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Goldstirnsittich

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Goldstirnsittich
Datei:Aratinga aurea -Brazil-8-4c.jpg

Goldstirnsittiche auf einem Termitenhügel in Minas Gerais, Brasilien

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Neuweltpapageien (Arinae)
Gattung: Eupsittula
Art: Goldstirnsittich
Wissenschaftlicher Name
Eupsittula aurea
(Gmelin, JF, 1788)

Der Goldstirnsittich (Eupsittula aurea, Syn.: Aratinga aurea) ist eine südamerikanische Papageienart. In einer Aufarbeitung der „Systema Naturæ“ durch Johann Friedrich Gmelin in den Jahren 1788 bis 1793 wird unter anderem der Goldstirnsittich vermutlich erstmals erwähnt. Die Art wurde lange Zeit den Keilschwanzsittichen (Aratinga) zugeordnet. Mittlerweile wird sie aufgrund molekulargenetischer Studien<ref>J. V. Remsen, Jr. et al.: DNA-sequence data require revision of the parrot genus Aratinga (Aves: Psittacidae). In: Zootaxa. Band 3641, 2013, S. 296–300, doi:10.11646/zootaxa.3641.3.9.</ref> jedoch in die Gattung Eupsittula gestellt.

Merkmale

Die Körperlänge des Goldstirnsittich beträgt 26 cm. Er ist ein kleiner, grüner Keilschwanzsittich mit schwarzem Schnabel. Stirn und vorderer Oberkopf sind gelb-orangefarben, der Hinterkopf matt blau. Der Augenring ist von Federn bedeckt. Kehle, Wangen und Brust sind blass bräunlich oliv. Die nicht anerkannte, größere Unterart Eupsittula aurea major unterscheidet sich kaum von Eupsittula aurea aurea <templatestyles src="Person/styles.css" />Cherrie & <templatestyles src="Person/styles.css" />Reichenberger, 1923<ref name="cherrie3">George Kruck Cherrie u. a. (1923), S. 3</ref>. Sie ist geringfügig dunkler grün und der gelb-orangefarbe Bereich an Stirn und vorderem Oberkopf ist blasser.

Goldstirnsittiche zeigen keinen Geschlechtsdimorphismus. Jungvögel sind flauer gefärbt, ihr blass grauer Augenring ist nicht von Federn bedeckt.<ref name="Parrots"/>

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Goldstirnsittichs reicht von Süd-Suriname und vom äußersten Nordosten Brasiliens nach Süden bis in das östliche Bolivien, das südöstliche Peru und in den Nordwesten Argentiniens. Entlang einer geografischen Achse nach Südwesten nimmt die Größe der Art zu. Das Verbreitungsgebiet der möglichen Unterart Eupsittula aurea major ist nicht eindeutig bestimmt, Sichtungen gibt es aus dem nördlichen Paraguay.<ref name="Parrots"/>

Lebensraum und Lebensweise

Der Goldstirnsittich bevorzugt offene Wälder, Parzellen von Nutzwald, Weideland und Buschland mit niedriger Vegetation bis in Höhen bis 600 m. Er lebt paarweise oder in kleinen Gruppen bis 8 Vögel. Sein Futter sucht er in hohem Gras, in Büschen, in niedrigen Bäumen und in den Kronen von Bäumen am Rand von Grasland. Oft frisst er am Boden.<ref name="Peru"/><ref name="Parrots"/>

Gefährdung und Schutz

Die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) stuft den Goldstirnsittich auf Grund des sehr großen Verbreitungsgebietes und des anscheinend stabilen Bestandes als nicht gefährdet (Least Concern, LC) ein. Er ist im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) im Anhang II und in der EG-Verordnung 709/2010 [EG] im Anhang B gelistet und besonders geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz [BG] (Status::b).<ref name="WISIA"/>

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Goldstirnsittichs erfolgte 1788 durch Johann Friedrich Gmelin unter dem Namen Psittacus aureus. Als Verbreitungsgebiet gab er Brasilien an.<ref name="gemelin329">Johann Friedrich Gmelin (1788), S. 329</ref> 1853 führte Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte die für die Wissenschaft neue Gattung Eupsittula ein.<ref name="bonaparte807">Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte (1853), S. 807</ref> Dieser Begriff leitet sich von dem altgriechischen Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „fein“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bzw. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab.<ref>Eupsittula The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artname aurea hat seinen Ursprung in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).<ref>aurea The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Schließlich leitet sich major von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab.<ref>major The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Alfred Laubmann war in seinem Werk Die Vögel von Paraguay der Meinung, dass E. a. major eine auf Paraguay beschränkte Unterart sei, die eine längere Flügellänge aufweise.<ref name="laubmann178">Alfred Laubmann (1939), S. 178.</ref>

Literatur

  • Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte: Notes sur les collections rapportées en 1853, par M. A. Delattre, de son voyage en Californie et dans le Nicaragua. In: Comptes Rendus Hebdomadaires des Séances de l'Académie des Sciences. Nr. 37, 1853, S. 806–810 (biodiversitylibrary.org).
  • George Kruck Cherrie, Elsie Margaret Binger Reichenberger: Descriptions of proposed new birds from Brazil and Paraguay. In: American Museum novitates. Nr. 58, 1923, S. 1–8 (amnh.org [PDF; 666 kB]).
  • Johann Friedrich Gmelin: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. Band 1, Nr. 1. Georg Emanuel Beer, Leipzig 1788 (biodiversitylibrary.org).
  • Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 178 (google.de).

Einzelnachweise

<references> <ref name="Parrots">Joseph M. Forshaw, Frank Knigh: Parrots of the World. Princeton University Press, 2010, ISBN 978-0691142852, S. 206.</ref> <ref name="WISIA">Bundesamt für Naturschutz: WISIA-Online. Abgerufen am 6. November 2011 @1@2Vorlage:Toter Link/www.wisia.deSuche Online (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> <ref name="Peru">Thomas S. Schulenberg: Birds of Peru. Princeton University Press, 2010, ISBN 978-0691130231. S. 170.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Goldstirnsittich (Eupsittula aurea) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien