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Villa Herminghaus

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Datei:Villa Herminghaus Front 1.JPG
Villa Herminghaus Velbert
Datei:Villa Herminghaus hinten 1.JPG
Villa Herminghaus Velbert

Die Villa Herminghaus, teilweise auch Herminghaus-Villa, ist eine 1885 erbaute Unternehmer-Villa in Velbert-Mitte, Kolpingstraße 34. Seit 2020 beherbergt sie das Deutsche Schloss und Beschlägemuseum.<ref name=":0">Themen | Gebäudeensemble. Abgerufen am 15. Februar 2025.</ref>

Lage

Die Villa befindet sich an der Kolpingstraße, die zur Zeit der Erbauung wegen der angrenzenden St.-Marien-Kirche noch Kirchstraße hieß, und grenzt im Norden am Rande der Innenstadt an die Kreuzung Kolpingstraße und Oststraße. Durch einen südlichen Anbau ist die Villa an den Neubau des Deutschen Schloss- und Beschlägemuseums angebunden.

Geschichte

Für das im Stil der Neorenaissance gebaute Gebäude stellte der Gießereibesitzer Carl Tiefenthal senior im Jahr 1885 den Bauantrag. Die Villa blieb bis 1913 im Besitz der Familie Tiefenthal und ging anschließend in den Besitz der Familie Emil Herminghaus über. Seitdem trägt das Gebäude seinen heutigen Namen. Herminghaus war ein Unternehmer, dessen Schlossfabrik mit Eisengießerei bis auf einen kleinen Garten an das Wohnhaus grenzte. Nach der Enteignung und dem Wegzug des Unternehmers Herminghaus stand das Haus samt der Fabrikruine bis Anfang der 1970er Jahre leer und ging dann in den Besitz der Stadt Velbert über. Nach einer umfassenden Renovierung Anfang der 1980er Jahre dient das Gebäude seitdem verschiedenen Abteilungen der Stadtverwaltung, darunter dem städtischen Kulturamt. Auf Antrag des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege stellte die Stadt Velbert die Villa Herminghaus 2001 unter Denkmalschutz.<ref name="Infomappe">Infomappe Marktzentrum der Stadt Velbert vom 17. Oktober 2011, S. 19–21. (online; PDF; 1,2 MB)</ref> Bedeutend sind die immer noch zu großen Teilen erhaltene Innenausstattung der Villa und die zweiflügelige Eingangstür.<ref>Matthias Spruck: „Erhebliche Bedeutung”. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 23. Dezember 2009, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref>

Ende 2009 wurde bekannt, dass das an den Europaplatz angrenzende und seit mehreren Jahren leer stehende Marktzentrum einem großen Einkaufszentrum weichen sollte. Für dieses Projekt hätten der Europaplatz bebaut und die Villa Herminghaus abgerissen werden müssen.<ref>Klaus Kahle: Villa im Weg. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 19. Dezember 2009, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref> Anfang 2010 wurde eine Bürgerinitiative gegründet, die sich gegen den Abriss der Villa aussprach. Im Februar 2010 wurde der Antrag der Stadt Velbert auf Aufhebung des Denkmalschutzes und Abriss der Villa vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland abgelehnt. Die Bürgerinitiative hatte in den Wochen davor bereits Unterschriften zum Erhalt der Villa gesammelt, um notfalls einen Bürgerentscheid herbeizuführen.<ref>Klaus Kahle: Die Villa Herminghaus bleibt. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 17. Februar 2010, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref> Da das Einkaufszentrum trotzdem bis 2014 realisiert werden sollte, wurde nun geplant, die Villa Herminghaus grundlegend zu sanieren und in das Einkaufszentrum zu integrieren. Nachdem sich der Investor 2013 zurückgezogen hatte, wurden die Pläne vorerst nicht umgesetzt.<ref>Klaus Kahle: Shopping-Center in Velbert wird nicht gebaut. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 30. Oktober 2013, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref>

Im Jahr 2014 begannen Planungen für die Stadtgalerie genannte Neuauflage, deren Baubeginn im September 2017 war. Die Villa Herminghaus wurde im Zuge der Bauarbeiten in die im Mai 2019 eröffnete Stadtgalerie integriert.<ref name="Infomappe" /> Das bislang im Forum Velbert beheimatete Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum zog im Sommer 2020 in die Villa Herminghaus und einen Teil der neuen Stadtgalerie um. Das Obergeschoss der Villa wird für Büros der Museumsmitarbeiter genutzt,<ref name="suptipp20200723">Supertipp: Deutsches Schloß- und Beschlägemuseum umgezogen, 23. Juli 2020.</ref> während das Erdgeschoss für Besucher zugänglich ist. Es steht für Sonderausstellungen zur Verfügung und beherbergt auch einen Museumspädagogikraum.<ref name=":0" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 20′ 31,9″ N, 7° 2′ 46,3″ O

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