Zum Inhalt springen

Paul Ruggli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 11:22 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Paul Emil Ruggli (* 26. Februar 1884 in Montevideo, Uruguay; † 4. September 1945 in Basel) war ein Schweizer Chemiker.

Leben

Seine Eltern waren heimatberechtigt in Hauptwil im Thurgau. Sein Vater arbeitete in der pharmazeutischen Industrie in Montevideo. Nach dessen frühem Tod zog seine Mutter mit ihm zunächst nach Zürich, dann nach Wiesbaden, wo er 1903 das Abitur absolvierte. Er studierte Chemie an den Universitäten München und Leipzig und wurde 1908 in Leipzig bei Arthur Hantzsch mit einer Arbeit zur Konstitution der Trithiocyanursäure und der Thiooxanilide promoviert.<ref>s. Universitätsarchiv Leipzig, Sign.: Phil.Fak. B 130.</ref> Nach einem kurzen Aufenthalt in Argentinien war er Assistent bei Richard Willstätter an der Universität Zürich und ab 1913 bei Johannes Thiele an der Universität Strassburg. Dort wurde er 1913 habilitiert.<ref name="vsng">H. R.: Paul Ruggli, 26. II. 1884–4. IX. 1945. In: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. Bd. 125 (1945), Teilband 3, S. 373–375 (Digitalisat in E-Periodica).</ref>

1919 kam er an die Universität Basel, wo er die Leitung des Laboratoriums für Färberei und Zeugdruck übernahm und Vorlesungen hielt. Im Mai 1922 wurde er ausserordentlicher Professor mit einem Lehrauftrag für Farbstoffchemie, Färberei, Zeugdruckerei und verwandte Gebiete.<ref name="vsng" /> 1937 (oder 1932 oder 1936) wurde er als Nachfolger von Hans Rupe Ordinarius und Vorsteher der Anstalt für organische Chemie.<ref name="vsng" /><ref>Die Anfänge des Fachs Chemie an der Universität Basel, 550 Jahre Universität Basel, Website der Universität Basel, abgerufen am 30. Oktober 2011.</ref><ref name="c">@1@2Vorlage:Toter Link/www.basler-stadtbuch.ch4. September 1945 (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive ), Basler Chronik, Website des Basler Stadtbuchs, abgerufen am 30. Oktober 2011.</ref> In dieser Funktion befasste er sich mit der Synthese neuer Farbstoffe und mit heterozyklischen Verbindungen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chemie an der Universität Basel (Memento vom 8. September 2011 im Internet Archive), Website des Departements Chemie der Universität Basel, abgerufen am 30. Oktober 2011.</ref> 1939 war er Dekan der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät.

Ruggli war ab 1913 verheiratet und hatte einen Sohn.<ref name="vsng" />

Werk

Nach Ruggli ist das Ziegler-Ruggli-Verdünnungsprinzip benannt. Dabei handelt es sich um ein Schliessungsprinzip grosser Ringe, das er 1912 entdeckte und ab 1933 gemeinsam mit Karl Ziegler an der Universität Basel weiterentwickelte.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein