Hagi-Keramik
Die Hagi-Keramik ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Hagi-yaki) stammt aus der japanischen Präfektur Yamaguchi. Das Steinzeug zeichnet sich durch eine helle Glasur mit Craquelée-Muster ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kannyū) aus. Bei der Hagi-Keramik handelt es sich zumeist um kunsthandwerkliches Teegeschirr für den Alltagsgebrauch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), chadōgu), Blumenvasen sowie Sake-Gefäße. In kleinerer Anzahl finden sich auch Figuren sowie Wasserbehälter ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), mizusashi).
Oft weisen die Teeschalen eine Kerbe im Fuß auf. Es handelt sich dabei nicht um eine vorsätzliche „Beschädigung“ der Ware durch die Hersteller, um diese eigentlich den höheren Gesellschaftsmilieus vorbehaltenen Produkte auch dem gemeinen Bürger verkaufen zu können, sondern sie diente dazu, mehrere Schalen ineinander zu stapeln und mit einer Schnur aus Pflanzenfasern zusammenzubinden.<ref name="jaanus">Eintrag zur Hagi-Keramik beim {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).</ref>
Mit dem Gebrauch zur Teezubereitung „reift“ die Hagi-Keramik. Indem sich Gerbstoff-Anteile im Craquelée-Muster festsetzen, tritt dieses nach und nach noch deutlicher hervor. Auf dem Foto ist als für Japan typische Besonderheit zu erkennen, dass die Schalen unterschiedliche Größen aufweisen; hierbei gilt traditionell, dass die größere Schale für den Mann reserviert ist, die kleinere hingegen für die Frau.
Die Keramik hat wie auch die Stile Karatsu, Agano, Satsuma, Takatori und Arita ihre Ursprünge in der koreanischen Töpferkunst, da nach der Invasion Koreas 1596 durch die Armee Toyotomi Hideyoshis im Imjin-Krieg Handwerker nach Japan verschleppt wurden.<ref>"Japan, 1400–1600 A.D."; in: Heilbrunn Timeline of Art History. New York: The Metropolitan Museum of Art, Oktober 2002.</ref><ref name="Yellin">Robert Yellin, Hagi Ware: 400 Years of Tradition and Innovation, The Japan Times, 13. Januar 2001.</ref>
Als Begründer des Hagi-Stils gelten die zwei koreanischen Brüder I Chak-kwang ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), jap. Lesung: Ri Shakkō) und I Kyung ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), jap. Lesung: Ri Kei) sowie I Chak-kwangs Sohn Yamamura Shimbē Mitsumasa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), die um 1604 (Keichō 9) in Matsumoto-Nakanokura in der Nähe Hagis tätig waren. Beschäftigt wurden sie von Mōri Terumoto ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) aus Hagi, da es in der Edo-Zeit üblich war, dass der Daimyō die erforderlichen Brennöfen besaß. I Kyung erhielt nach dem Tod seines älteren Bruders den japanischen Ehrennamen Saka Kōraizaemon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)); er und Yamamura begründeten den Fukagawa-Hagi-Brennofen. 1663 entstand der Matsumoto-Hagi-Brennofen von Miwa Kyūsetsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).<ref name="crueger"/> Die ersten Teeschalen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), chawan) waren einfache Kopien von koreanischen Tee- und Reisschalen der Joseon-Dynastie. Einen gewissen Einfluss hatten auch die schuhförmigen Schalen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kutsugata) des japanischen Teemeisters Furuta Oribe ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Doch erreichten sie auch nicht die gewundene Asymmetrie von dessen Momoyama-Mino-Keramik.<ref>Beispiele dieser Art Keramik.</ref><ref name="Yellin" /> Hagi-Keramik bis zu Saka Kōraizaemon III. wird in der Regel als ko-Hagi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „alte Hagi[-Keramik]“) bezeichnet.<ref name="crueger">Anneliese und Wulf Crueger: Wege zur japanischen Keramik. 2. Auflage. Ernst Wasmuth Verlag, Tübingen, Berlin 2012, ISBN 978-3-8030-3359-8, S. 105–111.</ref>
Das Neuartige der Hagi-Keramik für die japanische Keramikkunst bestand auch in der Verwendung von Glasur.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einführung auf der Website der Association for the Promotion of Traditional Craft Industries ( des Vorlage:IconExternal vom 18. April 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Hagi-Keramik-Teeschalen werden selten von gemalten Motiven geziert. Ihre Farb- und Strukturvarianz erhalten die Produkte zum einen durch den 1717 entdeckten Ton namens daidō tsuchi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – oder seiner Mischung mit dem hitzebeständigeren mitake tsuchi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – und zum anderen durch den mit Kiefernholz befeuerten Brennvorgang. Weitere Nuancen kommen durch die auf Holz- oder Reisstrohasche (warabai) basierte Glasur ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), isabaiyū respektive {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), shirohagi gusuri) zustande.<ref name="jaanus" /> Hagi-Keramik wird abhängig von der Objektgröße zwischen 14 und 40 Stunden in einem Hangofen bei 1180 bis 1340 °C gebrannt.<ref name="crueger" />
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- S. Noma (Hrsg.): Hagi ware. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 485.
Weblinks
- hagiyaki im Japanese Architecture and Art Net Users System (englisch)