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IGR Remscheid

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IGR Remscheid
Logo der IGR Remscheid 2010
Voller Name Rollsportverein IGR Remscheid e.V.
Ort Remscheid
Gegründet 1. April 1962
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Sporthalle Hackenberg
Plätze 400–750
Präsident Georg Feldhoff
Trainer Herren: Marcell Wienberg
Damen: Thomas Beck
Homepage www.igr-remscheid.de
Liga Rollhockey-Bundesliga
2022/23 Herren: 5.
Damen: Deutscher Meister

Der Rollsportverein IGR Remscheid e. V. (IGR Remscheid) ist ein Sportverein aus Remscheid. Die IGR Remscheid spielt Rollhockey und zählt in dieser Sportart zu den führenden Vereinen in Deutschland.

Geschichte

1962–2000

Datei:IGR Remscheid-Logo bis 1987.png
Logo der IGR Remscheid von 1962 bis 1987

Bereits in den 1930er Jahren wurde in Remscheid Rollsport in Form von Rollkunstlauf, Rolltanz und Rollhockey in mehreren Vereinen ausgeübt. Am 1. April 1962 erfolgte dann durch den Remscheider Turnverein von 1861 und den VfB Marathon 06 die Gründung der „Interessengemeinschaft Rollsport Remscheid“. Ziel dieser Interessengemeinschaft, in die der Remscheider Turnverein seine Rollkunstlauf- und der VfB Marathon seine Rollhockeyabteilung einbrachte, war, über die Bündelung der Aktivitäten den Anschluss an die nationale Spitze im Rollsport zu erreichen. Im Jahre 1965 zahlte sich die Zusammenarbeit erstmals aus und der Aufstieg der IGR Remscheid in die Rollhockey-Oberliga, damals die höchste nationale Spielklasse und Vorläuferin der im Jahr 1967 gegründeten Rollhockey-Bundesliga, gelang.

Datei:IGR Remscheid-Logo bis 2001.png
Logo der IGR Remscheid von 1987 bis 2001

Bis heute ist die IGR Remscheid, die bis zu ihrer Neugründung im Jahr 2010 gemeinhin auch als IG Remscheid bezeichnet wurde, wie es auch in einem frühen Logo zu lesen ist, mit nur zwei Jahren Unterbrechung in der Rollhockey-Bundesliga vertreten. 1968 schaffte die IGR Remscheid mit dem Gewinn der ersten deutschen Rollhockey-Meisterschaft dann den Sprung an die Spitze. Der sich anschließende Auftritt im Europapokal der Landesmeister endete erst im Halbfinale. 1969 konnte der Meistertitel verteidigt werden und parallel zahlte sich die Jugendarbeit aus, denn die A-Jugend wurde ebenfalls Deutscher Rollhockey-Meister. In den folgenden Jahren brachte die IGR Remscheid viele herausragende Rollhockeyspieler hervor, beispielsweise Wolfgang Jex genannt, der insgesamt rund 250 Länderspiele für Deutschland bestritt. 1978 gewann die IGR Remscheid den dritten Meistertitel. 1987 wurden die IGR-Junioren Deutscher Rollhockey-Meister.

Datei:Deutscher Rollhockey-Meister 1992 IGR Remscheid.png
Bundesliga-Team 1991/92 – Deutscher Meister

Zum Anfang der neunziger Jahre folgten in der Bundesliga die legendären Duelle der IGR Remscheid mit dem RSV Weil, gegen den 1992 und 1994 die deutschen Rollhockey-Meisterschaften Nummer vier und fünf gewonnen wurden. 1993 und 1995 erreichte die mit deutschen und niederländischen Nationalspielern gespickte IGR im Europapokal der Landesmeister jeweils das Halbfinale. Die letzten zwei Meisterschaften hatten allerdings die Finanzlage überstrapaziert, sodass nach personellen Abgängen ein Neuanfang erfolgen musste. Im Jahr 1996 konnte der stark verjüngte Kader den Abstieg aus der Rollhockey-Bundesliga nur knapp verhindern. Die Rollhockey-Damen der IGR Remscheid konnten 1998 und 1999 jeweils die Vizemeisterschaft der Damen-Rollhockey-Bundesliga erreichen.

2001–2009

2001 verständigten sich die zwei Trägervereine darauf, die Interessengemeinschaft wieder aufzulösen. Der Remscheider Turnverein führte im Anschluss die Rollkunstlauf- und der inzwischen in VfB 06/08 Remscheid umbenannte VfB Marathon die Rollhockey-Aktivitäten alleine fort. In den folgenden Jahren gelang wieder der Anschluss an die Spitze der Rollhockey-Bundesliga und 2002, 2005, 2006 und 2007 wurden die Halbfinals der Play-offs um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft erreicht. Erfolge gab es insbesondere seit 2001 im Jugendbereich: 2001 und 2007 gewann die B-Jugend (U14) die deutsche Rollhockey-Meisterschaft, 2004, 2008 und 2009 die C-Jugend (U11) sowie in den Jahren 2002, 2005 und 2007 die D-Jugend (U9).

Seit 2010

Datei:IGR Remscheid Logo 2010.png
Logo der IGR Remscheid seit 2010

Zum Jahresende 2009 wurde gemäß einem Beschluss der Mitgliederversammlung des VfB Remscheid die Abteilung Rollhockey aus dem Verein ausgegliedert und während der laufenden Saison in den am 7. Oktober 2009 gegründeten „Rollsportverein -IGR-Remscheid e. V.“, kurz IGR Remscheid, überführt. Mit Zustimmung des Deutschen Rollsport und Inline-Verbandes (DRIV) führt die IGR Remscheid seit dem 1. Januar 2010 den Spielbetrieb in allen Ligen fort. 2010 wurde die A-Jugend (U17) Deutscher Rollhockey-Meister. Im Jahr 2011 belegten die Herren der IGR Remscheid den dritten Platz in der Rollhockey-Bundesliga und erreichten das DRIV-Pokal-Finale, in dem sie der ERG Iserlohn mit 2:3 und 5:7 unterlagen. Die D-Jugend (U9) gewann 2011 die deutsche Rollhockey-Meisterschaft. Die Damen der IGR Remscheid, die seit 2010 in einer Spielgemeinschaft mit dem SC Mokitos Wuppertal in der 2. Rollhockey-Bundesliga spielten und den zweiten Platz belegten, treten ab 2011 in der neuen eingleisigen Rollhockey-Damen-Bundesliga an. Die U20-Junioren der IGR Remscheid gewannen im Juli 2013 die deutsche Meisterschaft.

Datei:IGR Remscheid Jubel nach Pokalsieg 2016.jpg
Jubel nach dem Pokalsieg 2016

In der Spielzeit 2015/16 gelang es der IGR Remscheid erstmals in der Vereinsgeschichte den DRIV-Pokal zu gewinnen. Die U17-Juniorinnen wurden ebenfalls erstmals Deutscher Meister und konnten den Titel im Folgejahr verteidigen. In der Spielzeit 2016/17 zog die IGR nach 23 Jahren wieder das Finale um die deutsche Meisterschaft ein, scheiterte aber in zwei Spielen an der ERG Iserlohn. In der Saison 2017/18 startet erstmals seit fast 20 Jahren wieder ein Damenteam der IGR Remscheid in der Damen-Bundesliga. Im Dezember 2017 richtete die IGR Remscheid im Auftrag des europäischen Rollsport-Verbandes CERH die 4. Europameisterschaft der U17-Juniorinnen in der Sporthalle Hackenberg aus, bei der die deutsche Juniorinnennationalmannschaft den 3. Platz belegte.<ref>Deutschland verpasst knapp den EM-Titel. In: Remscheider General-Anzeiger. Abgerufen am 18. Januar 2018.</ref> Zum 1. Mai 2018 belegte das Bundesliga-Team der IGR Remscheid in der offiziellen Club-Weltrangliste mit Platz 62 die beste Platzierung unter den deutschen Vereinen.<ref>int. Club-Ranking Stand: 1. Mai 2018.</ref> Die U13-Jugend und die U17-Juniorinnen wurden Deutscher Meister. Am Ende der Saison 2018/19 standen das Herren- und das Damenteam in den Finals um die deutsche Meisterschaft und den DRIV-Pokal, vermochten aber keinen der Titel zu holen. In der Spielzeit 2019/20 errang das Damenteam erstmal die deutsche Meisterschaft. Der Deutsche Rollsport und Inline-Verband stellte die Saison aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie einen Spieltag vor Ende der Hauptrunde ein. Die IGR Remscheid wurde als Tabellenführer unter Anwendung einer Quotientenregelung zum Meister erklärt. Die U15-Jugend und die U17-Juniorinnen wurden ebenfalls deutscher Meister. 2023 setzten sich die Damen in drei Finalspielen um die deutsche Meisterschaft gegen den RSC Cronenberg durch.

Spielstätte

Datei:Euro U17-Juniorinnen 2017 in Remscheid.jpg
Euro U17-Juniorinnen in Remscheid – Torjubel des deutschen Teams

Die Spiele der IGR Remscheid werden in der Sporthalle Hackenberg ausgetragen. Das Spielfeld ist 40 mal 20 Meter groß und besitzt einen Synthetik-Belag. Das Fassungsvermögen der Sporthalle beträgt rund 400 Zuschauer. Ursprünglich spielte die IGR Remscheid auf einer Außenbahn im Remscheider Stadtpark und zog 1972 ins Sportzentrum Hackenberg in Remscheid-Lennep um.

Erfolge

Herren
  • Deutscher Meister: 1968, 1969, 1978, 1992, 1994
  • Vizemeister: 1993, 2017, 2019
  • DRIV-Pokal: 2016
Damen
  • Deutscher Meister: 2020, 2023
  • Vizemeister: 1998, 1999, 2019
Jugend
  • U20 Junioren: Deutscher Meister 1987, 2013
  • U17 Juniorinnen: Deutscher Meister 2016, 2017, 2018, 2020
  • U17 A-Jugend: Deutscher Meister 1969, 2010
  • U13/14/15 B-Jugend: Deutscher Meister 2001, 2007, 2018, 2020
  • U11 C-Jugend: Deutscher Meister 2004, 2008, 2009
  • U9 D-Jugend: Deutscher Meister 2002, 2005, 2007, 2011

Bekannte Spieler

Mannschaften

Saison 2019/20

Kader 1. Herren der Bundesliga-Saison 2019/020

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Saison Platzierung
1967 4.
1968 Deutscher Meister
1969 Deutscher Meister
1970 4.
1971 4.
1972 3.
1973 3.
1974 7.
1975 5.
1976 3.
1977 3.
1978 Deutscher Meister
1979 7.
1980 6.
1981 6.
1982 7.
1983 9.
1984 11., Abstieg in die Oberliga
1985 2. Oberliga
1986 1., Aufstieg in die Bundesliga
1987 7.
1988 4.
Saison Vorrunde Play-offs
1989 4. 1/4-Finale
1990 3. 1/2-Finale
1991 5. 1/4-Finale
1991/92 1. Deutscher Meister
1992/93 2. Vizemeister
1993/94 1. Deutscher Meister
1994/95 6. 1/4-Finale
Saison Platzierung
1995/96 10.
1996/97 7.
1997/98 8.
1998/99 7.
Saison Vorrunde Play-offs
1999/00 5. 1/4-Finale
2000/01 5. 1/2-Finale
2001/02 5. 1/2-Finale
2002/03 6. 1/4-Finale
2003/04 5. 1/4-Finale
2004/05 5. 1/2-Finale
2005/06 5. 1/2-Finale
2006/07 4. 1/2-Finale
2007/08 4. 1/4-Finale
2008/09 5. 1/4-Finale
2009/10 7. 1/4-Finale
2010/11 3. 1/4-Finale
2011/12 4. 1/2-Finale
2012/13 5. 1/2-Finale
2013/14 3. 1/2-Finale
2014/15 8. 1/4-Finale
2015/16 7. 1/4-Finale
2016/17 2. Vizemeister
2017/18 1. 1/2-Finale
2018/19 2. Vizemeister
2019/20 6. nicht ausgetragen
2010/21 -- Saison ausgefallen
2021/22 4. 1/2-Finale
2012/23 5. --

Vorlage:Klappleiste/Ende

Name Nationalität
Torwart
Jonas Langenohl DeutschlandDeutschland
Michael Raab DeutschlandDeutschland
Ole Kaldasch DeutschlandDeutschland
Ben Kessens DeutschlandDeutschland
Moritz Kreidewolf DeutschlandDeutschland
Feldspieler
Til Cramer DeutschlandDeutschland
Joshua Dutt DeutschlandDeutschland
Luis Hages DeutschlandDeutschland
Eric Krämer DeutschlandDeutschland
Tom Kessens DeutschlandDeutschland
Yannik Lukassen DeutschlandDeutschland
Alexander Ober DeutschlandDeutschland
Julian Benjamin Peinke DeutschlandDeutschland
Yannick Nicolas Peinke (C) DeutschlandDeutschland
Maximilian Richter DeutschlandDeutschland
Kai Riedel DeutschlandDeutschland
Paul Ronge DeutschlandDeutschland
Fabian Selbach DeutschlandDeutschland
Daniel Strieder DeutschlandDeutschland
Trainer-/Betreuerstab
Cheftrainer: Timo Meier DeutschlandDeutschland
Co-Trainer: Markus Wilk DeutschlandDeutschland
Mannschaftsarzt: Dr. Volker Peinke DeutschlandDeutschland
Mannschaftsarzt: Tim Decius DeutschlandDeutschland
Betreuer: Lukas Kuhn DeutschlandDeutschland
Betreuer: Jochen Thomas DeutschlandDeutschland

Kader Damen der Bundesliga-Saison 2019/20

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Saison Vorrunde Play-offs
2017/18 4. 1/2-Finale
2018/19 2. Vizemeister
2019/20 1. Deutscher Meister
2020/21 -- Saison ausgefallen
2021/22 4. 1/2-Finale
2022/23 2. Deutscher Meister

Vorlage:Klappleiste/Ende

Name Nationalität
Torwart
Annabell Pillenkamp DeutschlandDeutschland
Caro Reinert DeutschlandDeutschland
Lena Bambek DeutschlandDeutschland
Feldspieler
Anna Behrendt DeutschlandDeutschland
Saphira Giersch DeutschlandDeutschland
Julia Krause DeutschlandDeutschland
Finja Rohs DeutschlandDeutschland
Celina Söhngen DeutschlandDeutschland
Kira Steinmetz (C) DeutschlandDeutschland
Lea Steinmetz DeutschlandDeutschland
Leonie Stucke DeutschlandDeutschland
Trainer-/Betreuerstab
Trainer: Caro Reinert DeutschlandDeutschland
Trainer: Marcell Wienberg DeutschlandDeutschland
Mannschaftsarzt: Dr. Volker Peinke DeutschlandDeutschland
Betreuer: Sandra Pillenkamp DeutschlandDeutschland

Aktuelle Nationalspieler-/innen

  • Yannick Peinke (Senioren)
  • Daniel Strieder (Senioren)
  • Alex Ober (Senioren + U19)
  • Jonas Langenohl (Senioren)
  • Carolin Reinert (Seniorinnen)
  • Saphira Giersch (Seniorinnen)
  • Annika Zech (Seniorinnen)
  • Ben Kessens (U17 Jugend)
  • Paul Ronge (U17 Jugend)
  • Lea Steinmetz (U17 Juniorinnen)
  • Annabell Pillenkamp (U17 Juniorinnen)

Vorstand

  • Vorsitzender: Georg Feldhoff
  • stv. Vorsitzender: Thomas Beck
  • Schriftführer: Martin Lambotte
  • Kassiererin: Uta Feldhoff
Sportliche Leitung
  • sportlicher Leiter: Timo Meier
  • Jugendwart: Thomas Beck

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

<references />