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Klerksdorp-Kugeln

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Als Klerksdorp-Kugeln (auch: Klerksdorp-Sphären) wird der archäologische Fund von etwa 200 kleinen Kugeln bezeichnet, die aus Minen der Firma Wonderstone Ltd. in der Nähe des südafrikanischen Ottosdal stammen. Die Kugeln wurden in großen Vorkommen des Minerals Pyrophyllit entdeckt. Sie sind im Klerksdorp Museum in der gleichnamigen Stadt ausgestellt. Ihr Alter wird auf rund drei Milliarden Jahre geschätzt. Aufgrund ihrer runden Form, ihrer attestierten Härte und dem Umstand, dass mindestens eine der Klerksdorp-Kugeln mit drei umlaufenden Linien versehen ist,<ref name="s8int" /> wurden sie seit ihrer Entdeckung von verschiedenen Seiten als Artefakte bezeichnet, die damit lange vor der Menschheit entstanden und nicht-natürlichen Ursprunges sein müssten.<ref name="Govardhan" /><ref name="s8int" /> Insbesondere über populärwissenschaftliche Publikationen und Boulevardjournalismus gelangten die Klerksdorp-Kugeln so zu Bekanntheit. Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Herleitung umstritten. Kritiker sehen einen natürlichen Ursprung in Aussehen wie Form der Klerksdorp-Kugeln<ref name="s8int" /> und rechnen sie deshalb den so genannten Pseudoartefakten zu.

Beschreibung

Datei:Ottosdal1.jpg
Klerksdorp-Kugel mit drei umlaufenden Kerben

Klerksdorp-Kugeln bestehen entweder aus Hämatit oder aus Wollastonit, das mit geringen Mengen von Hämatit oder Goethit versetzt ist. Solche Kugeln, die aus unveränderten Pyrophyllit-Vorkommen stammen, sollen im Wesentlichen aus Pyrit bestehen. Die typische Größe liegt zwischen einem und vier Zentimetern.<ref name="Palaeo" /> Ihre Form variiert von fast vollständigen Kugeln über abgeflachte Kugeln bis hin zu eher scheibenförmigen Objekten.<ref name="s8int" /> Hinsichtlich der weiteren Erscheinung werden zwei verschiedene Typen unterschieden: Manche Klerksdorp-Kugeln sind bläulich mit weißen Stellen und bestehen vollständig aus festem Material. Andere umschließen einen Hohlraum, der mit einer weichen weißen Substanz ausgefüllt ist.<ref name="Virtue" /> Wird die dünne Außenhaut dieser gefüllten Klerksdorp-Kugeln zerbrochen, zerfällt die weiche Substanz zu Staub.<ref name="Palaeo" />

Artefakt-These

Vertreter der These, dass die Klerksdorp-Kugeln bereits vor drei Milliarden Jahren von intelligenten Wesen produziert worden sein müssen, führen eine angeblich beinahe perfekte runde Form der Objekte als Beleg an. Außerdem sollen die Kugeln einen so hohen Härtegrad haben, dass eine natürliche Kerbung von feinen, parallelen Linien ausgeschlossen werden muss. Des Weiteren sollen die Kugeln auch nahezu perfekt ausbalanciert sein. So wird des Öfteren der Kurator des Klerksdorp-Museums, Roelf Marx, mit den Worten zitiert, dass die Kugeln komplett rätselhaft seien und die NASA sogar zugegeben habe, dass sie höchstens in Schwerelosigkeit Kugeln solcher Perfektion herstellen könne.<ref name="Virtue" />

Pseudoartefakt-These

Kritiker der Behauptungen einer nicht-natürlichen Herkunft der Objekte führen an, dass selbst die für perfekt geformt gehaltenen Exemplare der Klerksdorp-Kugeln lediglich aus einzelnen Perspektiven diesen Eindruck erwecken. Tatsächlich seien auch diese alles andere als rund.<ref name="s8int" /> Ein weiterer Kritikpunkt ist der Umstand, dass die mögliche Legendenbildung auf der häufigen Zitierung einer Scherzquelle beruht. Im Detail handelt es sich um eine 1982er-Ausgabe der Zeitung Weekly World News, die regelmäßig vollständig fiktionale Berichte veröffentlichte, mit teilweise komödiantisch-abstrusen Titeln wie „Teufel entkommt aus der Hölle“.<ref name="talk" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="s8int"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />s8int.com (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. November 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.s8int.com, abgerufen am 18. Dezember 2016.</ref> <ref name="Govardhan"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Govardhan Hill Publishing (Memento vom 19. Juni 2010 im Internet Archive), Weekly Feature.</ref> <ref name="Palaeo">Drei Milliarden Jahre alte Kugeln – Die Klerksdorp-Sphären. In: palaeoseti.de. 19. Juli 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. April 2019; abgerufen am 1. August 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/palaeoseti.de</ref> <ref name="Virtue"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />virtuescience.com (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. August 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.virtuescience.com, abgerufen am 21. November 2011.</ref> <ref name="talk">talkorigins.com, abgerufen am 21. November 2011.</ref> </references>