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PrivatAir

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Privatair SA
Das Logo der PrivatAir
Airbus A319 der deutschen PrivatAir GmbH
IATA-Code: PV
ICAO-Code:
  • PTI
    Privatair SA
  • PTG
    Privatair GmbH
  • PVS
    Privatair Saudi Arabia<ref name="Doc8585"></ref>
Rufzeichen:
  • PRIVATAIR
    Privatair SA
  • PRIVATJET
    Privatair GmbH
  • PASA
    Privatair Saudi Arabia<ref name="Doc8585" />
Gründung: 1977
Betrieb eingestellt: 2018
Sitz: SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg  Meyrin
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg  Düsseldorf
Heimatflughafen: Genf
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Leitung: Thomas Limberger (Chairman)<ref name="pa-organigrams">PrivatAir – Whos-who. PrivatAir, abgerufen am 19. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Allianz: AirClub
Flottenstärke: 8
Ziele: international
Website: www.privatair.com
Privatair SA hat den Betrieb 2018 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Privatair SA, im Aussenauftritt PrivatAir, war eine Schweizer Linien- und Charterfluggesellschaft, die auch Geschäftsreiseflugzeuge betrieb und ihren Sitz in Meyrin hatte.<ref>Registre du Commerce du Canton de Genève – PrivatAir SA. Eintragung im Handelsregister des Kantons Genf. 19. November 2017, abgerufen am 19. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> PrivatAir operierte international unter einer deutschen und Schweizer Lizenz (AOC).

Geschichte

Datei:Privatair HQ Geneva.png
Der Sitz von PrivatAir in Meyrin

PrivatAir wurde 1977 als Firmenflugbereich der Unternehmensgruppe der Familie Latsis unter dem Namen Petrolair gegründet. Im Jahr 1979 begann man den Flugverkehr mit einer Boeing 737-200 und bot Geschäftsreiseflüge an. Im Jahr 1989 kamen eine Boeing 757 und eine Gulfstream IV hinzu und der Name wurde auf PrivatAir geändert.<ref name="never-sold"></ref> Am 1. Juni 1995 wurde die Gesellschaft dann vom Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt als kommerzielle Fluggesellschaft lizenziert.

Seit Februar 2002 betrieb die Gesellschaft ein eigenes Terminal am Flughafen Genf.

Von Juni 2002 bis Juni 2008 betrieb Privatair im Auftrag der Lufthansa einen Nonstop-Transatlantik-Dienst von Düsseldorf nach Newark bei New York City. Zur Aufnahme war dies der erste Transatlantikflug, der ausschliesslich mit Business Class abhob.<ref name="never-sold" /> Zu diesem Zweck wurde die deutsche Tochtergesellschaft PrivatAir GmbH mit Sitz in Düsseldorf gegründet, die nicht nur die vier Airbus in eigener Verantwortung betrieb, sondern teilweise auch die Wartung mit eigenem Personal durchführte. Jene Flugzeuge wurden durch drei Boeing Business Jets ersetzt.<ref name="luftfahrtch">PrivatAir SA. (PDF; 511 kB) Luftfahrt.ch, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Oktober 2014; abgerufen am 20. Februar 2012.</ref>

Von 2003 bis 2008 führte PrivatAir für Airbus den Charterverkehr zwischen den Werksstandorten Hamburg-Finkenwerder und Toulouse durch. Dieser wurde anschliessend durch die Ostfriesische Lufttransport (OLT) übernommen.<ref name="never-sold" /> Zusätzlich flog die PrivatAir Linienflüge auf Routen für grosse Luftfahrtgesellschaften wie Lufthansa (FrankfurtPune, New York, Nairobi, Khartum oder Accra), SAS (KopenhagenBoston) und Saudi Arabian Airlines (DschiddaRiad).

