Grauer Wanzensame
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| Grauer Wanzensame | ||||||||||||
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| Datei:Corispermum marschallii Sturm32.jpg
Grauer Wanzensame (Corispermum marschallii) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Corispermum marschallii | ||||||||||||
| Steven |
Die Pflanzenart Grauer Wanzensame (Corispermum marschallii) gehört zur Unterfamilie Corispermoideae innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Graue Wanzensame wächst als einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 30 bis 40 Zentimeter erreicht. Sie ist ästig verzweigt. Junge Äste sind behaart mit verzweigten Trichomen, später verkahlen sie. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind sitzend. Die wenig oder kaum fleischige Blattspreite ist flächig, schmal lanzettlich bis linealisch, ganzrandig und bespitzt.
Blütenstand, Blüte und Frucht
In kurzen, dichten ährigen Blütenständen sitzen die Blüten einzeln in der Achsel eines blattartigen, breit eiförmigen Tragblattes, welches schmaler als die Frucht ist. Vorblätter (Brakteolen) fehlen. Die Blüten sind zwittrig. Die Blütenhülle fehlt meist, selten besteht sie aus ein bis drei durchsichtigen, trockenhäutigen Schüppchen, welche die Blütezeit (Anthese) nicht überdauern. Es sind meist drei Staubblätter vorhanden. Die Pollenkörner sind vom „Chenopodium-Typ“. Der kugelförmige Fruchtknoten trägt zwei freie Narbenäste. Die Blütezeit reicht von Juli bis September.
Die Frucht ist deutlich zusammengedrückt, breit eiförmig, mit Stützgewebe aus Makrosklereiden. Am Rand ist die Frucht breit geflügelt, die häutigen Flügel sind mindestens ein Drittel so breit wie der Same, ihr Rand ist gezähnelt. Die vertikalen Samen enthalten einen hufeisenförmigen Embryo, der das reichlich vorhandene Nährgewebe (Perisperm) umgibt.
Chromosomenzahl
Die Chromosomenzahl ist 2n = 18<ref name="BiolFlor" />.
Vorkommen
Der Graue Wanzensame ist in Europa in der Florenzone der sommergrünen Trockenwälder und Steppen (submeridional) und im südlichen Bereich der gemäßigten Zone verbreitet<ref name="BiolFlor" />. In Deutschland kommt er seit etwa 1836 vor<ref name="BiolFlor" /> und gilt als eingebürgerter Neophyt<ref name="FloraWeb" />. Er wächst an trockenen, sandigen Ruderalstellen und auf Binnendünen. Er kommt in Mitteleuropa in Gesellschaften des Verbands Salsolion vor.<ref name="Oberdorfer2001" />
Systematik
Die Erstbeschreibung von Corispermum marschallii erfolgte 1814 durch Christian von Steven in Mémoires de la Société Impériale des Naturalistes de Moscou, 5, S. 336–337. Ein Synonym für Corispermum marschallii <templatestyles src="Person/styles.css" />Steven ist Corispermum borysthenicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Andrz.<ref>Pertti Uotila, 2011: Chenopodiaceae (pro parte majore) . – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Corispermum marschallii. Eintrag bei Euro+Med Plantbase</ref>. (Nach Uotila 2011 ist der bei Tropicos<ref name="tropicos" /> als Synonym genannte Corispermum volgicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Klokov dagegen ein Synonym von Corispermum canescens <templatestyles src="Person/styles.css" />Schult.).
Die Art Corispermum marschallii gehört zur Gattung Corispermum in der Tribus Corispermeae, der einzigen Tribus der Unterfamilie Corispermoideae innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Früher wurde sie zur Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) gestellt.
Literatur
- Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4, S. 94 (Abschnitt Beschreibung).
- Werner Rothmaler: Exkursionsflora Band 4, Berlin, Volk und Wissen, 1982, S. 165 und 174 (Abschnitte Beschreibung, Habitat)
Einzelnachweise
<references> <ref name="BiolFlor">Corispermum marschallii bei BiolFlor.</ref> <ref name="FloraWeb"> Grauer Wanzensame. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="tropicos">Corispermum marschallii bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> </references>