First Airphonic Suite
Die First Airphonic Suite ist ein musikalisches Werk von Joseph Schillinger für Orchester und Theremin. Das 1929 vom Cleveland Orchestra unter Nikolai Sokoloff mit Leon Theremin am Theremin uraufgeführte Werk war das erste im Westen für Theremin komponierte Stück.<ref name="osb">William Osborne: Music in Ohio Kent State University Press, 2004, ISBN 0873387759, S. 238</ref>
Die Uraufführung fand am 28. November 1929 in Cleveland unter reger Aufmerksamkeit regionaler und nationaler Presse statt.<ref name="bro66">Warren Brodsky: Joseph Schillinger (1895-1943): Music Science Promethean in: American Music Vol. 21, No. 1 (Spring, 2003), S. 66</ref> Eine weitere Aufführung folgte wenige Tage später am 10. Dezember 1929 in der New Yorker Carnegie Hall.<ref name="qui13">Ned Quist: The Works of Joseph Schillinger. (PDF) Prepared for the First International Symposium Schillinger System of Musical Composition. In: ssm.uk.net. The University of Hertfordshire UK, S. 13–14, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. April 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Während das Werk danach für einige Jahrzehnte in Vergessenheit geriet, konnte es zusammen mit der Theremin-Renaissance der 1990er reüssieren. Einer vereinzelten Aufführung 1980 folgten Aufführungen an der Hochschule für Musik in Karlsruhe 1996, am Performing Arts Center des Mercyhurst College<ref name="qui13"/>, beim Festival für zeitgenössische russische Musik in Seattle 2002<ref name="kir">Philippa Kiraly: From new Russia without much emotion, Seattle Post-Intelligencer, 10. Februar 2002</ref> am Polytechnischen Museum Moskau 2004 und am Caramoor Center in New Jersey 2005, jeweils mit Lidija Kawina als Solistin.<ref name="qui13"/> Am Anfang des italienischen Dokumentarfilms L’uomo amplificato von 2007 ist eine achtminütige Passage mit dem Stück unterlegt.<ref name="nec">Giorgio Necordi: Lev Termen – L’uomo amplificato (The man amplified). In: thereminvox.com. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. Februar 2007. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Prägendes Element des Werks ist das Theremin, sein ungewohnter Klang, und die elektronische Verstärkung. Olin Downes der Musikkritiker der New York Times kommentierte die Aufführung mit den Worten „Wir wollen nicht über eine Bevölkerung nachdenken müssen, die von der Gnade dieses furchterregenden verstärkten und kraftvollen Tons abhängig ist, den Professor Theremin in die Welt brachte“.<ref name="tho154">Emily Ann Thompson: The soundscape of modernity: architectural acoustics and the culture of listening in America, 1900–1933 MIT Press, 2004 ISBN 0262701065</ref> Über 70 Jahre später, 2005, war die New York Times gnädiger mit dem Stück, bezeichnete es als „beginnend mit Borodin und endend wie die Rhapsody in Blue“.<ref name="bec">Michael Beckerman: Electronica From the 1920's, Ready for Sampling , New York Times 11. August 2005</ref>
Einzelnachweise
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