Im November 2016 wurde die Gesellschaft mehrheitlich (51 %) von der britischen Investmentgesellschaft SilverArrow Capital übernommen.<ref>Wallstreet-online.com Artikel vom 27. Oktober 2016 "SilverArrow Acquires Majority Share of PrivatAir in Switzerland"</ref> Seit 2017 flog die PrivatAir zusätzlich auch für Konzerne wie TUIfly und Eurowings auf ausgesuchten Linien.<ref>Eurowings fliegt mit Boeing 767 in Karibik Aerotelegraph.com, Artikel vom 25. Oktober 2017</ref><ref>Ab Düsseldorf: Eurowings fliegt mit Boeing 767 in Karibik | aeroTELEGRAPH. In: aeroTELEGRAPH. 25. Oktober 2017 (aerotelegraph.com [abgerufen am 19. November 2017]).</ref>

Am 10. Oktober 2018 wurde im Schweizerischen Handelsamtsblatt ein Beschluss eines Genfer Gerichts vom 24. September desselben Jahres veröffentlicht, wonach über die Schweizer PrivatAir das Konkursverfahren eröffnet worden sei. Zuvor hatte Lufthansa die Bedienung der Verbindung Frankfurt – Pune selbst übernommen. PrivatAir dementierte diesen Beschluss und sprach von einer Fehlinformation, während Thomas Limberger als Verwaltungsratspräsident des Unternehmens betonte, dass sich die Fluggesellschaft nach Jahren operativer Verluste gegenwärtig in einer Restrukturierungsphase befände.<ref>Stefan Eiselin: Aufruhr um Gerichtsbeschluss zu Privatair. In: aeroTELEGRAPH. 19. Oktober 2018, abgerufen am 26. Oktober 2018.</ref><ref>Stefan Eiselin: «Privatair ist wieder in der Lage, für Lufthansa zu fliegen». In: aeroTELEGRAPH. 23. Oktober 2018, abgerufen am 26. Oktober 2018.</ref><ref>Mutation Privatair SA in Liquidation, Baar HR02-1004473590. (PDF) In: Schweizerisches Handelsamtsblatt SHAB. Bundesamt für Justiz (BJ), Eidgenössisches Amt für das Handelsregister, 10. Oktober 2018, abgerufen am 5. Dezember 2018.</ref> Während das zuständige Gericht nach einer Beschwerde seitens der PrivatAir die Insolvenz am 15. Oktober wieder aufhob, entzog das Luftfahrt-Bundesamt der deutschen Tochtergesellschaft gegen Ende Oktober 2018 infolge der Entwicklungen das Luftverkehrsbetreiberzeugnis; PrivatAir kündigte an, sich um eine Reaktivierung zu bemühen.<ref>Stefan Eiselin: Lizenz von Privatair in Deutschland suspendiert. In: aeroTELEGRAPH. 31. Oktober 2018, abgerufen am 31. Oktober 2018.</ref>

Am Abend des 5. Dezembers 2018 gab Privat Air jedoch sowohl für die Schweizer Muttergesellschaft als auch für die deutsche Tochter den Eintritt in das Insolvenzverfahren bekannt und begründete dies mit den Geschehnissen der vorangegangenen Wochen.<ref>Stefan Eiselin: Privatair ist pleite. In: aeroTELEGRAPH. 5. Dezember 2018, abgerufen am 5. Dezember 2018.</ref><ref>Press Release. In: privatair.com. Privatair SA, 5. Dezember 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Dezember 2018; abgerufen am 5. Dezember 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flotte

Datei:Boeing 737-7CN BBJ, PrivatAir (Lufthansa) AN1505241.jpg
Eine für Lufthansa betriebene Boeing 737-700BBJ der Schweizer PrivatAir SA, Februar 2009

Schweizer PrivatAir

Mit Stand Oktober 2018 waren auf die Schweizer PrivatAir keine größeren Geschäftsreiseflugzeuge mehr registriert.<ref>ch-aviationPrivatAir (Switzerland) (englisch), abgerufen am 26. Oktober 2018</ref>

Deutsche PrivatAir

Mit Stand Oktober 2018 bestand die Flotte der deutschen PrivatAir aus sechs Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 15,9 Jahren:<ref>ch-aviationPrivatAir (Germany) (englisch), abgerufen am 26. Oktober 2018</ref>

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen
Airbus A319-100 3 betrieben für Saudia Private Aviation, 1 inaktiv
Boeing 737-700BBJ 2 inaktiv
Embraer Lineage 1000 1 Geschäftsreiseflugzeug betrieben für die Al Fahim Group; inaktiv
Summe 6

Saudische PrivatAir

Mit Stand Oktober 2018 bestand die Flotte der saudischen PrivatAir aus zwei Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 17,5 Jahren:<ref>ch-aviationPrivatAir Saudi Arabia (englisch), abgerufen am 26. Oktober 2018</ref>

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen
Boeing 737-800BBJ 2 Boeing Business Jet mit Winglets; 1 betrieben durch Oger Aviation

Siehe auch

Weblinks

Commons: PrivatAir – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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