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Stillingia

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Stillingia
Datei:Stillingia lineata - Fangame tree - Mauritius.jpg

Stillingia lineata

Systematik
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Unterfamilie: Euphorbioideae
Tribus: Hippomaneae
Untertribus: Hippomaninae
Gattung: Stillingia
Wissenschaftlicher Name
Stillingia
Garden ex L.

Stillingia ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Die etwa 30 Arten kommen in gemäßigten bis tropischen Gebieten hauptsächlich in der Neuen Welt vor. Stillingia sylvatica wurde in der Volksmedizin genutzt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Native American Ethnobotany. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. März 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/herb.umd.umich.edu</ref>.

Beschreibung

Datei:Stillingia sylvatica 03.tif
Illustration von Stillingia sylvatica

Erscheinungsbild und Blätter

Stillingia-Arten sind meist aufrechte, einjährige bis ausdauernde<ref name="JepsonFloraProject" /> krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von bis zu 2 Meter erreichen. Seltener sind es Halbsträucher oder Sträucher, nur Stillingia acutifolia und Stillingia oppositifolia wachsen als kleine Bäume<ref name="Rogers1951" />. Der Milchsaft ist klar oder milchig<ref name="JepsonFloraProject" />. Die Pflanzenteile sind kahl<ref name="Rogers1951" />.

Die meist wechselständig und an der Sprossachse relativ weit voneinander entfernten oder selten gegenständig bis wirtelig angeordneten<ref name="Rogers1951" /> Laubblätter sind gestielt. Die einfachen, je nach Art dünnen bis häutigen oder ledrigen (nur bei Stillingia diphtherina) bis fleischigen<ref name="Rogers1951" /> Blattspreiten besitzen einen glatten oder gezähnten Blattrand und an der Spreitenbasis zwei Drüsen. Die winzigen<ref name="JepsonFloraProject" /> Nebenblätter sind fadenförmig und drüsig<ref name="Rogers1951" />.

Blütenstände und Blüten

Stillingia-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blüten stehen in seiten- oder endständigen, ährigen Gesamtblütenständen zusammen<ref name="JepsonFloraProject" />. In einem zymösen Teilblütenstand gibt es nur eine männliche, aber verschieden viele weibliche Blüten<ref name="Rogers1951" />. Die Hochblätter besitzen Drüsen<ref name="JepsonFloraProject" />. Die eingeschlechtigen Blüten sind mehr oder weniger radiärsymmetrisch<ref name="JepsonFloraProject" />. Es sind keine Kronblätter vorhanden. Die Kelchblätter sind meist frei. Die männlichen Blüten besitzen einen zweilappigen Kelch und zwei Staubblätter.<ref name="JepsonFloraProject" /> Die Staubbeutel öffnen sich mit einem Längsschlitz<ref name="Rogers1951" />. Die weiblichen Blüten besitzen drei in der Knospe überlappende Kelchblätter oder sie sind reduziert bis nicht vorhanden. Der oberständige Fruchtknoten ist selten zwei-, meist dreikammerig. Je Fruchtknotenkammer ist nur eine hängende, anatrope Samenanlage vorhanden<ref name="Rogers1951" />. Die drei Griffel sind fast frei.

Früchte und Samen

Die selten zwei-, meist dreilappigen, septizidalen Kapselfrüchte zerfallen in selten zwei, meist drei einsamige Teilfrüchte<ref name="Rogers1951" />. Die Samen sind gepunktet. Der Embryo besitzt zwei breite und abgeflachte Keimblätter (Kotyledonen)<ref name="Rogers1951" />.

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Stillingia wurde 1767 von Carl von Linné in Systema Naturae, 12. Auflage, Band 2, Seiten 611 und 637 behandelt und in der als unabhängiger Anhang zu diesem Werk<ref name = "TaxLit" /> gleichzeitig erschienenen Carl von Linné: Mantissa Plantarum, Band 1, S. 19 unter der Autorenschaft von Alexander Garden erstbeschrieben. Ein Synonym für Stillingia <templatestyles src="Person/styles.css" />Garden ex L. ist Gymnostillingia <templatestyles src="Person/styles.css" />Müll. Arg.<ref name="GRIN" /><ref name="tropicos" /> Der Gattungsname Stillingia ehrt den englischen Botaniker Benjamin Stillingfleet (1702–1771).<ref name="Rogers1951" />

Johann Friedrich Klotzsch stellte diese Gattung in die Tribus Hippomaneae. Die nah verwandte Gattung Sapium (Sapium-Arten sind verholzende Pflanzen, bei denen die Kelchblätter immer verwachsen sind) wurde von einigen Autoren mal in die Gattung Stillingia gestellt und dann wieder nicht. Rogers (1951) gliederte diese Gattung in mehrere Untergattungen.<ref name="Rogers1951" />

Die Gattung Stillingia gehört zur Subtribus Hippomaninae aus der Tribus Hippomaneae in der Unterfamilie Euphorbioideae innerhalb der Familie der Euphorbiaceae.<ref name="GRIN" />

Datei:Stillingia linearifolia 001.jpg
Stillingia linearifolia
Datei:Stillingia sylvatica 01.jpg
Stillingia sylvatica

Die etwa 26 Arten kommen in gemäßigten, warmen, subtropischen bis tropischen Gebieten hauptsächlich in der Neuen Welt vor. Die Ausnahmen sind: drei Arten sind in Madagaskar und eine Art auf Réunion, Mauritius, Fidschi und in Malesien heimisch. Die Arten, deren Areale dem Äquator am nächsten sind, gedeihen nur in oberen Höhenlagen. Das Verbreitungsgebiet reicht nach Norden bis zum 38. Breitengrad im südlichen Kansas und nach Süden bis in die Sierra de Cordoba in Argentinien.<ref name="Rogers1951" />

Es gibt etwa 26 Stillingia-Arten:<ref name="WCSP" />

  • Stillingia acutifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Benth.) Benth. & Hook. f. ex Hemsl. (Syn.: Stillingia pietatis <templatestyles src="Person/styles.css" />McVaugh): Es sind kleine Bäume. Die Art kommt von Mexiko bis Honduras vor.<ref name="WCSP" />
  • Stillingia aquatica <templatestyles src="Person/styles.css" />Chapm.: Sie ist in Georgia und Florida beheimatet.
  • Stillingia argutedentata <templatestyles src="Person/styles.css" />Jabl.: Sie kommt nur im östlichen brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vor.
  • Stillingia bicarpellaris <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Watson: Sie kommt nur im nordöstlichen Mexiko vor.
  • Stillingia bodenbenderi <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kuntze) D.J.Rogers (Syn.: Stillingia dusenii <templatestyles src="Person/styles.css" />Pax & K.Hoffm.): Sie kommt vom südlichen und südöstlichen Brasilien bis Argentinien vor.<ref name="WCSP" />
  • Stillingia dichotoma <templatestyles src="Person/styles.css" />Müll.Arg.: Sie kommt nur in den brasilianischen Bundesstaaten Bahia und Rio de Janeiro vor.
  • Stillingia diphtherina <templatestyles src="Person/styles.css" />D.J.Rogers: Sie kommt vom südlichen Mexiko bis Honduras vor.
  • Stillingia linearifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Watson: Das Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen Kalifornien, westlichen Arizona und südlichen Nevada bis zur Insel Guadalupe und den mexikanischen Bundesstaaten Baja California und Sonora.
  • Stillingia lineata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lam.) Müll.Arg.: Es gibt zwei Unterarten. Sie kommt auf Réunion, Mauritius, Fidschi und in Malesien vor.
  • Stillingia oppositifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Baill. ex Müll.Arg.: Es sind kleine Bäume.: Sie kommt im südlichen Brasilien vor.
  • Stillingia parvifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Sánchez Vega, Sagást. & Huft: Sie ist in Peru beheimatet.
  • Stillingia patagonica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Speg.) Pax & K.Hoffm.: Sie ist im südlichen Argentinien beheimatet. Sie wird auch als Spegazziniophytum patagonicum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Speg.) Esser in die Gattung Spaegazziniophytum gestellt.<ref name="WCSP" />
  • Stillingia paucidentata <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Watson: Sie kommt vom südöstlichen Kalifornien bis Arizona vor.
  • Stillingia peruviana <templatestyles src="Person/styles.css" />D.J.Rogers: Sie ist in Peru beheimatet. Die Frucht ist essbar.<ref name="WCSP" />
  • Stillingia querceticola <templatestyles src="Person/styles.css" />McVaugh: Sie kommt nur im mexikanischen Bundesstaat Nayarit vor.
  • Stillingia salpingadenia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Müll.Arg.) Huber (Syn.: Stillingia scutellifera <templatestyles src="Person/styles.css" />D.J.Rogers): Sie kommt von Bolivien bis ins nordöstliche Argentinien vor.
  • Stillingia sanguinolenta <templatestyles src="Person/styles.css" />Müll.Arg.: Sie kommt von Mexiko bis Honduras vor.
  • Stillingia saxatilis <templatestyles src="Person/styles.css" />Müll.Arg.: Sie kommt in den östlichen brasilianischen Bundesstaaten Bahia und Minas Gerais vor.
Sie kommt von Paraguay bis ins nordöstliche Argentinien (Misiones) vor.
  • Stillingia spinulosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Torr.: Sie kommt vom südlichen Nevada, südöstlichen Kalifornien und südwestlichen Arizona bis in die mexikanischen Bundesstaaten Baja California del Norte und Sonora vor.
  • Stillingia sylvatica <templatestyles src="Person/styles.css" />L. (Syn.: Stillingia tenuis <templatestyles src="Person/styles.css" />Small): Sie kommt mit zwei Unterarten in den zentralen und südöstlichen USA vor.
  • Stillingia tenella <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pax & K.Hoffm.) Esser: Sie kommt von Bolivien bis Argentinien (Jujuy) vor.
  • Stillingia terminalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Baill.: Sie kommt in Madagaskar vor.
  • Stillingia texana <templatestyles src="Person/styles.css" />I.M.Johnst.: Sie kommt von Oklahoma, New Mexico und Texas bis in den mexikanischen Bundesstaat Coahuila vor.
  • Stillingia trapezoidea <templatestyles src="Person/styles.css" />Ule: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Piauí vor.
  • Stillingia treculiana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Müll.Arg.) I.M.Johnst.: Sie kommt vom südlichen Texas bis ins nordöstliche Mexiko vor.
  • Stillingia uleana <templatestyles src="Person/styles.css" />Pax & K.Hoffm.: Sie kommt in den östlichen brasilianischen Bundesstaaten Bahia und Minas Gerais vor.
  • Stillingia zelayensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kunth) Müll.Arg.: Sie kommt von Mexiko bis ins westliche Panama vor.

Literatur

  • Stillingia im Jepson Flora Project. (Artenzahl, Verbreitung und Beschreibung)
  • David James Rogers: A revision of Stillingia in the new world. In: Annals of the Missouri Botanical Garden. Band 38, Nr. 3, 1951, S. 207–243 (Online [abgerufen am 10. September 2021]). (Systematik, Verbreitung und Beschreibung)

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="tropicos"> Eintrag bei Tropicos. </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Rogers1951"> David James Rogers: A revision of Stillingia in the new world. In: Annals of the Missouri Botanical Garden. Band 38, Nr. 3, 1951, S. 207–243 (Online [abgerufen am 10. September 2021]). </ref> <ref name="JepsonFloraProject"> Stillingia im Jepson Flora Project. </ref> <ref name = "TaxLit"> Frans Antonie Stafleu, Richard S. Cowan: Taxonomic literature. A selective guide to botanical publications and collections with dates, commentaries and types. Second edition. Volume III: Lh-O. In: Regnum Vegetabile. Band 105, 1981, S. 107 online bei biodiversitylibrary.org. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Stillingia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien