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Barbara Kolm

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Barbara Kolm (2024)

Barbara Kolm (* 28. November 1964 als Barbara Schier in Innsbruck) ist eine österreichische Wirtschaftswissenschaftlerin und Politikerin (FPÖ). Sie ist Leiterin des Friedrich A. v. Hayek Instituts und Mitglied weiterer wirtschaftsliberaler Organisationen, ehemaliges Mitglied des Aufsichtsrates der ÖBB-Holding AG (Februar 2018 bis Mai 2020<ref>ÖBB-Aufsichtsrat wird grün, rot und schwarz eingefärbt. In: DerStandard.at. 27. Mai 2020, abgerufen am 28. Mai 2020.</ref>) und des Universitätsrates der Wirtschaftsuniversität Wien (März 2018 bis Februar 2023) sowie ehemalige Vizepräsidentin des Generalrats der Oesterreichischen Nationalbank (September 2018 bis August 2023).

Leben

Kolm leitet seit 2000 das Friedrich A. v. Hayek Institut, das sich in der Tradition der wirtschaftsliberalen Österreichischen Schule der Nationalökonomie sieht. Auch als Vorstandsmitglied des Austrian Economics Centers, Mitglied der Mont Pèlerin Society und Präsidentin des European Centers des International Center for Economic Growth (ICEG EC) widmet sie sich der Förderung eines freien Marktes und der Deregulierung. Daneben ist sie Associate Professor für die Österreichische Schule der Nationalökonomie an der Privatuniversität von Donja Gorica nahe Podgorica in Montenegro.<ref>Austrian Economics Center: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Board (Memento vom 23. August 2018 im Internet Archive), abgerufen am 22. August 2018</ref>

Von 1994 bis 2000 sowie 2003 bis 2006 war Kolm für die FPÖ im Innsbrucker Gemeinderat, wo sie unter anderem den Kontrollausschuss leitete. Im Jahr 2011 wurde sie von der FPÖ als Expertin in den Budgetausschuss des Parlaments eingeladen.<ref>Die Presse: Budgetausschuss: FPÖ kritisiert "abstruse Vorschläge", 4. November 2011</ref> Im Juni 2016 nominierte die FPÖ Kolm für die Position des Präsidenten des Rechnungshofes, sie wurde aber vom Nationalrat nicht gewählt.<ref>derStandard.at - Rechnungshof: Grüne und Neos nominieren Kickinger für Chefposten. Artikel vom 3. Juni 2016, abgerufen am 4. Juni 2016.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />diepresse.com: Barbara Kolm (Memento vom 4. Juni 2016 im Internet Archive). Abgerufen am 4. Juni 2016.</ref>

Nach Amtsantritt der Bundesregierung Kurz I, einer ÖVP-FPÖ-Koalition, an deren Entstehen sie als Teil des Verhandlungsteams auf Seiten der FPÖ beteiligt war,<ref>Kurier: Sie sollen die künftige Koalition formen, 31. Oktober 2017</ref> wurde sie bei der Neubesetzung des Aufsichtsrates der ÖBB-Holding AG im Februar 2018 Mitglied dieses Gremiums. Jedoch wurde sie Ende Mai 2020 nicht wiederbestellt.<ref>orf.at: ÖBB-Aufsichtsrat neu konstituiert. Artikel vom 28. Februar 2018, abgerufen am 28. Februar 2018.</ref><ref>orf.at: Neuer ÖBB-Aufsichtsrat – FPÖ empört. Artikel vom 28. Mai 2020, abgerufen am 31. Mai 2020.</ref> In der Funktionsperiode 2018 bis 2023 war sie von der Regierung entsandtes Mitglied des Universitätsrates der Wirtschaftsuniversität Wien.<ref>derStandard.at: Uni-Räte sind jetzt fast komplett. Artikel vom 30. April 2018, abgerufen am 3. Mai 2018.</ref><ref>Universitätsrat der WU Wien. Abgerufen am 3. Mai 2018.</ref><ref>St. Gallen-Rektor Thomas Bieger neu im Universitätsrat der WU. In: extrajournal.net. 12. April 2023, abgerufen am 13. April 2023.</ref> Am 22. August 2018 wurde sie vom Ministerrat der Bundesregierung als Vizepräsidentin des neu zu besetzenden Generalrats der Oesterreichischen Nationalbank designiert.<ref name="standard22082018">Der Standard: WKO-Chef Mahrer wird Nationalbank-Präsident, 22. August 2018</ref>

Kolm war im März 2018 von der FPÖ nominierte Expertin im Gesundheitsausschuss des Parlaments. Sie sprach sich für die Aufhebung des Rauchverbots in der Gastronomie aus. Das von Barbara Kolm geführte Austrian Economics Center erhielt mehrere Spenden aus der Tabakindustrie. Auf Anfrage des Nachrichtenmagazins Profil bestätigten Japan Tobacco International und British American Tobacco jeweils eine Spende im Jahr 2018.<ref>Kleine Zeitung: Rauchverbot: FPÖ-"Expertin" nahm Geld von der Tabakindustrie. Artikel vom 6. April 2019, abgerufen am 7. April 2019.</ref><ref>Profil: Barbara Kolms Austrian Economics Center erhielt "fünfstelligen Betrag" von Tabakkonzernen. Artikel vom 6. April 2019, abgerufen am 7. April 2019.</ref>

Kolm war einige Jahre als Unternehmensberaterin tätig und für diese Branche auch als Interessensvertreterin im Fachverband UBIT der Wirtschaftskammer Österreich tätig.

Für die Nationalratswahl 2024 wurde sie auf Platz sechs der FPÖ-Bundesliste gereiht.<ref>Blaue Bundesliste steht: Wer auf den Plätzen hinter Kickl gelandet ist. In: Die Presse. 24. Juli 2024, abgerufen am 24. Juli 2024.</ref>

Kolm ist Mitgründerin des 2026 eröffneten Javier-Milei-Instituts für Deregulierung in Europa, das zur europäischen Adaption der proprietaristisch-minimalstaatlichen Weltanschauung Javier Mileis dienen soll.<ref>Oliver Stock: Das Milei-Institut und der neue libertäre Angriff auf Europa. In: Markt & Mittelstand. 15. Dezember 2025, abgerufen am 24. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Politische Standpunkte

Laut einer früheren Aussage Kolm sei der Klimawandel Panikmache. 2019 erklärte sie aber, heute würde sie das so nicht mehr sagen.<ref>Europas Netzwerk der Klimawandelleugner. Abgerufen am 25. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Malene Gürgen: Angriff auf Europa: Die Internationale der Rechtspopulisten (= Politik). Ch. Links Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-96289-053-7.</ref> Gemeinsam mit Manfred Haimbuchner präsentierte Kolm im November 2024 die wirtschaftspolitischen Standpunkte der (oberösterreichischen) FPÖ. Außer an den Klimamaßnahmen übten die beiden auch Kritik an ihrer Meinung nach zu hohen Staatsausgaben und Ausgaben im öffentlichen Sektor sowie an Teilzeitbeschäftigung. Die Lohnnebenkosten und Körperschaftssteuer seien zu senken. Unternehmen würden laut Kolm „mehr Gewinne“ brauchen, „die sie dann in den Standort investieren können“. Die Bundesländer seien im Rahmen des Föderalismus mit mehr Kompetenzen auszustatten.<ref>FPÖ-Haimbuchner: "Es ist mehr Kapitalismus notwendig". 26. November 2024, abgerufen am 26. November 2024.</ref>

Kolm ist auch Kritikerin des Systems der Gesundheitsversicherung und fordert höhere Studiengebühren. In den USA war sie zu einem Panel zum Thema Obamacare still kills geladen.<ref>Eine Ultra-Marktradikale kommt ins Parlament. 3. Oktober 2024, abgerufen am 24. März 2026.</ref>

Publikationen

  • (Hrsg.): Dictionary of Economic Terms: Von A posteriori bis zweckgebundene Steuer. Deutsch-englisch, englisch-deutsch, Echomedia Buchverlag, Wien 2010, ISBN 978-3-902672-32-2.
  • (Hrsg.): Grüne Marktwirtschaft: Wie Unternehmertum die Umwelt schützt und unseren Planeten rettet. deutsch, Hayek Institut (Hrsg. Barbara Kolm, Lorenz Wied-Baumgartner), Wien 2024, ISBN 978-3-902466-28-0.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Barbara Kolm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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