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Halbregulärer Raum

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Ein halbregulärer Raum ist ein mathematisches Objekt aus der mengentheoretischen Topologie. Er ist eine Verallgemeinerung des regulären Raums, dessen regulär offene Teilmengen eine Basis bilden.

Definition

Ein topologischer Raum <math>X</math> heißt halbregulär, falls die regulär offenen Teilmengen eine Basis des Raums <math>X</math> bilden.<ref name="Aleksandrov">Pavel S. Aleksandrov: Lehrbuch der Mengenlehre. 7. Auflage. Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-8171-1657-8, S. 122.</ref> Dabei heißt eine Teilmenge <math>G</math> eines topologischen Raums <math>X</math> genau dann regulär offen, wenn <math>G</math> das Innere seines Abschlusses ist. Das heißt, <math>G</math> ist genau dann regulär offen, wenn <math>G = \operatorname{int}(\operatorname{cl}(G))</math> gilt.<ref name="Ridder">Lothar Ridder: Mereologie. Ein Beitrag zur Ontologie und Erkenntnistheorie (= Philosophische Abhandlungen. Bd. 83). Klostermann, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-465-03168-7, S. 170.</ref> Regulär offene Mengen werden auch kanonisch offene Mengen genannt.<ref name="Aleksandrov" />

Eigenschaften

  • Alle regulär offenen Teilmengen eines topologischen Raums bilden zusammen mit der Halbordnung <math>\subseteq</math> und den regulären Mengenoperationen <math>\cap^\ast</math>, <math>\cup^\ast</math>, <math>\mathrm{C}^\ast</math> eine vollständige boolesche Algebra.<ref name="Ridder" />
  • Jeder reguläre Raum <math>X</math> ist auch halbregulär. Insbesondere bilden die regulär offenen Teilmengen eine Basis von <math>X</math>, aber nicht alle topologischen Räume, deren regulär offene Teilmengen eine Basis bilden, sind regulär.
  • Jeder topologische Raum <math>X</math> kann in einen halbregulären Raum eingebettet werden. Dazu betrachtet man die Menge <math>X \times I</math>, wobei <math>I</math> das abgeschlossene Einheitsintervall <math>[0,1]</math> ist, und erklärt darauf eine Topologie. Die offenen Mengen dieser Topologie sind für <math>(x,y) \in X \times I</math> mit <math>y \neq 0</math> für kleine positive <math>\epsilon</math> durch <math>\{(x,z): y - \epsilon < z < y + \epsilon \}</math> gegeben. Und für <math>(x,0) \in X \times I</math> sind sie durch <math>\{(x',z) : x' \in U, 0 \leq z < \epsilon_U\}</math> gegeben, wobei <math>U</math> eine offene Umgebung von <math>x \in X</math> für alle <math>x' \in U</math> und <math>\epsilon_U</math> klein und positiv ist. Dieser Raum ist selbst halbregulär und <math>X</math> ist eingebettet als abgeschlossener, nirgends dichter Unterraum.
  • Aus der dritten Eigenschaft ist ersichtlich, dass Unterräume halbregulärer Räume im Allgemeinen nicht halbregulär sind.

Literatur

Einzelnachweise

<references />