Feierabendhaus der BASF
Das Feierabendhaus der BASF in Ludwigshafen am Rhein ist ein öffentliches Kultur- und Freizeithaus der BASF SE.
Geschichte
Das Gebäude, das zunächst Vereinshaus hieß, wurde vom Geheimen Hofrat Martin Duller geplant und 1913 erbaut.<ref>Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Band 107, F.A. Günther & Sohn, 1999, S. 363 Online (online)</ref> Es befindet sich in der Leuschnerstraße 47 in Ludwigshafen. In der Nähe liegen die Konzernzentrale, das ehemalige Friedrich-Engelhorn-Hochhaus, und die Friedenskirche. Seinen heutigen Namen trägt es seit 1936. 1944 wurde es durch die Bombardierung bis auf die Grundmauern zerstört und erst 1956 wieder errichtet. Das Feierabendhaus hat eine Nutzfläche von 13.000 m² und beinhaltet auch eine Kantine für die BASF-Mitarbeiter.
Das Feierabendhaus wurde mehrfach modernisiert; seit Februar 2010 fand eine Sanierung statt; die Wiedereröffnung erfolgte im November 2011.<ref name="Ludwigshafen.de">BASF-Feierabendhaus präsentiert nach der Renovierung neue Glanzlichter. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) auf: ludwigshafen.de</ref><ref name="mrn" />
Es ist neben dem Pfalzbau und der Friedrich-Ebert-Halle eines der drei bedeutenden lokalen Veranstaltungszentren.
Kulturelle Veranstaltungen
Die jährlich rund 60 Veranstaltungen werden von etwa 60.000 Menschen besucht; die durchschnittliche Auslastung liegt zwischen 80 und 90 Prozent. Das Haus kommt ohne öffentliche Subventionen aus.<ref name="hb-2012-65-64">Sven Prange, Claudia Schumacher: Der Subventionsstadl. In: Handelsblatt, Nr. 65, 30. März 2012, S. 64–69.</ref>
Seit 1921 engagiert sich das Unternehmen BASF in den Bereichen Kunst und Kultur. Zunächst auf musikalische Veranstaltungen begrenzt finden inzwischen auch Events aus den Bereichen Tanz und bildende Kunst statt.<ref>Eigendarstellung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot auf der Website der BASF</ref><ref>Frederik Hanssen: Hier spielt die Musik. In: Der Tagesspiegel. 3. Oktober 2011.</ref> Es traten bekannte Künstler auf, so 1929 Richard Strauss mit einem Orchester sowie Yehudi Menuhin, ferner Carl Orff, Sergiu Celibidache und Anne-Sophie Mutter sowie 2005 Ornette Coleman.<ref name="Ludwigshafen.de" />
Zur Neueröffnung am 26. November 2011 trat die Sängerin Zaz auf und am 27. November 2011 gab das London Philharmonic Orchestra mit seinem Dirigenten Wladimir Jurowski ein Konzert.<ref>Mitteilung der BASF (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )</ref><ref name="mrn">Ludwigshafen - Französischer Pop-Star im BASF-Feierabendhaus</ref><ref>Konzertgebäude in neuem Glanz. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive ) In: Lampertheimer Zeitung. 10. Oktober 2011.</ref>
Orgel
Die Orgel des Feierabendhauses wurde 1956 für die Neueröffnung von G. F. Steinmeyer & Co. (op. 1910) gebaut. Ursprünglich wurde es mit 69 Registern auf vier Manualen und Pedal gebaut. Im Zuge einer Renovierung durch Steinmeyer im Jahr 1981 wurde das Fernwerk demontiert und das Werk aus dem Bühnenraum auf den vorderen Bereich der Zuschaueremporen versetzt und verkleinert, sodass sie danach über 54 Register verfügte. Bei der Sanierung des Feierabendhauses 2010/11 wurde die Orgel schließlich ganz abgebaut.
Die Disposition lautete:<ref>Eintrag „Ludwigshafen am Rhein, Deutschland (Rheinland-Pfalz) - BASF-Feierabendhaus“ (Beschreibung Nr. 2073448). In: Orgeldatenbank orgbase.nl. Abgerufen am 22. Januar 2025.</ref>
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Anmerkungen <references group="Anm." />
Die Spiel- und Registertraktur waren elektrisch. Die Windladen waren als Taschenladen ausgeführt.
- Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
- Spielhilfen: 4 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination, Tutti, Generaltutti, Crescendowalze, Zungen ab, Zungeneinzelabsteller, Manual 16′ ab
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
Koordinaten: 49° 29′ 31,7″ N, 8° 25′ 37″ O
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- Disposition einer Orgel