Kummerower See
| Kummerower See | ||||||
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| Datei:Kummerower See Nordost.JPG | ||||||
| Winterliches Nordostufer bei Verchen | ||||||
| GKZ | DE: 9663 | |||||
| Geographische Lage | Landkreis Mecklenburgische Seenplatte | |||||
| Zuflüsse | (West-)Peene, Teterower Peene | |||||
| Abfluss | Peene | |||||
| Orte am Ufer | Kummerow, Sommersdorf, Verchen, Meesiger (mit Gravelotte) | |||||
| Ufernaher Ort | Dargun, Demmin, Malchin, Neukalen | |||||
| Daten | ||||||
| Koordinaten | 53° 48′ N, 12° 52′ O
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dim=10860 | globe= | name=Kummerower See | region=DE-MV | type=waterbody
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| Höhe über Meeresspiegel | 0,2 m ü. NHN<ref>Mittelwasser in Aalbude 0,17 m ü HN (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2026. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (mit demselben Höhenbezug ist das Mittelwasser in Anklam 0,0 üHN)</ref> | |||||
| Fläche | 32,55 km²<ref name="Daten"> Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 2 Mecklenburg-Vorpommern (PDF; 3,5 MB) </ref> | |||||
| Länge | 10,86 km<ref name="Daten" /> | |||||
| Breite | 4,18 km<ref name="Daten" /> | |||||
| Volumen | 262,96 Mio. m³<ref name="Daten" /> | |||||
| Maximale Tiefe | 23,3 m<ref name="Daten" /> | |||||
| Mittlere Tiefe | 8,1 m<ref name="Daten" /> | |||||
| pH-Wert | 8,3 | |||||
| Einzugsgebiet | 1155 km²<ref name="Daten" /> | |||||
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Besonderheiten |
Gewässersohle des Sees und von ihm bis ins Meer unter NHN | |||||
Der Kummerower See in Mecklenburg-Vorpommern liegt zwischen Malchin, Dargun und Demmin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Neubrandenburg und 70 Kilometer südlich von Stralsund. Der Kummerower See ist der viertgrößte See in Mecklenburg-Vorpommern und der größte im Landesteil Vorpommern sowie der achtgrößte deutsche See.
Lage im Gewässernetz
Im Kummerower See vereinigen sich die Quellflüsse der Peene. Der größte Quellfluss, die Westpeene, mündet am Südwestende des Sees. Ihr Teilstück von Malchiner See her ist größtenteils kanalisiert. Bei Malchin nimmt sie die längere und wasserreichere Südpeene auf. Der gemeinsame Unterlauf wurde im 18. Jahrhundert einfach als Peenefluss bezeichnet. Die durch den Neukalener Peenekanal in den See fließende (Teterower) Peene ist kürzer und weniger wasserreich als die Südpeene. Ihr im 20. Jahrhundert als Peene (ohne Namenszusatz) bezeichnetes nördliches Quellgewässer ist kleiner als das oberhalb des Teterower Sees Kleine Peene genannte westliche. Noch in der Landesaufnahme von 1888 trug es nicht den Namen Peene.
Vom Kummerower See bis zur Mündung in den Peenestrom liegt der Gewässergrund durchgängig mindestens anderthalb (Ausfluss des Sees), zumeist aber mehrere Meter unter dem Meeresspiegel. Der Spiegel des Kummerower Sees liegt zumeist zwischen 20 und 30 cm darüber. Daher werden Flusswerte und Flussrichtung der unteren Peene und der Wasserspiegel des Kummerower Sees von Wasserstandsschwankungen von Oder, Stettiner Haff und Pommerscher Bucht beeinflusst.
Geografische Gestalt
Das westliche Seeufer gehört zu Mecklenburg, das östliche und südliche mit den Orten Verchen, Sommersdorf und Kummerow zu Vorpommern. Der See ist elf Kilometer lang, durchschnittlich vier Kilometer breit und im Schnitt 8,1 m tief. Die maximale Tiefe beträgt etwa 23,3 Meter. Das westliche Ufer ist stark verschilft und sumpfig. Nur bei der Ortschaft Salem kommt man trockenen Fußes an den See. Dort fällt auch der Seegrund am steilsten ab. Am geringsten ist dessen Gefälle am Südwestende des Sees und nordöstlich der Mündung des Neukalener Peenekanals. Die östliche Uferzone ist bei weitem nicht so stark verschilft.
Entstehung
Aus geologischer Sicht befindet sich der Kummerower See zusammen mit dem Malchiner See im etwa 30 Kilometer langen Malchiner Becken, einer glazialen Rinne, die während des pommerschen Stadiums der Weichseleiszeit durch Schmelzwasser unterhalb des Eises ihre heutige Form erhielt.<ref name="geo"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geosite Datenbank Greifswald : Kummerower See ( vom 26. Juli 2010 im Internet Archive)</ref>
Nutzungsgeschichte
Im 13. Jahrhundert waren die Fischereirechte auf dem Kummerower See Gegenstand von Streitigkeiten zwischen der Stadt Demmin und den Klöstern Dargun und Verchen. Beide Klöster bedienten sich dabei Urkundenfälschungen, mit denen sie ihre Rechte rückdatierten. Die Stadt Demmin sah sich schließlich veranlasst, dem Verchener Kloster die Fischereirechte abzukaufen. Der Streit Demmins mit dem Kloster Dargun wurde 1292 von den pommerschen Herzögen beigelegt, die dem Kloster die allgemeine Ausübung der Fischerei und den Betrieb eines Fischwehrs in der Peene gestatteten. Der Stadt Demmin wurde die freie Schifffahrt auf See und Peene garantiert, wobei die Fischerei auf dem See nur mittels kleinerer Netze und Angeln erfolgen durfte.<ref>Karl Goetze: Geschichte der Stadt Demmin auf Grund des Demminer Ratsarchivs, der Stolleschen Chronik und anderer Quellen bearbeitet. Demmin 1903, Nachdruck 1997, ISBN 3-89557-077-X, S. 238–240.</ref>
Tourismus
Der See ist eingebettet in Wiesen und Felder. Nordwestlich des Sees befinden sich die bewaldeten Berge der Mecklenburgischen Schweiz. Der Kummerower See gehört zum Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See nördlich der Müritz. Er ist Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr in der Region. Er bietet Ausflugsschifffahrt. Östlich des Sees verläuft von Malchin nach Demmin eine Teilstrecke der Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte. Von Verchen am Nordostufer des Sees führt ein 2,8 km langer Naturerlebnispfad zum Hafen Gravelotte.<ref>Rolf Goetz, Mecklenburgische Seenplatte, Bergverlag Rother, München 2021, ISBN 978-37633-4356-0</ref>
Siehe auch
Weblinks
- Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands, Teil 2 MV – TU Cottbus (PDF; 3,35 MB)
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Müritz | Schweriner See | Plauer See | Kummerower See | Schaalsee | Kölpinsee | Tollensesee | Krakower See | Malchiner See | Fleesensee | Rohrpöhle | Goldberger See | Drewitzer See | Galenbecker See | Gothensee | Woblitzsee | Schmollensee | Inselsee | Lieps | Kleine Müritz | Carwitzer See | Borgwallsee | Useriner See | Torgelower See | Dobbertiner See | Zierker See | Breiter Luzin | Teterower See | Großer Labussee | Ziegelsee Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein