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Merrilliopanax

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Merrilliopanax
Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Araliengewächse (Araliaceae)
Unterfamilie: Aralioideae
Gattung: Merrilliopanax
Wissenschaftlicher Name
Merrilliopanax
H.L.Li

Der Merrilliopanax ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Die nur drei Arten sind im Himalaya-Raum und Hochland von Tibet verbreitet.<ref name="FoC" />

Beschreibung

Erscheinungsbild und Blätter

Merrilliopanax-Arten wachsen als immergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Der Stamm und die Äste weisen keine Stacheln auf. Der Stamm besitzt ein Mark.<ref name="FoC" />

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind groß und in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten können zwei- oder dreilappig oder ungelappt (Merrilliopanax listeri) sein (darin unterscheidet sie sich von den nächstverwandten Gattungen). Die Blattränder sind glatt bis gesägt oder gezähnt. Die zwei unauffälligen bis kaum erkennbaren Nebenblätter sind mit dem Blattstiel verwachsen.<ref name="FoC" />

Blütenstände und Blüten

Die end- oder seitenständigen auf einem Blütenstandsschaft stehenden, verzweigten, rispigen Gesamtblütenstände sind aus doldigen Teilblütenständen zusammengesetzt und enthalten viele Blüten.<ref name="FoC" />

Die wohl zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter bilden einen Kranz mit fünf winzigen Kelchzähnen. Es sind fünf Kronblätter vorhanden. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Die zwei Griffel sind vollkommen frei oder an ihrer Basis verwachsen.<ref name="FoC" />

Früchte und Samen

Die ellipsoiden Steinfrüchte enthalten zwei Samen. Die Samen besitzen Endosperm.<ref name="FoC" />

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Merrilliopanax wurde 1942 von Hui Lin Li in The Araliaceae of China, in Sargentia - A continuation of the contributions from the Arnold arboretum of Harvard University, Band 2, Seite 62–63<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt.<ref name="tropicos" /> Typusart ist Merrilliopanax listeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(King) H.L.Li. Der Gattungsname Merrilliopanax ehrt den US-amerikanischen Botaniker Elmer Drew Merrill (1876–1956).<ref name="Burkhardt2018" />

Die Merrilliopanax-Arten kommen im nordöstlichen Indien, Bhutan, Nepal, Myanmar und mit allen drei Arten im westlichen China vor.<ref name="FoC" />

Die Gattung Merrilliopanax gehört zur Unterfamilie Aralioideae innerhalb der Familie Araliaceae.<ref name="GRIN" />

Es gibt nur drei Merrilliopanax-Arten:<ref name="WCSP" />

  • Tibetanischer Reispapierbaum (Merrilliopanax alpinus <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.B.Clarke) C.B.Shang, Syn.: Brassaiopsis alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />C.B.Clarke, Merrilliopanax tibetanus <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Y.Wu & S.K.Wu, Pseudobrassaiopsis alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.B.Clarke) R.N.Banerjee, Tetrapanax tibetanus <templatestyles src="Person/styles.css" />G.Hoo, Merrilliopanax cordifolius <templatestyles src="Person/styles.css" />Sastry): Das Verbreitungsgebiet reicht vom nordöstlichen Indien über Bhutan und Nepal bis ins südliche Tibet.<ref name="FoC" />
  • Merrilliopanax listeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(King) H.L.Li (Syn.: Dendropanax listeri <templatestyles src="Person/styles.css" />King, Gilibertia listeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(King) Hand.-Mazz., Merrilliopanax chinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />H.L.Li): Das Verbreitungsgebiet reicht vom nordöstlichen Indien über das nördliche Myanmar bis in das nordöstliche Yunnan.<ref name="FoC" />
  • Merrilliopanax membranifolius <templatestyles src="Person/styles.css" />(W.W.Sm.) C.B.Shang(Syn.: Nothopanax membranifolius <templatestyles src="Person/styles.css" />W.W.Sm., Gilibertia membranifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(W.W.Sm.>) Hand.-Mazz., Gilibertia myriantha <templatestyles src="Person/styles.css" />Hand.-Mazz.): Das Verbreitungsgebiet reicht vom nordöstlichen Indien über das nördliche Myanmar bis in das nordwestliche und westliche Yunnan.<ref name="FoC" />

Nutzung

Der Tibetanische Reispapierbaum (Merrilliopanax alpinus, chinesisch: 西藏常春木 xi zang chang chun mu) und Merrilliopanax listeri, chinesisch: 常春木 chang chun mu, werden als Heilpflanze in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. Beide Arten werden auch in tropischen bis subtropischen Parks und Gärten als Zierpflanze verwendet. Das Mark des Stammes des Tibetanischen Reispapierbaumes wird in Stücke geschnitten und zu Papier, „Reispapier“ genannt, verarbeitet.

Quellen

  • Qibai Xiang & Porter P. Lowry: Araliaceae.: Merrilliopanax, S. 446 - textgleich online wie gedrucktes Werk In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 13: Clusiaceae through Araliaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-59-7. (Abschnitte Beschreibung, Systematik, Vorkommen und Nutzung)
  • Hui Lin Li: The Araliaceae of China, In: Sargentia - A continuation of the contributions from the Arnold arboretum of Harvard University, 2, S. 62–63: Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. (Abschnitt Beschreibung, Systematik und Namensherkunft)

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="tropicos"> Merrilliopanax bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="FoC"> Qibai Xiang, Porter P. Lowry: Araliaceae.: Merrilliopanax, S. 446 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 13: Clusiaceae through Araliaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-59-7. </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. online. </ref> </references>

Weblinks