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The Gumps

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The Gumps ist der bekannteste Comic des amerikanischen Zeichners Sidney Smith. Der Daily strip, in dem zum ersten Mal in der US-Comicgeschichte eine Person starb,<ref>The Press: Why Bertie! auf time.com (englisch), abgerufen am 21. November 2011</ref> erschien von 1917 bis 1959. Darüber hinaus zählt The Gumps zu den ersten Comicstrips, die als Fortsetzungsgeschichte erschienen.

Handlung

Im Mittelpunkt steht die Mittelklassefamilie Gump mit Vater Andy, der auf jede nur denkbare Weise versucht, reich zu werden. Ihm zur Seite stehen seine Frau Min (Abkürzung für Minerva) und ihr gemeinsamer Sohn Chester. Zur Familie gehören ebenso eine Katze namens Hope, der Hund Buck, der reiche Onkel Bim sowie das Hausmädchen Tilda. Den Nebencharakter Mary Gold ließ Smith im Jahr 1929 sterben. Anfangs waren die Strips so ausgelegt, dass sie täglich mit einem Witz endeten und abgeschlossen waren. Im Lauf der Serie änderte Smith sein Konzept und führte eine fortlaufende Handlung ein. Damit zählt The Gumps zu den ersten Comicstrips, die als Fortsetzung erschienen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Gumps auf britannica.com (englisch) (Memento vom 21. November 2011 im Internet Archive)</ref>

Veröffentlichung und Zeichner

Datei:Sidney Smith with drawing of Andy Gump.jpg
Sidney Smith mit einer Zeichnung von Andy Gump (1932)

Auf Vorschlag seines Verlegers Joseph Medill Patterson beendete der Comiczeichner Sidney Smith seinen in der Chicago Tribune erscheinenden Strip Old Doc Yak als Daily strip im Februar 1917, indem er die Figuren aus dem Haus, das den Handlungsmittelpunkt darstellte, ausziehen ließ.<ref>Andreas C. Knigge: Comic-Lexikon. Ullstein Verlag, Frankfurt am Main; Berlin 1988, ISBN 3-548-36554-X, S. 410.</ref> Am 12. Februar 1917<ref>Marcel Feige: Das kleine Comic-Lexikon. Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2005, ISBN 3-89602-544-9, S. 358.</ref> ließ Smith die Mittelstandsfamilie Gump in dasselbe Haus einziehen. Der Strip um die Familie Gump war an derselben Stelle in der Zeitung zu finden wie vorher der Strip Old Doc Yak. Die erste Sonntagsseite von The Gumps erschien am 29. Juni 1919.<ref name="Knigge.Comics">Andreas C. Knigge: Comics. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1996, ISBN 3-499-16519-8, S. 47.</ref>

Unterstützt bei seinen Arbeiten wurde Smith zeitweise von Stanley J. Link<ref>Stanley J. Link auf lambiek.net (englisch), abgerufen am 21. November 2011</ref>, Harold Gray, der von 1921 bis 1924 das Lettering übernahm,<ref>Harold Gray auf lambiek.net (englisch), abgerufen am 21. November 2011</ref> sowie Sol Hess<ref>Sol Hess auf lambiek.net (englisch), abgerufen am 21. November 2011</ref>. Als Smith bei einem Verkehrsunfall starb, wurde Gus Edson von Patterson zu dessen Nachfolger bestimmt. Diesem assistierten zeitweilig der spätere Schauspieler Martin Landau<ref>Biographie von Martin Landau auf imdb.com (englisch), abgerufen am 21. November 2011</ref> und Ray Bailey<ref>Ray Bailey auf lambiek.net (englisch), abgerufen am 21. November 2011</ref>.

Der letzte Strip von The Gumps erschien am 17. Oktober 1959.<ref>The Gumps auf chicagotribune.com, abgerufen am 21. November 2011</ref>

Von The Gumps wurden insbesondere in den 1920er Jahren zahlreiche Zeichentrickfilme gedreht.<ref>Die Figur Andy Gump auf imdb.com (englisch), abgerufen am 21. November 2011</ref><ref>Vorlage:IMDb/1</ref> Darüber hinaus gab es in den 1920er Jahren zahlreiche begleitende Merchandising-Produkte.

Rezeption

Laut Andreas C. Knigge machte Smith The Gumps „zur ersten wirklichen Seifenoper der Comics und zur erfolgreichsten Serie der zwanziger Jahre“.<ref name="Knigge.Comics"/> Harald Havas sieht in The Gumps ebenfalls den erfolgreichsten Comic-Strip der 1920er Jahre.<ref>Harald Havas: Comic Welten. Geschichte und Struktur der neunten Kunst, Edition Comic Forum 1992, ISBN 3-900390-61-4, S. 32.</ref>

Literatur

  • Franco Fossati: Das grosse illustrierte Ehapa-Comic-Lexikon. Ehapa Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-7704-0865-9, S. 122.
  • Andreas C. Knigge: Comic-Lexikon. Ullstein Verlag, Frankfurt am Main; Berlin 1988, ISBN 3-548-36554-X, S. 410.
  • Andreas C. Knigge: Comics. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1996, ISBN 3-499-16519-8, S. 47, 49, 54.
  • Marcel Feige: Das kleine Comic-Lexikon. Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2005, ISBN 3-89602-544-9, S. 358–359.

Einzelnachweise

<references />