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Tukane

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Tukane
Datei:Ramphastos swainsonii -Jacksonville Zoo-8a.jpg

Swainson-Tukan (Ramphastos swainsonii)

Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Spechtvögel (Piciformes)
Familie: Tukane
Wissenschaftlicher Name
Ramphastidae
Vigors, 1825

Die Tukane (Ramphastidae) sind eine Vogelfamilie aus der Ordnung der Spechtvögel (Piciformes). Die Familie umfasst sechs Gattungen und über 40 Arten. Kleinere Arten werden meist als Arassari bezeichnet.

Körperbau

Tukane sind mittelgroße bis große, kurzflügelige und relativ langschwänzige Vögel mit 35–65 cm Körperlänge. Das auffälligste Merkmal ist der riesige, aber leichtgewichtige, am Rand gesägte und prächtig gefärbte Schnabel (ῥαμφἀστος ramphastos bedeutet etwa „Großschnabel“). Er dient unter anderem der Kontrolle des Wärmehaushaltes, indem die Blutzufuhr zum Schnabel je nach Umgebungstemperatur verringert (niedrige Umgebungstemperatur) oder erhöht (hohe Umgebungstemperatur) wird. Die nicht isolierte Oberfläche des Schnabels wirkt bei hohen Außentemperaturen wie ein Kühlradiator, der überschüssige Körperwärme abführt.<ref>BBC: Hot secret behind toucan’s bill. Abgerufen am 1. Juli 2010.</ref><ref>Glenn J. Tattersall, Denis V. Andrade, Augusto S. Abe, (2009): „Heat Exchange from the Toucan Bill Reveals a Controllable Vascular Thermal Radiator“, Science 24 Juli 2009: Vol. 325. Nr. 5939, S. 468–470 doi:10.1126/science.1175553.</ref> Das Gefieder weist bei vielen Arten knallig bunte Farben auf, die oft mit glänzend schwarzen Gefiederpartien kontrastieren. Sehr häufig sind Gelbtöne zu finden.

Der Bau der Füße entspricht dem der anderen Spechtvögel mit zwei nach vorn und zwei nach hinten gerichteten Zehen.

Datei:Gray-breasted Mountain-Toucan (Andigena hypoglauca).jpg
Blautukan (Andigena hypoglauca)
Datei:Tucaneta verde (8709417988).jpg
Laucharassari (Aulacorhynchus prasinus)

Verbreitung und Lebensraum

Die Tukane kommen in den tropischen Regionen von Mittel- und Südamerika vor. Sie sind vom südlichen Mexiko bis ins südöstliche Brasilien und in die Provinz Misiones im nordöstlichen Argentinien verbreitet, wo noch die Subtropen erreicht werden. Auf den karibischen Inseln kommen sie nur auf Trinidad vor.

Tukane sind reine Baumbewohner und besiedeln verschiedene Typen von tropischen und subtropischen Wäldern, von tropischen Regenwäldern des Tieflands bis zu Bergregenwäldern. In letzteren kommen besonders Arten der Gattungen Andigena und Aulacorhynchus vor.

Ernährung

Die Tukane ernähren sich vorwiegend von Früchten, nehmen aber auch Insekten, Spinnentiere und sogar kleine Reptilien oder Säugetiere zu sich. Manchmal rauben sie auch Vogelnester aus. Insbesondere bei den Ramphastos-Arten spielt tierische Nahrung eine größere Rolle. Bei in Gefangenschaft gehaltenen Tukanen dieser Gattung hat man mehrfach beobachtet, wie sie auf kleinere Singvogelarten Jagd machten. Der Goldkehltukan wurde bereits dabei beobachtet, wie er ein Rostbrust-Zahnhabicht-Weibchen vom Nest verscheuchte, um anschließend das Gelege zu fressen. Auch eine gemeinschaftliche Jagd mit dem Partnervogel nach Eidechsen wurde bei dieser Art bereits beobachtet.<ref>Short et al., S. 431</ref>

Fortpflanzung

Tukane leben monogam und nisten in Baumhöhlen. Das Weibchen legt zwei bis vier weiße Eier. Die Eier werden zwei bis drei Wochen lang bebrütet. Die Jungvögel sind nach sechs bis neun Wochen flugfähig. Beide Eltern kümmern sich um den Nachwuchs.

Gattungen und Arten

Phylogenetische Systematik der Tukane nach Ostrow et al.<ref name="Ostrow et al." />

 Tukane 



Grünarassaris (Aulacorhynchus)


   


Kurzschnabeltukane (Selenidera)


   

Blautukane (Andigena)


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Gelbohrarassari (Selenidera spectabilis)


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Schwarzarassaris (Pteroglossus)


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Ramphastos


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Tukan-Bartvögel (Semnornithidae)


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Vorlage:Klade/Wartung/Style
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Datei:Pale-mandibled Aracari JCB.jpg
Hellschnabelarassari (Pteroglossus erythropygius)
Datei:GIPE25 - Un Toucan toco (by-sa).jpg
Riesentukan (Ramphastos toco)
Datei:Yellow-eared Toucanet.jpg
Gelbohrarassari (Selenidera spectabilis)

Wie das oben dargestellte Kladogramm zeigt, ist die Gattung Selenidera nicht monophyletisch, da der Gelbohrarassari basal zu einer gemeinsamen Klade der übrigen Kurzschnabeltukane mit den Blautukanen (Andigena) steht.<ref name="Ostrow et al." />

Literatur

  • Lester L. Short und Jennifer F. M. Horne: Toucans, Barbets and Honeyguides – Ramphastidae, Capitonidae and Indicatoridae. Oxford University Press, Oxford 2001, ISBN 0-19-854666-1.
  • Strater, Tex: Tukan Lexikon – für den Freund, Halter und Züchter. Eigenverlag 2000, 312 S., durchg. Abb., Gebunden Lex8°.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Ostrow et al.">Emily N. Ostrow, Therese A. Catanach, John M. Bates, Alexandre Aleixo und Jason D. Weckstein: Phylogenomic analysis confirms the relationships among toucans, toucan-barbets, and New World barbets but reveals paraphyly of Selenidera toucanets and evidence for mitonuclear discordance. Ornithology, 2023, 140, 1–13, doi: 10.1093/ornithology/ukad022</ref> </references>

Weblinks

Commons: Tukane (Ramphastidae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien