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Haveri

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Haveri
ಹಾವೇರಿ
Staat: IndienDatei:Flag of India.svg Indien
Bundesstaat: Karnataka
Distrikt: Haveri
Subdistrikt: Haveri
Lage: 14° 48′ N, 75° 24′ OKoordinaten: 14° 48′ N, 75° 24′ O
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Höhe: 570 m
Fläche: 26,2 km²
Einwohner: 67.102 (2011)
Bevölkerungs-
dichte
:
2561 Ew./km²
Haveri – Siddheshwara-Tempel
Haveri – Siddheshwara-Tempel
Haveri – Siddheshwara-Tempel
Datei:Open mantapa facing sanctum in the Siddhesvara temple at Haveri.jpg
Vorhalle (mandapa)

Haveri (Kannada: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine Stadt mit rund 80.000 Einwohnern im indischen Bundesstaat Karnataka. Sie ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Distrikts.

Lage und Klima

Haveri liegt im nördlichen Zentral-Karnataka ungefähr 335 km (Fahrtstrecke) nordwestlich von Bengaluru und 80 km südlich von Hubballi-Dharwad in einer Höhe von rund 570 m auf dem Dekkan-Plateau. Das Klima ist warm; Regen (ca. 800–1000 mm/Jahr) fällt nahezu ausnahmslos in der sommerlichen Monsunzeit.

Bevölkerung

Jahr 1991 2001 2011
Einwohner 45.295 55.913 67.102<ref>Haveri – Karte + Fakten</ref>

Der städtische Bevölkerungszuwachs beruht im Wesentlichen auf der Zuwanderung aus ländlichen Regionen. Ca. 70 % der mehrheitlich Kannada sprechenden Bevölkerung sind Hindus und etwa 27 % sind Moslems; andere Religionen (Jains, Sikhs, Buddhisten, Christen etc.) bilden zahlenmäßig kleine Minderheiten. Der männliche Bevölkerungsanteil ist nur geringfügig höher als der weibliche.<ref>Haveri – Census 2011</ref>

Wirtschaft

Das Umland ist noch immer agrarisch orientiert, wobei die über Jahrhunderte existierende Selbstversorgungswirtschaft mit dem Aufkommen besserer Transportbedingungen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts mehr und mehr durch marktwirtschaftliche Elemente abgelöst wurde. In der Stadt selbst entwickelten sich regionales Handwerk, Kleinhandel und Dienstleistungen aller Art (z. B. im Gesundheits-, Ausbildungs- und Transportwesen)

Geschichte

Ort und Tempel gehörten im Mittelalter zur Einflusssphäre der westlichen Chalukya-Dynastie; im 14. Jahrhundert übernahm das Vijayanagar-Reich die Macht, welches von den vereinten Dekkan-Sultanaten in der Schlacht von Talikota (1565) besiegt wurde. Seit dem 18. Jahrhundert kontrollierten die Briten auch den Süden Indiens.

Sehenswürdigkeiten

  • Hauptsehenswürdigkeit der Stadt ist der Siddheshwara-Tempel aus der Chalukya-Zeit des frühen 12. Jahrhunderts. Er ist nach Osten, d. h. in Richtung der aufgehenden Sonne gewandt und zeigt bereits alle Elemente, die auch bei den zumeist späteren Hoysala-Tempeln zum Tragen kommen: eine reich gegliederte Cella (garbhagriha) mit Turmaufbau (vimana), ein kleiner Vorraum (antarala oder sukhanasi) sowie eine kleine quergelagerte Vorhalle (mandapa) und eine – wahrscheinlich später – hinzugefügte, im Grundriss nahezu sternförmige große Vorhalle mit breiten Balkonöffnungen. Die Außenwände der Cella sind reich mit Figuren und turmartigen Reliefs geschmückt; die weit geöffnete Vorhalle zeigt außer den gedrechselten und beschnitzten Specksteinsäulen und den reich verzierten Deckenkompartimenten im Innern nur wenig Schmuck. Die eigentliche Cella ist durch ein Steingitter (jalis) vom Vorraum abgetrennt.
  • Neben dem Tempel steht eine schriftlose spätmittelalterliche Heldenstele (hero stone) mit Shiva-Lingam (oben), sitzendem Jain-Tirthankara (Mitte) und einer Kriegsszene (unten).
Umgebung
  • Ca. 52 km nordöstlich liegt der Ort Galaganatha mit dem regional bedeutsamen mittelalterlichen Galageshwar-Tempel.

Weblinks

Commons: Haveri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />