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Dominique Manotti

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Dominique Manotti, 2006

Dominique Manotti, Pseudonym von Marie-Noëlle Thibault, (* 24. Dezember 1942 in Paris) ist eine französische Romanautorin und Historikerin. Sie schrieb im Alter von 50 Jahren ihren ersten Roman. Ihr Krimi Noir Debüt Sombre Sentier wurde 1995 französischer Krimi des Jahres und 2004 erstmals mit dem Titel „Hartes Pflaster“ ins Deutsche übersetzt. Im britischen The Guardian hieß es zur englische Übersetzung Rough Trade: „Von jeder Seite dieses Romans steigt der Rauch der Gitanes-Zigaretten und der Pastis-Duft des echten Frankreichs auf.“<ref>Maxim Jakubowski: Big in crime. In: The Guardian. 3. November 2001, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 3. November 2025]).</ref> Weitere Romane folgten: A nos cheveaux!; Kop; Nos fantastiques années fric; Le corps noir; Bien connu des services de police.

Leben

Die Autorin wurde als Historikerin durch den Algerienkrieg politisiert und war bis in die 1980er-Jahre u. a. gewerkschaftlich engagiert. Im Jahr 1968 war sie als Lehrerin an einem Gymnasium tätig, in der Zeit danach unterrichtete sie in Vincennes. Manotti ist eine promovierte Historikerin.

Von 1976 bis 1983 leitete sie als Generalsekretärin die Pariser Sektion der CFDT. Sie war Anfang der 80er Jahre am erfolgreichen Kampf der türkischen Sans papiers im Pariser Textilviertel Sentier beteiligt, die um ihre Legalisierung kämpften. Hartes Pflaster spielt vor dem Hintergrund der dortigen politischen Kämpfe der Sans-Papiers im Sentier. Politisch versteht sie sich als Rätekommunistin; Antonio Gramsci und Rosa Luxemburg spielen für ihre Analysen eine tragende Rolle; die Lektüre von James Ellroy hat nicht unwesentlich zur späten literarischen Arbeit beigetragen. Ihre Enttäuschung über die Regierung Mitterrand ließ sie vom politischen Engagement zur Literatur wechseln.

Manotti sieht Parallelen zwischen ihrer Arbeit als Historikerin und Romanautorin. In der deutschen Ausgabe ihres ersten Romans Hartes Pflaster sagte sie im Interview: „Für mich existieren ein Ereignis oder eine Person erst dann, wenn sie datiert und lokalisiert sind. Genau wie in der Geschichtsschreibung … Die Tatsache, dass meine Texte [die Kriminalromane] bis heute datiert sind und dass ich davon nicht abstrahieren kann, hängt mit meiner Denkform zusammen.“<ref>Zumindest Zeuge sein. Interview mit Dominique Manotti, geführt und übersetzt von Elfriede Müller, in: Dominique Manotti, Hartes Pflaster. Aus dem Französischen von Ana Rhukiz. Assoziation A. Hamburg/Berlin 2017, 5. Auflage, S. 311.</ref>

Werke (Auswahl)

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Dominique Manotti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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