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Pterodiscus

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Pterodiscus
Datei:Pterodiscus speciosus.jpg

Pterodiscus speciosus

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Sesamgewächse (Pedaliaceae)
Gattung: Pterodiscus
Wissenschaftlicher Name
Pterodiscus
Hook.

Pterodiscus ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Sesamgewächse. Der Gattungsname wird aus dem griechischen pteros für Flügel und dem lateinischen discus für Scheibe hergeleitet und bezieht sich auf die Struktur der Früchte.

Beschreibung

Es handelt sich um mehrjährige krautige Pflanzen mit einem kurzen, ausdauerndem Caudex. An der Spitze des Caudex werden in jeder Vegetationsperiode einjährige Triebe ausgebildet. Diese können bis 50 cm lang werden. Die gestielten Blätter sind leicht sukkulent und in der Spreite sehr unterschiedlich geformt. Sie können linealisch oder lanzettlich bis breit länglich oder elliptisch ausgebildet sein. Der Rand der Blätter ist entweder ganzrandig, gebuchtet, gezähnt, fiederteilig oder fiederschnittig.

Die gelben, leuchtend orangen, roten oder purpurnen, selten auch weißen, Blüten erscheinen einzeln aus den Blattachseln. Die schmal zylindrische, an der Basis oft leicht ausgesackte Kronröhre ist im unteren Teil verschmälert oder selten im oberen Teil trichterig. Die am Ende des ausgebreiteten Kronsaumes befindlichen gleich großen Lappen sind etwa kreisrund bis elliptisch. In der Röhre sind die vier Staubblätter eingeschlossen, deren Theken abspreizen. Ein fünftes Staubblatt ist meist als Staminodium vorhanden.

Die beiden Fruchtknotenfächer sind ungeteilt. Die manchmal stark verholzte, geschlossen bleibende Frucht ist seitlich etwas zusammengedrückt und besitzt an allen vier Außenkanten einen 1 bis 12 mm breiten, meist pergamentartigen Flügel. Das schwammige Mesocarp enthält große Höhlungen. Die Seitenansicht der Frucht einschließlich der Flügel ist breit elliptisch, eiförmig, kreisrund oder quer elliptisch (bei Pterodiscus aurantiacus). Oft ist sie leicht asymmetrisch geformt, an der Spitze ausgerandet oder mit aufgesetzten Spitzchen versehen. Für gewöhnlich ist sie an der Basis ausgerandet. Der Fruchtkörper ist meist in der unteren Hälfte am breitesten. Der obere Teil ist steril und bildet oft einen Schnabel aus.

Die Samen befinden sich entweder zu 1 bis 3 Stück in jedem Fach und sind dann länglich ausgebildet mit einer glatten Samenschale. Oder sie sind zu 4 bis 8 Stück, selten bis 10 Stück in jedem Fach und sind dann eiförmig mit einer runzeligen Samenschale.

Datei:Pterodiscus elliottii02.jpg
Pterodiscus elliottii
Datei:Pterodiscus ngamicus.jpg
Pterodiscus ngamicus

Verbreitung und Systematik

Die Arten der Gattung Pterodiscus sind im Südwesten, Süden, Osten und Nordosten von Afrika verbreitet.

Die Gattung wurde 1844 beschrieben und umfasst 16 Arten. Als Typusart der Gattung wurde Pterodiscus speciosus <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook. bestimmt.

  • Pterodiscus angustifolius <templatestyles src="Person/styles.css" />Engl.: Sie kommt in Mosambik und in Tansania vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus aurantiacus <templatestyles src="Person/styles.css" />Welw.: Sie kommt in Angola, Namibia und Botswana vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus brasiliensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(J.Gay ex DC.) Asch.: Sie kommt in Angola vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus cinnabarinus <templatestyles src="Person/styles.css" />Peckover: Sie kommt im nördlichen Südafrika vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus coeruleus <templatestyles src="Person/styles.css" />Chiov.: Sie kommt im südlichen Somalia und im nördlichen Kenia vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus elliottii <templatestyles src="Person/styles.css" />Baker ex Stapf: Sie kommt iun Sambia und in Simbabwe vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus kellerianus <templatestyles src="Person/styles.css" />Schinz: Sie kommt in Äthiopien, Somalia und in Kenia vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus luridus <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook.f.: Sie kommt in Südafrika vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus makatiniensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Peckover: Sie kommt in KwaZulu-Natal vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus ngamicus <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br. ex Stapf: Sie kommt in Namibia, Südafrika, Botswana, Mosambik und Simbabwe vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus purpureus <templatestyles src="Person/styles.css" />Chiov.: Sie kommt in Somalia vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus ruspolii <templatestyles src="Person/styles.css" />Engl.: Sie kommt in Äthiopien, im Sudan, Somalia und Kenia vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus saccatus <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Moore: Sie kommt im östlichen Äthiopien und im nördlichen Somalia vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus somanei <templatestyles src="Person/styles.css" />Peckover: Die 2019 neu beschriebene Art kommt in Äthiopien vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus speciosus <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook.: Sie kommt in Botswana und in Südafrika vor.<ref name="POWO" />
  • Pterodiscus undulatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Baker f.: Sie kommt in Äthiopien und in Somalia vor.<ref name="POWO" />

Quellen

  • Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Zweikeimblättrige Pflanzen (Dicotyledonen). Eugen Ulmer, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3915-4, S. 375–379.

Einzelnachweise

<references> <ref name="POWO">Pterodiscus. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks

Commons: Pterodiscus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien