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Wessenberg (Adelsgeschlecht)

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Datei:Wesenberg-Wappen Sm1605.png
Wappen derer von Wessenberg in Siebmachers Wappenbuch von 1605

Die Herren von Wessenberg sind ein seit dem 11. Jahrhundert urkundlich erwähntes Adelsgeschlecht, das ursprünglich im heutigen Kanton Aargau beheimatet war.

Herkunft

Eine erste urkundliche Erwähnung der Herren von Wessenberg findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1029, in welcher Freiherr Hermann von Wessenberg als Zeuge aufgeführt ist. Es handelt sich um einen Lehensbrief der Äbtissin Berchta des Damenstifts Säckingen. Der Schluss des von Aegidius Tschudi ins Deutsche übersetzten Lehensrevers lautet:

„… hab ich min Insigel an diesen Brieff geton / der geben ist am 29. Tag Merzen / geschehen im Kloster zu Seckingen Anno Domini 1029 in der 12. Zinszal / als Pabst Johann der XX. die Apostolisch Kilch regiert / und Keiser Cunrat richsnet / Warmannus Bischoff zu Costenz<ref>Warmann von Dillingen Bischof von Konstanz.</ref> und Ernst Durchlüchtiger Herzog in Alamannien was; Zügen so zugegen gewäsen: Herman von Wessenberg Fryherr / Rudolff von Bilstein, Arnold von Mandach Edelknecht, und Berchtold / der Pfarrer zu Louffenberg und ander vil.“<ref>Aegidius Tschudi: Chronicon Helveticum.</ref>

Über die Herkunft des Geschlechts gibt das Dokument keine genaue Auskunft. Möglich ist, dass sich die Herren von Wessenberg vom Ministerialadel des Damenstifts Säckingen in den Freiherrenstand emporarbeiten und sich im Laufe der Zeit Besitzungen und Rechte, die ursprünglich zum Stift gehörten, aneignen konnten. Diese Annahme stützt sich vor allem auf die ursprünglichen Besitzungen der Herren von Wessenberg, die größtenteils mit Besitzungen des Säckinger Damenstifts übereinstimmten.

Gemäss dem Historischen Lexikon der Schweiz ist als erster Vertreter des Gechlechts Arnold von Wessenberg im Jahr 1207 sicher bezeugt.

Stammsitz

Die namengebende Burg Wessenberg lag auf dem Wessenberg zwischen Mandach und Hottwil in heutigen Kanton Aargau. Von den Gebäuden der Burg selbst sind heute nur noch geringe Mauerreste vorhanden; die durch Erdarbeiten gebildete Geländeform der Burgstelle ist jedoch noch gut zu erkennen.<ref>Burgstelle Wessenberg. In: Burgenwelt. Abgerufen am 23. März 2026.</ref>

Wappen

Das Wappen der Herren von Wessenberg zeigt in Silber einen schwarzen oder roten<ref>Johann Siebmacher: Grosses und allgemeines Wappenbuch, Seite 197.</ref> Balken, darüber zwei und darunter eine rote Kugel. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein silberner Brackerumpf mit dem Schildbild auf dem Ohr.

Geschichte

Über die Herkunft des Geschlechts im Hochmittelalter sind keine Informationen überliefert. Besitzungen und Rechte hatten die Herren von Wessenberg später vor allem im heutigen Kanton Aargau und zwar in den Ortschaften Mandach, Hottwil, Etzwil, Villigen, Bözberg und Leuggern.<ref>Webseite der Wessenberg Akademie.</ref> Auch in der benachbarten Grafschaft Hauenstein scheinen die Herren von Wessenberg zumindest zeitweise Besitzungen gehabt haben, wie aus dem habsburgisch-österreichischen Pfandrodel aus der Zeit zwischen 1282 und 1300 hervorgeht. Dort wird erwähnt, dass zu jener Zeit ein Hartmann von Wessenberg das Pfand über Birkingen (Berchingen) und Rotzel (Rotzal) innehatte.

Seit dem 14. Jahrhundert wohnten Angehörige der Familie in Laufenburg, Rheinfelden und Basel. Johann Franz von Wessenberg diente dem Fürstbischof von Basel als Kastlan von Delsberg und von Pruntrut.

Zum Besitz der Wessenberger zählte auch die Burg im Leimental, das sie als fürstbischöflich-baslerisches Lehen innehatten. Der Name ist auch als Bezeichnung des Berges Wessenberg im Sundgau noch lebendig.

Ignaz Heinrich von Wessenberg war im 19. Jahrhundert Generalvikar des Bistums Konstanz.

Bekannte Vertreter des Geschlechts

Literatur

Weblinks

Commons: Wessenberg (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />