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Mannose-6-phosphat

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Strukturformel
D-Mannose-6-phosphat
Allgemeines
Name Mannose-6-phosphat
Summenformel C6H13O9P
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 65127
ChemSpider 58636
DrugBank DB11848
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 260,14 g·mol−1
Aggregatzustand

fest (Natriumsalz)<ref name="Sigma" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben</ref>

Natriumsalz

keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

D-Mannose-6-phosphat, Abkürzung M6P, ist ein Phosphorsäureester der Mannose. M6P ist ein wichtiger Metabolit vieler Stoffwechsel-Prozesse in allen Lebewesen.

Physiologische Bedeutung

Freie Mannose wird innerhalb einer Zelle mittels Hexokinase zu M6P phosphoryliert, wodurch sie die Zelle nicht mehr verlassen kann. Wird von der Zelle kein M6P für den Aufbau von Glycoproteinen benötigt, so kann sie unter dem katalytischen Einfluss des Enzyms Mannose-6-phosphat-Isomerase in Fructose-6-phosphat umgewandelt werden, das mittels Glykolyse verwertet werden kann.<ref>F. Horn: Biochemie des Menschen. Georg Thieme Verlag, 2009, ISBN 3-131-30884-2, S. 121. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>

Mannose-6-phosphat dient als Erkennungsmolekül für lysosomale Enzyme. Die im rauen endoplasmatischen Retikulum produzierten Hydrolasen tragen Oligosaccharide mit mehreren an Stickstoff gebundenen Mannose-Resten. Diese Mannose-Reste werden im cis-Golgi-Netzwerk phosphoryliert. Der dabei gebildete M6P-Rest ist für den weiteren Transport dieser Enzyme von großer Wichtigkeit. Über Signalbereiche in der Peptidsequenz wird in der Zelle sichergestellt, dass nur die Mannose-Gruppen der lysosomalen Enzyme und nicht die anderer Enzyme phosphoryliert werden. Die Phosphorylierung läuft in zwei enzymatisch katalysierten Schritten ab. Die Phosphotransferase N-Acetylglucosaminyl-1-Phosphotransferase (EC 2.7.8.17, GlcNAc-Phosphotransferase) fügt zunächst einen N-Acetylglucosamin-1-phosphat-Rest an ein Asparagin. Ein zweites Enzym, N-Acetylglucosamin-1-phosphodiester-α-N-Acetylglucosaminidase, schneidet dann den N-Acetylglucosamin-Rest ab. Die Anzahl der M6P-Einheiten korreliert mit der Stärke des Erkennungssignals. Membranständige Mannose-6-phosphat-Rezeptoren des trans-Golgi-Netzwerkes binden an die M6P-Einheiten der Enzyme und sorgen für die Bildung von Clathrin-umhüllten Vesikeln (clathrin coated vesicles), die den aus Enzym-M6P und M6P-Rezeptor gebildeten Komplex beinhalten. Die Vesikel verlieren erst ihre Clathrinhülle, bevor sie mit dem Endolysosomen verschmelzen. Durch den niedrigen pH-Wert im Lysosom wird der Komplex wieder zerstört und der Phosphatrest von der Mannose abgespalten. Die freigesetzten M6P-Rezeptoren werden über Vesikel wieder zurück in das trans-Golgi-Netzwerk transportiert, wo sie wieder für den Enzymtransport zur Verfügung stehen.<ref>G. Rehner, H. Daniel: Biochemie der Ernährung. Verlag Springer, 2010, ISBN 3-827-42041-5, S. 79–80. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>

Weiterführende Literatur

Einzelnachweise

<references/>