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Liebherr

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Vorlage:Hinweisbaustein

Liebherr-International AG<ref name="org" />

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Liebherr-Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1949
Sitz Bulle, SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz<ref name="org">Organisationsstruktur der Firmengruppe Liebherr. Abgerufen am 30. März 2025.</ref>
Leitung Jan Liebherr
(VR-Präsident)
Stéfanie Wohlfarth
(VR-Vizepräsidentin)
Willi Liebherr, Isolde Liebherr, Sophie Albrecht, Patricia Rüf, Philipp Liebherr, Johanna Platt (Mitglieder des Gesellschaftergremiums)<ref name="gen">Geschäftsbericht 2024. Liebherr, abgerufen am 10. Februar 2026.</ref>
Mitarbeiterzahl 54.728 (Vorjahr: 53.659)<ref name="gen" />
Umsatz 14,62 (Vorjahr: 14,04) Mrd. Euro
Branche Maschinenbau, Fahrzeugbau, Kühl- und Gefriergeräte, Spezialtiefbau, Hotels, Mining, Erdbewegung, Materialumschlag, Aerospace und Verkehrstechnik, Komponenten, Betontechnik, Mobil- und Raupenkrane, Turmdrehkrane, Maritime Krane, Verzahntechnik und Automationssysteme
Website liebherr.com
Stand: 31. Dezember 2024
Datei:Кран с маховой стрелой.jpg
Turmkran Liebherr-710 HC-L 32/64 Litronic

Liebherr ist eine familiengeführte Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Bulle (Schweiz), die 1949 von Hans Liebherr in Kirchdorf an der Iller, Württemberg-Hohenzollern, gegründet wurde.<ref>Frank Brunecker (Hrsg.): Liebherr – Kräne + mehr. Biberacher Verlags-Druckerei, Biberach 2005, ISBN 3-933614-19-8, S. 17–26.</ref> Dachgesellschaft ist die Liebherr-International AG.<ref name="org" />

Die dezentral organisierte Unternehmensgruppe umfasst 13 Geschäftsfelder, deren operative Führung durch Spartenobergesellschaften erfolgt: Erdbewegung, Materialumschlag, Spezialtiefbau, Mining (Bergbau), Mobil- und Fahrzeugkrane, Turmdrehkrane, Betontechnik, Maritime Krane, Verzahntechnik und Automationssysteme, Aerospace und Verkehrstechnik, Komponenten, Kühl- und Gefriergeräte und Hotels.<ref>Die Firmengruppe Liebherr - Unser Produktprogramm. Abgerufen am 10. Februar 2026.</ref>

Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit 54.728 (Vorjahr 53.659) Mitarbeiter in über 150 Gesellschaften und erwirtschaftete im Jahr 2024 einen Gesamtumsatz von 14,622 (Vorjahr 14,042) Milliarden Euro.<ref name="gen" /> 53 % des Umsatzes machte das Unternehmen in den Ländern Europas.<ref name="gen" /> Das Familienunternehmen wird von den Geschwistern Isolde und Willi Liebherr in zweiter sowie von Sophie Albrecht, Jan Liebherr, Patricia Rüf, Stéfanie Wohlfarth, Philipp Liebherr und Johanna Platt in dritter Generation geführt<ref>Von Generation zu Generation. Abgerufen am 7. Mai 2018.</ref><ref name="gen" /> und gehört zu den 500 größten Familienunternehmen der Welt.<ref>2025 EY and University of St.Gallen Global Family Business 500 Index. In: familybusinessindex.com. Abgerufen am 16. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Im Jahr 1938 übernahm Hans Liebherr in Kirchdorf an der Iller im Landkreis Biberach die Leitung des elterlichen Baugeschäfts. Nach Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg entwickelte er 1949 zur Arbeitserleichterung auf kleinen Baustellen einen mobilen Turmdrehkran (TK 10), der innerhalb weniger Stunden montiert werden konnte. Vorgestellt wurde er im selben Jahr auf der Frankfurter Herbstmesse.<ref name="Zeit74">Rainer Frenkel: Die einfachen Rezepte des Hans Liebherr, Die Zeit vom 18. Oktober 1974.</ref> Die Nachfrage nach dieser Weltneuheit machte aus dem Bauunternehmen den Baumaschinenhersteller Liebherr, der bereits 1950 weitere Modelle in sein Produktprogramm aufnahm.<ref name="museum">Frank Brunecker: Liebherr – Kräne und mehr, Eröffnungsrede zur Ausstellung im Museum Biberach/Riß vom 12. Mai 2005 (PDF; 70 kB).</ref>

Datei:Bauma 2007 Excavator Liebherr 2.jpg
Der 50.000 Mobilbagger der Fa. Liebherr, ein LH 904 in Sonderlackierung auf der Bauma 2007

Als ein 1953 gemieteter Seilbagger ein auffälliges Missverhältnis von Gewicht zu bewegtem Aushub aufwies, nahm Liebherr das zum Anlass, den ersten Hydraulikbagger auf dem Kontinent zu entwickeln. Der L300 wog nur 7,5 Tonnen und konnte durch die Hydraulikzylinder mit größerer Kraft ins Erdreich graben als konventionelle Modelle, die nur mit dem Eigengewicht der Schaufel arbeiteten.

Im selben Jahr wurde Liebherr vom Direktor seiner Hausbank gefragt, ob er an der Übernahme eines zahlungsunfähigen Kühlschrankwerks interessiert sei. Nachdem er sich über Produktionszeiten und Preise der Komponenten erkundigt hatte, baute er 1954 in Ochsenhausen eine eigene Fertigung für selbst entwickelte Kühlschränke auf.

Ebenfalls 1954 baute Liebherr ein zweites Kranwerk in Biberach an der Riß, 1958 hatte das Unternehmen bereits über 2000 Beschäftigte. Im gleichen Jahr wurde die erste Auslandsgesellschaft in Irland gegründet. 1960 begann man in Lindenberg im Allgäu mit der Reparatur von Flugzeugfahrwerken und hydraulischem Gerät für die Bundeswehr. Daraus entstand der Geschäftsbereich Liebherr Aerospace. Im selben Jahr wurde das Werk im österreichischen Bischofshofen für die Produktion von Radladern eröffnet.

Datei:Liebherr t282 1.jpg
Liebherr-Muldenkipper

Im Jahr 1964 hatte das Unternehmen einen Anteil von etwa 60 Prozent an der deutschen Kranproduktion. 1969 begann in Ehingen (Donau) die Fertigung von Fahrzeugkranen, in den 1970er Jahren wurden Werke in den USA (Beginn der Produktion von Muldenkippern) und Brasilien eröffnet.<ref name="museum" /> Ebenfalls Anfang der 1970er Jahre wurden gemeinsam mit anderen Maschinenbauunternehmen in der Sowjetunion Getriebewerke zur Automobilproduktion aufgebaut. 1974 sorgten die Liebherr-Auslandsgesellschaften für 44 Prozent des Umsatzes und für 53 Prozent der Erlöse, der Konzern beschäftigte 8500 Mitarbeiter.<ref name="Zeit74" /> 1982 wurde der Sitz in die Schweiz verlegt, um die Zahlung von Erbschaftsteuer in Deutschland zu vermeiden.<ref>Stefan Lüscher: Deutsche machen die Schweiz reich, bild.de, 3. Januar 2012.</ref>

Als Hans Liebherr 1993 starb, beschäftigte der Konzern allein in Deutschland über 9000 Mitarbeiter und hatte einen Umsatz von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro.<ref>Die reichsten Deutschen: Mit dem Bagger Milliarden geschaufelt. In: Der Spiegel. 10. August 2001, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 24. April 2023]).</ref> Die Unternehmensgruppe wird seitdem in der zweiten und dritten Generation von den Geschwistern Isolde und Willi Liebherr geleitet, die im Jahr 2013 im Verwaltungsrat saßen.<ref>Willi Liebherr. Bloomberg Businessweek, abgerufen am 29. Juni 2013.</ref><ref>Isolde Liebherr. Bloomberg Businessweek, abgerufen am 29. Juni 2013.</ref>

Produkte

Datei:Raupenkran Liebherr LTR 11200.jpg
Raupenkran Liebherr LTR 11200
Datei:Liebherr, IFA 2018, Berlin (P1070080).jpg
Liebherr-Haushaltskühlschrank


Im Besitz der Unternehmensgruppe befinden sich auch sechs Hotels in Österreich, Irland und Deutschland.

Zusammen mit dem Fahrzeugwerk Bernard Krone gründete Liebherr Anfang 2019 die Marke °Celsineo für die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von modularen Kältesystemen für die Kühllogistik.<ref>Liebherr und Krone erfinden die Transportkälte neu, Transport-online.de, 16. März 2019</ref>

Produktionsstandorte

Das Unternehmen produzierte im Jahr 2018 an 43 Standorten in 50 Fabriken in 18 Ländern auf vier Kontinenten. In Deutschland sind die Standorte vor allem in Oberschwaben und im Allgäu angesiedelt.<ref>Fertigungsstandorte der Firmengruppe. Liebherr International S.A., abgerufen am 29. Oktober 2018.</ref>

Land Stadt Produktpalette Gründung Beschäftigte
AlgerienDatei:Flag of Algeria.svg Algerien Ain Smara Erdbewegungsmaschinen 2012
BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Brasilien Guaratinguetá (Werk 1) Bagger, Turmdrehkrane, Radlader und Fahrmischer 1974 1299
Guaratinguetá (Werk 2) Luftfahrtkomponenten 2005 300
BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Bulgarien Plowdiw (Werk 1) Kühl- und Gefriergeräte 1999 1940
Plowdiw (Werk 2) Ausrüstungen für Schienenfahrzeuge 2009 270
China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China Dalian Radlader, Umschlagtechnik, Fahr- und Schwenkantriebe, Hydraulikbagger 2002 260
Zhuji Klimatechnik und Betätigungssysteme für Schienenfahrzeuge 2007 120
Changsha Fahrwerkssysteme für die Luftfahrtindustrie 2012
Xuzhou (Werk 1) Betonmischer 1996 10
Xuzhou (Werk 2) Misch- und Recyclinganlagen 2007 140
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Bad Schussenried Betonmischanlagen, Recyclinganlagen, Fahrmisch-Aufbauten, Förderbänder für Fahrmischer, Steuerungen, Messtechnik, Lkw-Betonpumpen 1954 660
Biberach an der Riß (Werk 1) Liebherr-Werk Biberach – Turmdrehkrane und Mobilbaukrane 1954 1480
Biberach an der Riß (Werk 2) Liebherr-Components Biberach – Großwälzlager, Getriebe und Seilwinden, Steuerungstechnik, elektrische Maschinen 2012 1530
Deggendorf Einspritzsysteme 2015 310
Ehingen Liebherr-Werk Ehingen – Fahrzeug- und Raupenkrane 1969 5000<ref>Liebherr. Abgerufen am 7. März 2024.</ref>
Ettlingen (Werk 1) Verzahnwerkzeuge und CBN-Schleifwerkzeuge 2004 150
Ettlingen (Werk 2) ReMan-, ReBuilt- und Generalüberholungen von Antriebskomponenten 1993 90
Friedrichshafen Betätigungs- und Antriebssysteme für Hubschrauber und Flugzeuge 1999 350
Kempten (Allgäu) Liebherr-Verzahntechnik – Wälzfräsmaschinen, Wälzstoßmaschinen, Wälz- und Profilschleifmaschinen, Verzahnwerkzeuge, Materialfluss- und Handhabungstechnik 1969 1260
Kirchdorf an der Iller (Werk 1) Liebherr-Hydraulikbagger und Liebherr-Logistics – Mobil- und Hydraulikbagger 1949 1540
Kirchdorf an der Iller (Werk 2) Hydraulikzylinder, Gaszylinder und Dämpfer 2014 390
Lindau Baugruppen und Geräte aus dem Bereich elektronische Steuerungen und Gesamtsysteme 2000 580
Lindenberg im Allgäu Liebherr-Aerospace – Fahrwerke, Betätigungssysteme, Flugsteuerungen und Elektronik für Luftfahrzeuge 1960 2700
Neu-Ulm Betonpumpen 2013 100
Ochsenhausen Stand- und Einbaugeräte der Kühl- und Gefriertechnik 1954 1970
Rostock Liebherr-MCCtec Rostock – Hafenmobil-, Off-Shore- und Schiffskrane, Reach-Stacker<ref>Liebherr-MCCtec Rostock GmbH. Abgerufen am 30. Juni 2022.</ref> 2002 1630
FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Colmar (Werk 1) Hydraulikbagger 1961 1360
Colmar (Werk 2) Mining- und Nassbagger 2011 560
Toulouse Klimatisierungssysteme für Luftfahrzeuge 1971 1330
Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien Sunderland Schiffs-, Bohrinsel- und Sonderkrane 1989 200
IndienDatei:Flag of India.svg Indien Bengaluru Verzahnmaschinen 2003 40
Navi Mumbai Betonmischtechnik 2006 170
Pune Turmdrehkrane 2008 160
Aurangabad Kühl- und Gefriergeräte 2018 210
IrlandDatei:Flag of Ireland.svg Irland Killarney Containerverladebrücken, gummibereifte und schienengebundene Stapelkrane 1958 900
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien Collegno Verzahnwerkzeuge 2004 80
MalaysiaDatei:Flag of Malaysia.svg Malaysia Kluang Kühl- und Gefriergeräte für gewerbliche Anwendungen 2007 470
MexikoDatei:Flag of Mexico.svg Mexiko García Komponenten der Antriebstechnik 2009 190
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich Bischofshofen Radlader 1960 1030
Telfs Planier- und Laderaupen, Rohrleger, Teleskoplader 1976 630
Nenzing Hydro-Seilbagger und Raupenkrane, Ramm- und Bohrgeräte 1976 1480
Lienz Standgeräte der Kühl- und Gefriertechnik, Gefriertruhen, Weinkühlschränke, Kühl- und Gefriergeräte für den gewerblichen Einsatz (Mit Ende 2020 sollte die Sparte Haushalts-Gefriertruhen nach Malaysia ausgelagert werden, jedoch gewerbliche Kühl- und Gefriergeräte ausgeweitet werden)<ref>Angst um Arbeitsplätze in Lienz orf.at, 1. März 2020, abgerufen am 1. März 2020.</ref> 1980 1320
Korneuburg Ausrüstungen für Schienenfahrzeuge 1997 230
RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Dserschinsk Stahlbaugruppen für Turmdrehkrane und Erdbewegungsmaschinen 2006 630
Nischni Nowgorod Flugsteuerungs- und Betätigungssysteme 2007 90
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz Bulle Liebherr Machines Bulle – Dieselmotoren für Bau-, Land- und Forstmaschinen, Blockheizkraftwerke, Biogasanlagen und Komponenten der Antriebstechnik (u. a. Axialkolbenmotoren) 1978 1160
SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien Pamplona Turmdrehkrane 1990 250
ThailandDatei:Flag of Thailand.svg Thailand Rayong Fahrmischer und Mischanlagen 1997 220
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten Newport News, Virginia Großmuldenkipper 1995 410
Saline, Michigan Verzahnmaschinen 1986 60

Liebherr-Logistics

Liebherr-Logistics GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Liebherr-Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 2011
Sitz Kirchdorf an der Iller
Leitung Martin Barth

Jörg Ströbele

Mitarbeiterzahl 405 (2024)<ref name="BA">Liebherr-Logistics GmbH – Kirchdorf an der Iller – Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024. In: Unternehmensregister.de. Bundesanzeiger Verlag GmbH, abgerufen am 14. Februar 2026.</ref>
Umsatz 66,7 Mio. Euro (2024)<ref name="BA" />
Branche Logistik
Website Liebherr-Logistics GmbH
Stand: 31. Dezember 2024

Die 2011 gegründete Liebherr-Logistics GmbH ist als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Liebherr-Gruppe für die weltweite Ersatzteilversorgung von Erdbewegungsmaschinen zuständig. Auf einem 360.000 m² großen Areal in Oberopfingen, Kirchdorf an der Iller im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg befindet sich seit Juli 2013 ein Kontinentallager mit 170.000 m² überdachter Hallenfläche sowie einem 4.500 m² großen Verwaltungsgebäude.<ref name="BA" />

In dem 36 Meter hohen Hochregallager befinden sich rund 60.000 Palettenstellplätze und 24 Kommissionierarbeitsplätze. Das Kleinteilelager mit 122.000 Behälterstellplätzen wird in Normalschicht mit acht Kommissionierarbeitsplätzen gefahren. Die Ein- und Auslagerung erfolgt nach dem FIFO-Verfahren. Alle Lieferpositionen werden chargenrein eingelagert, der Output beträgt 3500 Ersatzteilpositionen pro Stunde.<ref>Liebherr eröffnet neues Logistikzentrum in Oberopfingen aufgerufen 8. Mai 2016.</ref>

Liebherr-Hotels

Datei:Aussenansicht Interalpen-Hotel Tyrol.jpg
Interalpen-Hotel Tyrol vor der Hohen Munde

Zur Gruppe gehören unter anderem auch sechs Hotels in Irland, Österreich und Deutschland mit einer Bettenkapazität von insgesamt 1450 Betten. Die Leitung der Sparte Dienstleistungen und somit auch der Hotels übernahm Mitte der 1970er Jahre Isolde Liebherr.<ref>Die Hotels der Firmengruppe. Abgerufen am 1. Juli 2022.</ref>

Land Stadt Name
IrlandDatei:Flag of Ireland.svg Irland Fossa, Killarney The Europe Hotel & Resort
Caragh Lake, Killorglin Ard na Sidhe Country House
Beaufort, Killarney The Dunloe Hotel & Gardens
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich Telfs-Buchen Interalpen-Hotel Tyrol
Schruns Löwen Hotel Montafon
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Memmingen Hotel Falken

Steuer- und Subventionspolitik

1978 gründete Hans Liebherr in Bulle in der Schweiz die Liebherr Machines Bulle S.A.<ref>Firmendaten auf moneyhouse.ch</ref> und verlegte 1982 mit Gründung der Liebherr-International S.A.<ref>Unternehmensdaten auf moneyhouse.ch</ref> den Konzernsitz in die Schweiz, um die Zahlung von Erbschaftsteuer in Deutschland zu vermeiden.<ref>Stefan Lüscher: Deutsche machen die Schweiz reich, bild.de, 3. Januar 2012.</ref> Es ist erklärtes Ziel des Unternehmens, mit Hilfe von staatlichen Subventionen die Risiken zu minimieren.<ref>Wolfgang Remlinger: Erfolgreich Produzieren. Erfolgsfaktoren des Standortes Deutschland am Beispiel der Betriebsansiedlung von Liebherr in Rostock. (PDF; 2,7 MB) Liebherr MCCtec GmbH, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juli 2007; abgerufen am 11. Februar 2017.</ref> So erhielt der Konzern z. B. 2010 für Investitionen in Rostock 28,7 Millionen Euro von der EU,<ref>EU billigt Millionen-Subventionen für Liebherr. Ostsee-Zeitung, 6. Juli 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Februar 2013; abgerufen am 11. Februar 2017.</ref> obwohl er im selben Jahr 494 Millionen Euro Gewinn nach Steuern machte, eine Eigenkapitalquote von 57,7 % aufwies und über 1,2 Milliarden Euro liquide Mittel verfügte.<ref>Konzernabschluss 2010 der Liebherr-International AG, Bulle, abrufbar auf www.bundesanzeiger.de</ref>

Familie Liebherr

Weitere Familienmitglieder des Unternehmensgründers Hans Liebherr (1915–1993), die im Unternehmen tätig sind oder waren, sind seine Kinder:

Das Wirtschaftsmagazin Bilanz schätzt das Vermögen der Familie Liebherr auf 4,5 Milliarden Schweizer Franken.<ref>Stefan Lüscher: Exportschlager Milliardäre, Bilanz, 3. Januar 2012</ref> In der Liste der 500 reichsten Deutschen stand sie im Jahr 2013 auf Platz 11 und 2020 auf Platz 18.

Sportsponsoring

Das Unternehmen ist aktuell der Hauptsponsor der Tischtennisfreunde Ochsenhausen. Seit 2005 sponsert Liebherr zudem die deutsche Nationalmannschaft, auch ist es Partner des Tischtennisweltverbandes ITTF.<ref>tischtennis. Münster 2005,9, S. 4, ISSN 0930-0791</ref> 1997 wurde das Unternehmen auf Vermittlung von Klaus Augenthaler Namens-, Haupt- und Trikotsponsor beim Grazer AK und blieb es bis 2007.

Vorwurf Preisabsprachen 2023

Im April 2023 wurde bekannt, dass dem Unternehmen im Bereich Haushaltsgeräte verbotene Preisabsprache vorgeworfen wird. Im Werk Lienz, Osttirol erfolgte eine Hausdurchsuchung. Liebherr ließ verlauten, dass es mit den Behörden kooperiert.<ref>Hausdurchsuchung bei bekanntem Kühlschrankhersteller. Kurier, 21. April 2023, abgerufen am 1. Januar 2023.</ref>

Literatur

  • 40 Jahre Liebherr-Turmdrehkrane, Liebherr, Biberach an der Riss 1989, DNB 911376046.
  • Frank Brunecker (Hrsg.): Liebherr – Kräne + mehr. Museum Biberach / Biberacher Verlags-Druckerei, Biberach 2005, ISBN 3-933614-19-8 (Ausstellungskatalog Braith-Mali-Museum, Biberach an der Riß).
  • Stephan Bergerhoff, Heinz-Gert Kessel, Pius Meyer: Turmdrehkrane, über 100 Jahre auf Baustellen in aller Welt, Podszun, Brilon 2010, ISBN 978-3-86133-560-3.
  • Konstantin Hellstern, Oliver Thum: Liebherr-Großkrane: LTM 1800, LG 1550, LTR 1800, LR 1550, Podszun, Brilon 2011, ISBN 978-3-86133-588-7.
  • Dirk P. Moeller: Kran- und Baumaschinenmuseum: Von der Idee zur Wirklichkeit. In: Stahlbau Nr. 4, 2012, Ernst & Sohn, Berlin 2012, ISSN 0038-9145.
  • Ulf Böge, Rainer Volkwein: Liebherr – Erfolgsgeschichte der Hydraulikbagger. Band 1, Podszun, Brilon, 2019, ISBN 3-86133-940-4.
  • Ulf Böge, Rainer Volkwein: Liebherr – Erfolgsgeschichte der Hydraulikbagger. Band 2, Podszun, Brilon, 2021, ISBN 3-86133-983-8.

Weblinks

Commons: Liebherr – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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