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Hohes Perlgras

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Hohes Perlgras
Datei:Melica altissima sl3.jpg

Hohes Perlgras (Melica altissima)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Gattung: Perlgräser (Melica)
Art: Hohes Perlgras
Wissenschaftlicher Name
Melica altissima
L.

Das Hohe Perlgras (Melica altissima) ist eine Art aus der Gattung der Perlgräser (Melica) und gehört zur Familie der Süßgräser.

Datei:Melica altissima sl22.jpg
Habitus
Datei:Melica altissima sl19.jpg
Ährchen

Beschreibung

Das Hohe Perlgras ist ausdauernd und hat lange unterirdische Ausläufer; die Halme werden 40 bis 200 Zentimeter hoch.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> Die Blätter sind 5 bis 15 mm breit und flach; das Blatthäutchen ist eiförmig und 3 bis 5 mm lang.

Charakteristisch für die Art ist die dichte Rispe, die 10 bis 20 cm lang wird und am Grunde oft etwas unterbrochen ist. Unterhalb der Rispe ist der Halm von Stachelhaaren rau. Die Ährchenstiele sind kurz und im oberen Teil stark gebogen. Die Ährchen sind 7 bis 12 mm lang, teilweise nickend und umfassen 2 fertile und mehrere sterile Blütchen. Die Hüllspelzen sind eiförmig, stumpf und untereinander fast gleich. Die Deckspelzen der fertilen Blütchen sind 7 bis 11 mm lang, eiförmig, aber spitz, mit breitem Hautrand und 9- bis 13-nervig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18. Die Art blüht im Mai und Juni.<ref name="Hempel2012" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet dieser Art der Eurosibirischen Waldsteppenvegetation<ref name= "Hempel2012" /> reicht von der Slowakei und Ungarn ostwärts in die zentralasiatischen Gebirge bis Kirgisien im Süden und ins chinesische Xinjiang<ref name= "FOC" /> im Osten. Im Bereich des Kaukasus kommt sie südwärts bis Ostanatolien und die nordwestiranische Provinz Aserbaidschan vor.<ref name="Hempel2012" /> Bei Vorkommen in Niederösterreich und im tschechischen Ostböhmen<ref name= "Hempel2012" /> ist unklar, ob es sich um einheimische Exklaven am westlichen Arealrand oder um Verwilderungen aus Gartenkultur handelt.

Die Art wird seit dem 18. Jahrhundert<ref name= "Hempel2012" /> als Zierpflanze kultiviert. Sie neigt zur Verwilderung und tritt in Deutschland als lokal eingebürgerter Neophyt<ref name="FloraWeb" /> in Erscheinung, beispielsweise im niederbayerischen Perlesreut, aber auch in Berlin-Brandenburg, in Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen-Anhalt.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />

Das Hohe Perlgras wächst auf Lehm-, Löss- und lehmigen Schotterböden in Trockenwäldern und an wärmebeeinflussten Wald- und Gebüschsäumen, tritt aber auch an halbruderalen Standorten in Weinbergen und in Robinienbeständen auf.<ref name= "Hempel2012" />

Systematik

Das Hohe Perlgras wird in der Untergattung Melica zusammen mit den asiatischen Arten Melica turczaninowiana <templatestyles src="Person/styles.css" />Ohwi und Melica schafkati <templatestyles src="Person/styles.css" />Bondarenko in die Sektion Altimelica <templatestyles src="Person/styles.css" />W.Hempel gestellt.<ref name= "Hempel2012" />

Melica altissima wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Tomus I, S. 66 erstveröffentlicht.<ref name= "SpPl" /> Ein Synonym ist Melica sibirica <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam. Als Melica altissima <templatestyles src="Person/styles.css" />L. var. atropurpurea <templatestyles src="Person/styles.css" />Papp werden Pflanzen mit violett gefärbten Hüllspelzen bezeichnet, die als Zierpflanzen verwendet werden, taxonomisch aber bedeutungslos sind.<ref name= "Hempel2012" />

Das lateinische Epitheton „altissima“ bedeutet „die höchste“, was sich offenkundig auf die bedeutende Wuchshöhe dieser Art bezieht.

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Hempel2012">Werner Hempel: Revision und Phylogenie der Arten der Gattung Melica L. (Poaceae) in Eurasien und Nordafrika. In: Feddes Repertorium. Band 122, Nr. 1–2, S. 1–253, DOI:10.1002/fedr.201100029.</ref> <ref name="FOC">Zhen-lan Wu, Sylvia M. Phillips: Melica. In: , PDF-Datei, online.</ref> <ref name="SpPl">Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Impensis Laurentii Salvii, Holmiae 1753, S. 66, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D1%26issue%3D%26spage%3D66%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D</ref> <ref name="FloraWeb">Hohes Perlgras. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Melica. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 308.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Hohes Perlgras (Melica altissima) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien