merkmale
Vegetative Merkmale
Ceropegia candelabrum ist eine ausdauernde, sukkulente, windende Pflanze mit einer rundlichen Wurzelknolle. Die kräftigen, kahlen Triebe haben einen Durchmesser von 3 bis 4 mm. Die Blätter sind gestielt. Die leicht fleischigen Blattspreiten sind linealisch, elliptisch bis rundlich mit zugespitztem Ende. Sie sind 2 bis 7 cm lang und 0,8 bis 3,5 cm breit.
Blütenstand und Blüten
Der Blütenstand ist gestielt mit einem bis 3 cm langen Schaft. Die Scheindolden tragen 5 bis 12 Blüten. Die Blütenstiele sind 3 bis 10 mm lang, die Kelchblätter etwa 4 mm. Die Blütenkrone ist 2,5 bis 4,5 cm hoch grünlich gelb gefärbt mit rotbraunen Streifen (vor allem im Bereich des Kronröhrenkessels). Der Kronröhrenkessel ist eiförmig und geht allmählich in die Kronröhre über. Diese ist gerade oder auch gebogen und hat an der Basis (über dem Kronröhrenkessel) einen Durchmesser von 3 bis 4 mm. Sie weitet sich zum oberen Ende hin bis auf etwa 10 mm. Die Innenseite ist behaart. Die Kronblattzipfel sind dreieckig und oft linealisch ausgezogen. Die beiden Hälften sind entlang der Längsachse komplett nach außen umgebogen und mit den Spitzen über der Kronröhre verwachsen. Die behaarte Innenseite ist gelblich bis grünlich, die Spitzen purpurfarben. Die Spitzen können über den Verwachsungspunkt hinaus stark verlängert sein. Die Nebenkrone ist gestielt, die Basis ist verwachsen. Die Zipfel der interstaminalen äußeren Nebenkrone sind mit der becherigen Nebenkronebasis verwachsen. Nur ein kurzer Saum von 0,7 mm Höhe ist seitlich hochgezogen und mit der Basis der staminalen Nebenkrone verwachsen. Die linealisch-spateligen Zipfel der staminalen Nebenkrone sind 2 bis 3 mm lang, stehen aufrecht und neigen sich aufeinander zu. Die Pollinien sind breit eiförmig und 0,30 mm breit und 0,23 mm lang.
Geographische Verbreitung und Ökologie
Die Art kommt in Indien und Sri Lanka sowie in Vietnam<ref name="Vietnam"/> vor. In Indien blüht sie von August bis Januar. Früchte werden von September bis Januar gebildet.
Nutzung durch den Menschen und medizinische Bedeutung
Die Wurzelknollen sind essbar und werden vor allem von den Ärmsten roh oder gekocht gegessen. Die Pflanze wird aber auch zu verschiedenen medizinischen Zwecken verwendet, so gegen Hämorrhoiden, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen und gegen Bisse giftiger Tiere<ref name="Lang"/>.
Ceropegia candelabrum ist mittlerweile im ursprünglichen Areal recht selten geworden. Es gibt bereits Projekte zur künstlichen Vermehrung.<ref name="Beena/Martin"/>
Systematik und Taxonomie
Die Art wurde 1753 von Carl von Linné erstmals beschrieben<ref name="Linnaeus"/>. Er verwies dabei auf Tafel 16 im Band 9 im Werk Hortus Indicus Malabaricus des Henricus van Rhede von 1689<ref name="Rhede"/>. 1795 wurde die Art erneut von William Roxburgh als Ceropegia tuberosa beschrieben<ref name="Roxburgh"/>, ein jüngeres Synonym von Ceropegia candelabrum. Weitere Synonyme sind: Ceropegia biflora <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Ceropegia mucronata <templatestyles src="Person/styles.css" />Roth, Ceropegia longiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Poir. in Roem. & Schult., Ceropegia candelabriformis <templatestyles src="Person/styles.css" />St.-Lag., Ceropegia elliotii <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook.f. und Ceropegia discreta <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br. Ceropegia candelabrum ist die Typusart der Gattung Ceropegia L.
Japtap et al. (1999) scheiden zwei Varietäten aus:
- Ceropegia candelabrum var. candelabrum
- Ceropegia candelabrum var. biflora <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Ansari
Die beiden Taxa werden aber weder von der Plant List<ref name="Plant List"/>, noch von der Ceropegia Checklist<ref name="Ceropegia Checklist"/> als gültige Taxa anerkannt.
Literatur
- M. Y. Ansari: Asclepiadaceae: Genus Ceropegia. In: Fascicles of Flora of India, Fascicle 16, 1984, S. 1–34, Botanical Survey of India, Howrah (S. 10–12)
- Joseph Dalton Hooker (assisted by various botanists): The flora of British India. Band 4. Asclepiadeae to Amarantaceae. London, Reeve & Co., 1885. Online bei www.biodiversitylibrary.org (S. 70)
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Herbert H. Huber: Revision der Gattung Ceropegia. In: Memórias da Sociedade Broteriana, Band 12, 1957, S. 1–203, Coimbra (S. 58–60)
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.A. P. Jagtap, N. Singh, N.: Asclepiadaceae and Periplocaceae. In: Fascicles of Flora of India, Fascicle 24, 1999, S. 211–241, Botanical Survey of India, Kolkata (S. 218/9).
- Ulrich Meve: Ceropegia. In: Focke Albers, Ulrich Meve (Hrsg.): Sukkulentenlexikon Band 3 Asclepiadaceae (Seidenpflanzengewächse). S. 61–107, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3982-0.
Weblinks
- Ceropegia candelabrum auf flickr.com
- Ceropegia candelabrum auf www.flowersofindia.in (Varietät mit stark verlängerten Kronblattzipfeln)
- GBIF-Datenbank: Ceropegia candelabrum. In: gbif.org. Abgerufen am 10. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Einzelnachweise
<references>
<ref name="Linnaeus">Carl von Linné: Species plantarum ?exhibentes plantas rite cognitas, ad genera relatas, cum differentiis specificis, nominibus trivialibus, synonymis selectis, locis natalibus, secundum systema sexuale digestas... Stockholm, Salvius 1753.
Online bei archive.org (Beschreibung S. 211)</ref>
<ref name="Lang">ceropegia.minks-lang.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ceropegia candelabrum (L.) ( vom 25. August 2011 im Internet Archive)</ref>
<ref name="Beena/Martin">M. R. Beena und K. P. Martin: In vitro propagation of the rare medicinal plant Ceropegia candelabrum L. through somatic embryogenesis. In Vitro Cell. Dev. Biol.-Plant, 39: 510–513, 2003 doi:10.1079/IVP2003468</ref>
<ref name="Rhede">Henricus van Rhede tot Drakenstein: Hortus Indicus Malabaricus: continens regni Malabarici apud Indos cereberrimi onmis generis plantas rariores, Latinas, Malabaricis, Arabicis, Brachmanum charactareibus hominibusque expressas ... vol. 9, Amsterdam 1689 Online bei www.biodiversitylibrary.org (S. 27/8, Taf. 16)</ref>
<ref name="Roxburgh">William Roxburgh: Plants of the Coast of Coromandel; Selected From Drawings and Descriptions presented to the Hon. Court of Directors of the East India Company. vol. 1, London, Bulmer, 1795 Online bei Botanicus.org (Beschreibung von Ceropegia tuberosa auf S. 12, Taf. 9).</ref>
<ref name="Vietnam">botanyvn.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
<ref name="Plant List">Rafael Govaerts (Hrsg.): World Checklist of Selected Plant Families (in review): Ceropegia. Veröffentlicht in:
The Plant List. A working list of all plant species. Royal Botanic Gardens Kew, Missouri Botanical Garden, Zugriff am 2. Dezember 2011.</ref>
<ref name="Ceropegia Checklist">Ulrich Meve: Ceropegia Checklist. A guide to alternative names used in recent Ceropegia classification. In: Dennis de Kock, Ulrich Meve: A Checklist of Brachystelma, Ceropegia and the genera of the Stapeliads. International Asclepiad Society 2007, S. 83–113.</ref>
</references>