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Wulf Architekten

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wulf architekten gmbh
Rechtsform GmbH
Gründung 1987
Sitz Stuttgart, Deutschland
Leitung Tobias Wulf, Jan-Michael-Kallfaß, Ingmar Menzer, Steffen Vogt, Gabriel Wulf<ref>Impressum. Abgerufen am 26. September 2025.</ref>
Mitarbeiterzahl 150<ref>Büro. Abgerufen am 26. September 2025.</ref>
Branche Architektur
Website wulfarchitekten.com

Wulf Architekten ist ein deutsches Architekturbüro mit Hauptsitz in Stuttgart. 2015 wurden sie mit dem Hugo-Häring-Landespreis ausgezeichnet.

Büro

Das Büro geht aus dem 1987 von Tobias Wulf gegründeten Architekturbüro hervor und wird heute von Tobias Wulf, Jan-Michael Kallfaß, Ingmar Menzer, Steffen Vogt und Gabriel Wulf geleitet. Von 1996 bis 2018 waren Kai Bierich und Alexander Vohl als Partner von Tobias Wulf bei wulf architekten tätig. Das Büro hat Niederlassungen in Berlin, Basel und der Schweiz.

Derzeit (2026) beschäftigt das Büro etwa 150 Mitarbeiter, davon fünf als Teamleiter und neun als Leitende Architekten. Die Geschäftsführer engagieren sich über ihre Bürotätigkeit hinaus auch in der Lehre, in Gestaltungsbeiräten und bei Preisgerichten.

Die Schwerpunkte der Bauaufgaben liegen auf öffentlichen Bauten in den Bereichen Kultur, Bildung und Forschung sowie Büro, Gewerbe und Soziales, mitunter auch für private Auftraggeber. Insbesondere seit der Jahrtausendwende gehören Bauen im Bestand, innovative Energiekonzepte und infrastrukturelle Großprojekte wie Messen und Kulturbauten zum Repertoire des Architekturbüros.

Ein Großteil<ref>vgl."Gib Alles! Architekturwettbewerbe im Dialog der Generationen", Ausstellung in der Architekturgalerie am Weißenhof in Stuttgart, 26. Oktober 2017 bis 7. Januar 2018</ref> der Projektaufträge erfolgt über Wettbewerbserfolge wie zum Beispiel der Campus-Neubau der Berner Fachhochschule (1. Preis, 2019)<ref>Detail | BFH – Berner Fachhochschule. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. Februar 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bfh.ch (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>, die Deutsche Botschaft in Tiflis, Georgien (1. Preis, 2014)<ref>BauNetz Media GmbH: Architekturland Georgien – Wettbewerb für Deutsche Botschaft Tiflis entschieden. 24. September 2014, abgerufen am 19. Februar 2019.</ref>, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn (1. Preis, 2011), das Landesamt für Finanzen in Landshut (1. Preis, 2006), das adidas factory outlet in Herzogenaurach (1. Preis, 2002) und die Neue Messe Stuttgart (1. Preis, 2000). Seit der Bürogründung 1987 wurden rund fünfhundert Wettbewerbe bearbeitet, 65 davon wurden mit einem 1. Preis ausgezeichnet.<ref>wulf architekten (Hrsg.): Rhythmus und Melodie, Sulgen (CH): niggli Verlag, S. 240</ref>

Im denkmalgeschützten Sanierungsbereich planten Wulf 2008 die Generaloberst-Beck-Kaserne (ehemalige Ordensburg) in Sonthofen.<ref>Ergebnis auf competitionline. Abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>

Nach Vorgabe des Münchener Stadtrates basiert der Entwurf für die Vier Grundschulen auf dem pädagogischen Konzept des „Münchener Lernhauses“. Dieses berücksichtigt architektonische, pädagogische wie schulorganisatorische Aspekte, ermöglicht zeitgemäßes Lernen und gewährleistet somit eine hohe Qualität der Bildung und Lehre. Das Projekt nimmt eine Vorreiterrolle im deutschen Schulbau ein, da es als Pilotprojekt für modulare Bauweise entstand.<ref>vgl. Paul, Jochen: „Serienreif“. In: Bauwelt 18 (2018), S. 30–37, hier S. 32f.</ref>

Das Projekt DZNE in Bonn ist bundesweit das erste Laborgebäude, das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat die nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) vergebene Zertifizierung in „Gold“ erhält.<ref>Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Januar 2020; abgerufen am 19. Februar 2019.</ref><ref>Winterhager, Uta: „Farbgedächtnis auf dem Venusberg“. In: Bauwelt 12 (2017), S. 28–37, hier S. 34f.</ref><ref>Home | wulf architekten. Abgerufen am 19. Februar 2019.</ref>

Die 2007 fertiggestellte Neue Messe Stuttgart betont mit ihren geschwungenen Dächern und Glasfassaden den Bezug zur umgebenden Landschaft. In diesem Großprojekt, das 7 Messehallen, ein Kongresszentrum sowie eine Veranstaltungshalle umfasst, dokumentiert sich die intensive Auseinandersetzung mit den Besonderheiten eines Ortes. Tobias Wulf erläutert hierzu: „Unser Entwurf folgt nicht ausschließlich funktionalen Erfordernissen – diese zu erfüllen muss selbstverständlich sein –, sondern er entstand im Wesentlichen aus übergeordneten Kriterien der Landschaft und der Wahrnehmung von Raum.“<ref>Tobias Wulf: Die Messe in der Landschaft; in: Falk Jaeger: Unter schwingenden Dächern, Die Neue Messe Stuttgart, Ludwigsburg: avedition Verlag 2007, S. 54</ref> Im Januar 2018 erfolgte die Fertigstellung der im Wettbewerbsentwurf bereits gezeichneten zehnten Halle, die von 68 Meter langen Holzleimbindern überspannt wird.<ref>Beitrag zur Fertigstellung der Halle 10 aus der Stuttgarter Zeitung</ref> In Planung befinden sich u. a. eine weitere Ausstellungshalle, ein zweites Kongresszentrum sowie ein weiteres Großparkhaus.

Projektfotos

Wettbewerbserfolge (Auswahl)

Bauten (Auswahl)

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

  • wulf architekten: Struktur und Typus. Basel: Birkhäuser 2025, ISBN 978-3-0356-2912-5
  • wulf architekten: Rhythmus und Melodie, mit einer Einführung von Hubertus Adam. Sulgen (CH): niggli Verlag 2014, ISBN 978-3-7212-0900-6
  • Wulf & Partner: Wulf & Partner selected works 2003–2010. Wiesbaden: Nelte Verlag 2010, ISBN 3-932509-53-6
  • Falk Jaeger: Wulf & Partner – Monografie. Berlin: Jovis Verlag 2007, ISBN 978-3-939633-55-6
  • Falk Jaeger: Unter schwingenden Dächern, Die Neue Messe Stuttgart. Ludwigsburg: avedition Verlag 2007, ISBN 978-3-89986-091-7
  • Wulf & Partner: Adidas Factory Outlet – Architektur und Design. Ludwigsburg: avedition Verlag 2005; ISBN 3-89986-041-1
  • Wulf & Partner: inbewegung, Ausstellungskatalog. Berlin: aedes Verlag 2004, ISBN 3-937093-38-9

Weblinks

Einzelnachweise

<references />