Zum Inhalt springen

Sarah Viktoria Frick

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. Februar 2026 um 19:58 Uhr durch ~2025-39401-75 (Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Nestroy 2010 (35) Sarah Viktoria Frick.jpg
Sarah Viktoria Frick mit dem gewonnenen Nestroy-Theaterpreis als beste Nachwuchsschauspielerin (2010)

Sarah Viktoria Frick (* 28. Juli 1982 in Chur<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Agenturprofil (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) auf divina.at</ref>) ist eine schweizerisch-liechtensteinische Schauspielerin. Einen Namen machte sie sich vor allem durch ihre mehrjährige Zusammenarbeit mit dem deutschen Theaterregisseur David Bösch. Seit 2009 ist sie Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters.<ref>Sarah Viktoria Frick beim Wiener Burgtheater, abgerufen am 8. August 2022</ref>

Biografie

Die Tochter eines technischen Zeichners wuchs in einer kleinen Ortschaft mit drei älteren Geschwistern auf,<ref name="Petsch">Petsch, Barbara: Hebamme, Maurer – Mimin, Mama. In: Die Presse, 27. Oktober 2009, S. 27.</ref> die alle künstlerische Berufe ergriffen.<ref>Mottinger, Michaela: "Heilsarmeekostümchen trägt sie keines". In: Kurier, 28. Oktober 2010, S. 30.</ref> Sarah Viktoria Frick hatte ursprünglich geplant, Hebamme zu werden, später Maurerin.<ref name="Petsch" /> Nachdem sie das Gymnasium im Alter von 16 Jahren abgebrochen hatte, arbeitete sie einen Sommer lang auf einer Rinderalm.<ref name="Cerny">Cerny, Karin: Kleine Störungen. In: profil, 23. Oktober 2009, Nr. 44/09, S. 105.</ref> Durch Besuche von Laientheateraufführungen lokaler Vereine, in denen u. a. ihre Schwester mitgewirkt hatte, fand Frick Gefallen an der Schauspielerei und bewarb sich bei den umliegenden Schauspielschulen in Bern, Zürich und München. Mit 17 Jahren gelangte sie beim Vorsprechen der Münchner Otto-Falckenberg-Schule bis in die Endrunde, wo sie jedoch als zu jung abgelehnt wurde. Bald darauf wurde Frick an der Hochschule für Musik und Theater Zürich angenommen, wo sie von 2000 bis 2004 studierte.<ref name="Schürmann">Schürmann, Martina: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Widerspenstigen Kennung (Memento vom 25. Dezember 2015 im Internet Archive) bei kulturwest.de, 01/2009 (abgerufen am 12. Oktober 2011).</ref><ref>Sarah Viktoria Frick bei Filmmakers, abgerufen am 26. Juni 2023</ref>

Während ihrer Schauspielausbildung in Zürich lernte Frick David Bösch kennen, der an derselben Hochschule sein Regiestudium absolvierte. Bösch besetzte sie mit mehreren Kommilitonen in seiner freien Büchner-Variante Leonce und Lena – a better day. Für die weibliche Hauptrolle der Lena gewann Frick den Darstellerpreis auf dem Treffen deutschsprachiger Schauspielstudierender in Graz 2003. Im selben Jahr beendete sie ihre Schauspielausbildung mit dem Diplom<ref>Preis für Jungschauspieler. In: Neue Luzerner Zeitung, 3. November 2003, S. 13.</ref> und wurde mit dem Förderpreis der Theaterhochschule von Zürich, dem Oprecht-Preis, ausgezeichnet.<ref>Pro Helvetia und Migros unterstützen Verlage. In: Tages-Anzeiger, 12. November 2033, S. 55.</ref> Daraufhin folgten Gastengagements am Theater am Neumarkt Zürich (als Andreja in Biljana Srbljanovićs Familiengeschichte Belgrad) und am Stadttheater Bern, wo Frick u. a. als Mitzi in Franz Xaver KroetzDer Drang erneut unter der Regie David Böschs agierte.

2005 folgte die Schauspielerin David Bösch als festes Ensemblemitglied ans Schauspiel Essen, wo sie auch auf die früheren Studienkollegen und Bösch-Darsteller Lukas Graser und Nicola Mastroberardino traf. Mit dem Regisseur teile Frick laut eigenen Angaben den gleichen Humor und eine ähnliche Fantasie im Spiel mit den Geschichten, die man erzählen wolle.<ref name="Cerny" /> Sie avancierte in der Folge zur Muse Böschs, der sie in mehr als ein Dutzend Theaterstücken besetzte. Frick gilt als improvisationsfreudig,<ref name="Schürmann" /> ihr Spiel als körperlich und modern.<ref>Kralicek, Wolfgang: Bühne statt Bank. In: Kultur Spiegel, 27. September 2010, Nr. 10, S. 50.</ref> Gleichzeitig entwickelte sie in Essen eine Vorliebe für widerspenstige Figuren bzw. radikale Außenseiter („Die Figuren müssen schon eine kleine Störung haben, damit ich sie richtig gern habe“).<ref name="Cerny" /> Erfolg war Frick bereits in Böschs Antrittsinszenierung in Essen beschieden. In dessen Version von William Shakespeares Ein Sommernachtstraum (2005) stellte sie den Puck als trotzigen Teenager und Horrorfilm-Fan dar, was ihr den Nachwuchsdarstellerpreis der nordrhein-westfälischen Kritiker einbrachte.<ref>Hoffmans, Christiane: Das Wichtigste aus Nordrhein-Westfalen. In: Welt am Sonntag, 27. August 2006, Nr. 35/2006, S. NRW1.</ref> Böschs Version von Ferenc Molnárs Liliom (2007), in der sie die Julie gab, wurde im Jahr darauf zur besten Inszenierung in Nordrhein-Westfalen gekürt.<ref name="Schürmann" /> Ferner interpretierte sie Heinrich von Kleists Das Käthchen von Heilbronn (2006) als moderne Stalkerin, die Antigone von Sophokles (2008) als pubertäre Amokläuferin.<ref name="Cerny" />

2009 wechselte Frick als Ensemblemitglied an das Wiener Burgtheater und wurde in der Folgezeit von der österreichischen Tageszeitung Die Presse als interessantester Neuzugang von Intendant Matthias Hartmann bewertet.<ref>Mayer, Norbert: Reife Leistung in Teenager-Rollen. In: Die Presse, 1. Januar 2011, S. 42.</ref> Bereits ihr Einstand mit verschiedenen Rollen in Dea Lohers Adam Geist (2009), erneut unter der Regie von David Bösch, brachte ihr den Nestroy-Theaterpreis als beste Nachwuchsschauspielerin ein. In der Spielzeit 2010/11 folgten u. a. die Titelrolle in Bertolt Brechts Die heilige Johanna der Schlachthöfe (Regie: Michael Thalheimer) sowie die Beppi in Franz Xaver Kroetz’ Stallerhof (Regie: David Bösch). Letztgenannte Rolle, vom Standard als „großes Kunststück“<ref>Pohl, Ronald: Luftsprünge eines Erdgeistes. In: Der Standard, 12. Dezember 2010, S. 16.</ref> gelobt, brachte ihr 2011 den Nestroy-Theaterpreis als beste Schauspielerin ein.<ref name="kurier" />

2013 und 2014 stand Sarah Viktoria Frick als Gute Werke in der Jedermann-Inszenierung bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne. Im Jahr 2023 spielte sie wiederum an den Salzburger Festspielen, diesmal in den Rollen Gott und Teufel.

Sarah Viktoria Frick ist Mutter eines Kindes, dessen Patenonkel David Bösch ist.<ref name="kurier">Nestroy-Preis an Sarah Viktoria Frick. In: kurier.at. 14. November 2011, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. November 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/kurier.at (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Parallel zu ihrer Theaterarbeit übernahm sie Rollen in den Schweizer Filmproduktionen Lago mio (2005) und Das Geheimnis von Murk (2008).

Theater (Auswahl)

Burgtheater<ref>https://www.burgtheater.at/ensemble/sarah-viktoria-frick</ref>

Salzburger Festspiele

Filmografie

Hörspiele

  • 2014: Thobias Lambrecht, Franziska Müller: Die Napoleon Bonapartefrau – Regie: Johannes Mayr (Hörspiel – SRF)

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 2000: Birgit Minichmayr | 2001: Georg Staudacher und Mareike Sedl | 2002: Johanna Wokalek | 2003: Gertrud Drassl | 2004: Xaver Hutter | 2005: Stefano Bernardin | 2006: Nuran David Calis | 2007: Katharina Straßer | 2008: Sebastian Wendelin | 2009: Gerrit Jansen | 2010: Sarah Viktoria Frick | 2011: Franziska Hackl | 2012: Miloš Lolić | 2013: Stefan Rosenthal | 2014: Raphaela Möst | 2015: Stefanie Reinsperger und Benedikt Paulun | 2016: Julia Gräfner und Luka Dimic | 2017: Maresi Riegner und Felix Hafner | 2018: Lara Sienczak und Peter Fasching | 2019: Anna Rieser und Moritz Beichl | 2020: Bérénice Hebenstreit und Mathias Spaan | 2021: Paula Nocker und Gregor Schulz | 2022: Rieke Süßkow und Felix Kammerer | 2023: Tommy Fischnaller-Wachtler und Selma Kay Matter | 2024: Irem Gökçen und Leonie Lorena Wyss | 2025: Pauline Großmann und Lena Riemer Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 2000: Birgit Doll | 2001: Judith Engel | 2002: Ulli Maier | 2003: Maria Happel | 2004: Birgit Minichmayr | 2005: Sunnyi Melles | 2006: Edith Clever | 2007: Sylvie Rohrer | 2008: Regina Fritsch | 2009: Birgit Minichmayr | 2010: Kirsten Dene | 2011: Sarah Viktoria Frick | 2012: Dörte Lyssewski | 2013: Christiane von Poelnitz | 2014: Nicole Heesters | 2015: Elisabeth Orth | 2016: Sona MacDonald | 2017: Andrea Jonasson | 2018: Caroline Peters | 2019: Steffi Krautz | 2020: Caroline Peters | 2021: Lina Beckmann | 2022: Sarah Viktoria Frick | 2023: Saioa Alvarez Ruiz | 2024: Julia Edtmeier | 2025: Julia Riedler Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein