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Roland Atz

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Roland Atz (* 11. Juli 1946 in Bozen) ist ein italienischer Politiker aus Südtirol.

Leben

Beruflich war der ausgebildete Elektriker als selbstständiger Kaufmann tätig.

Politisch engagierte sich Atz zunächst in der Südtiroler Volkspartei (SVP), in der sein Vater Josef von 1965 bis 1978 als Landessekretär gedient hatte. 1989 wurde er in den Bozner Gemeinderat und gleich anschließend als Assessor für Verkehr, Handel und Fremdenverkehr in den Stadtrat gewählt.<ref name="Regionalrat">Roland Atz. Regionalrat Trentino-Südtirol, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Oktober 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.regione.taa.it (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Als solcher verantwortete er die Einführung des Bozner Christkindlmarkts.<ref>Il personaggio. Alto Adige, 18. März 2005, abgerufen am 4. Oktober 2011.</ref>

1993 löste das Bekanntwerden einer Aussage Atz' einen Skandal aus. In einem Streitgespräch über am Bozner Stadtrand siedelnde Roma soll er gesagt haben, „die Zigeuner gehören alle erschlagen und vergast“. Atz, der diesen Ausspruch schriftlich nicht dementierte,<ref>Unverbesserlich. Die Zeit, 22. Oktober 1993, abgerufen am 4. Oktober 2011.</ref> erhielt parteiinterne Rückendeckung, woraufhin kurzzeitig sogar SVP-Obmann Siegfried Brugger zurücktrat.<ref>Intrigen spalten die Sammlungspartei. Focus, 29. Oktober 1993, abgerufen am 4. Oktober 2011.</ref>

Bei den wenige Wochen später stattfindenden Landtagswahlen 1993 konnte Atz ein Mandat für den Südtiroler Landtag und damit gleichzeitig den Regionalrat Trentino-Südtirol erringen, wo er als Fraktionssprecher der SVP fungierte. Erfolgreich verlief auch seine Kandidatur bei den Landtagswahlen 1998. In der folgenden Legislaturperiode war er von 1999 bis 2002 als Vizepräsident und Assessor für Vermögen, Ordnung der Handelskammern, Zusatzrenten und Nicht-EU-Bürger Mitglied der Regionalregierung.<ref name="Regionalrat" /> 2003 trat er nicht mehr zur Wahl an.<ref>Landtagsabgeordnete Arthur Feichter, Siegfried Messner, Bruno Hosp, Roland Atz und Antonino Lo Sciuto verabschiedet. Südtiroler Landtag (Pressemitteilung), 14. Oktober 2003, abgerufen am 4. Oktober 2011.</ref>

Bei den Landtagswahlen 2008 kandidierte Atz erfolglos für die Lega Nord.

Literatur

  • Südtiroler Landesregierung (Hrsg.): Südtirol-Handbuch 2002. Broschüre, Bozen 2002, S. 96 (online)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />