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Schloss Reinthal

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Schloss Reinthal

Das Schloss Reint(h)al liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Hart bei Graz im Bezirk Graz-Umgebung in der Steiermark. Der gegenwärtige Eigentümer des Schlosses ist Johann Höllwart (Stand: April 2020).

Geschichte

Das Schloss wurde vom Schrannenadvokaten Bartholomäus Rues 1545 erbaut. Er brauchte dort sein Wappen an, das seit 1996 auch die Grundlage für das Wappen der Gemeinde Hart bei Graz bildet.<ref name="hbggeschichte-113">Franz Koller: Die Geschichte von Hart bei Graz. Alles Wissenswerte über die Gemeinde Hart bei Graz. Hrsg.: Gemeinde Hart bei Graz. Hart bei Graz 2005, S. 117.</ref>

Das Schloss diente im Mittelalter als Wirtschaftshof des Stiftes Rein. Ab dem 16. Jahrhundert führte man es als Edelsitz. Nach mehrfach wechselnden Besitzern, unter anderem den Pranckh, Teuffenbach, Lengheimb sowie Ludwig von Benedek<ref name="Burgen Austria">Reinthal. In: burgen-austria.com. Martin Hammerl;</ref> befindet sich das Anwesen seit 1967 im Eigentum der Stadtgemeinde Graz.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Schloss Reinthal im Besitz der Freiherren von Hügel, die mit Mary, der Gattin des englischen Königs (Georg V.) verwandt waren.<ref>Peter Wiesflecker: Graz – Windsor – Balmoral. Eine genealogische Spurensuche anlässlich der Krönung von König Charles III., 2023.</ref> Mit dem Tod von Paul Julius von Hügel erlosch 1912 diese steirische Verwandtschaftslinie des britischen Königshauses.<ref>Laut www.geni.com lebte Paul Julius von Hügel von 1872 bis 1912. Die Geschichte-Kolumne von Martina Winkelhofer, die jeden Sonntag in der Kronenzeitung erscheint, war am 18. Januar 2026 einem Interview mit dem Historiker Günter Fuhrmann gewidmet, in dem dieser über die früheren steirischen Verwandten von König Charles III. sprach ("Die Royals und die Steiermark", S. 18f, nur in der Printausgabe).</ref>

Gestaltung

Die geschlossene Vierflügelanlage mit quadratischem Innenhof hat ihre ältesten Bauteile im Westtrakt. Durch die zahlreichen Besitzer hat das Schloss etliche bauliche Veränderungen durchlebt. Der Westtrakt wurde von Bartholomäus Rues als freistehender Renaissancebau aufgeführt, von weiteren Besitzern im Spätbarock erweitert, wobei der biedermeierliche Dacherker mit Uhr auf dieser Westfassade die Abrundung bildet. Die Pfeilerarkaden wurden im Lauf der Zeit vermauert; der bei einem Stich von Georg Matthäus Vischer noch sichtbare runde Eckturm ist nicht mehr vorhanden. Die heute sich darstellende Vierkantform mit kleinem Innenhof hat sich erst durch die Bautätigkeit der nachfolgenden Jahrhunderte ergeben. Im 19. Jahrhundert fügte man an den Baukörper einen quadratischen Eckturm an, in dessen Obergeschoß eine Kapelle eingerichtet wurde.<ref name="hbggeschichte-162">Franz Koller: Die Geschichte von Hart bei Graz. Alles Wissenswerte über die Gemeinde Hart bei Graz. Hrsg.: Gemeinde Hart bei Graz. Hart bei Graz 2005, S. 162.</ref>

Bemerkenswert viel ist von der ursprünglichen Ausstattung im Inneren erhalten. Bei Renovierungsarbeiten wurden Secco-Malereien freigelegt, die aus dem Ende des 18. – Beginn 19. Jahrhundert stammen, wie das Denkmalamt feststellte.<ref name="hbggeschichte-162">Franz Koller: Die Geschichte von Hart bei Graz. Alles Wissenswerte über die Gemeinde Hart bei Graz. Hrsg.: Gemeinde Hart bei Graz. Hart bei Graz 2005, S. 162.</ref>

Heutige Nutzung

Die Wald- und Feldwege rund um das Schloss dienen der lokalen Bevölkerung von Hart bei Graz als Naherholungsraum.<ref name="hbggeschichte-162" />

Literatur

Weblinks

Commons: Schloss Reinthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 47° 3′ 11,6″ N, 15° 30′ 17,6″ O

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