Zum Inhalt springen

Forst Rundshorn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. Dezember 2023 um 12:29 Uhr durch imported>AxelHH (Nutzung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:LSG Forst Rundshorn IMG 3703.jpg
Im Landschaftsschutzgebiet Forst Rundshorn (2012)

Der Forst Rundshorn ist ein Landschaftsschutzgebiet im Nordosten der Ortsteile Gailhof, Berkhof, Elze und Meitze der Gemeinde Wedemark sowie nordwestlich der Ortsteile Fuhrberg, Wettmar, Kleinburgwedel und Großburgwedel der Stadt Burgwedel in der Region Hannover. Das etwa 400 ha große Waldgebiet liegt östlich der Bundesautobahn 7.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Landschaftsschutzgebietsverordnungen der Region Hannover LSG-H 13 – Forst Rundshorn-Fuhrberg (Memento vom 18. Dezember 2011 im Internet Archive).</ref> Es schließt sich direkt an das zwischen Fuhrberg und Celle weit ausgedehnte Waldgebiet Wietzenbruch an.

Geschichte

Datei:Sodeiche im Forst Rundshorn IMG 1428.jpg
Ehemalige Gerichtsstätte an der Sodeiche im Forst Rundshorn

Erste Erwähnung fand das Gebiet in einer Grenzbeschreibung der Diözese Hildesheim aus dem 10. Jahrhundert als „Runteshornan“.<ref>Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen, hrsg. unter Leitung des Vereins-Ausschusses, Band 7, Jahrgang 1863, Hahn’sche Hofbuchhandlung, Hannover 1864, S. 90 f.</ref>

Am 6. Mai 1354 wurde in der Urkunde des Gerichtes von Herzog Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg der Forst als Gerichtsstätte festgehalten.<ref>Informationen der Ortschaft Elze.</ref> Der Ort des Gerichtsplatzes dieser Zeit soll bei der „Sodeiche“ (Brunneneiche) gewesen sein, die heute noch in den Weg hereinragt, der gegenüber dem Parkplatz zum Trimmpfad nach Norden führt. Dieser Trimmpfad, der heute gern genutzt wird, wurde 1971 angelegt.

Im 19. Jahrhundert wurde die Waldung als königlicher Forstort bezeichnet. Am 18. Oktober 1851 erlegte der Förster Friedrich Lewecke dort, zwischen Wieckenberg und Berkhof, einen der letzten frei lebenden Wölfe Niedersachsens.<ref>Ausführlich: Matthias Blazek: „Förster Levecke erlegte in unserer Heimat 1851 den letzten Wolf.“ Geschichtliches aus den Ortsteilen der Gemeinde Adelheidsdorf, Serie, Teil 59, Wathlinger Bote vom 13. Juli 2013.</ref>

Nutzung

Als Trinkwassergewinnungsgebiet für die Stadt Hannover und Wasserschutzgebiet hat der Forst Rundshorn besondere Bedeutung für den Großraum Hannover. Die Förderung dieses Wassers erfolgt seit 1911 im Wasserwerk Elze-Berkhof.<ref>water-click.de: Was(ser) für Sie! Informationen zum Wasserwerk Elze-Berkhof (PDF; 219 kB).</ref>

Das überwiegend mit Kiefern bewachsene Forstgebiet erfährt zunehmende Bedeutung als Naherholungsgebiet in der Region Hannover.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 35′ 28″ N, 9° 46′ 36″ O

 {{#coordinates:52,591111111111|9,7766666666667|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-NI
   |type=landmark
  }}