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Vergiss dein Ende

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Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Andreas Kannengießer
Drehbuch Nico Woche
Produktion Anna Wendt
Musik Martin Spange
Kamera Stephan Fallucchi
Schnitt
Besetzung

Vergiss dein Ende ist ein deutsches Filmdrama von Andreas Kannengießer aus dem Jahr 2011.

Handlung

Seit vier Jahren kümmert sich Hannelore aufopferungsvoll um ihren Mann, der an Demenz erkrankt ist. Alles dreht sich um die Pflege und die Bedürfnisse von Klaus, der sich im Alltag nicht mehr zurechtfindet und sich weder allein waschen noch allein essen kann. Tag für Tag erträgt Hannelore, dass ihr Mann, mit dem sie seit 40 Jahren verheiratet ist, sie nicht mehr erkennt und sie in seiner Hilflosigkeit sogar anspuckt oder schlägt.

Hannelore ist am Ende ihrer Kräfte. Eines Tages flüchtet sie Hals über Kopf aus der Wohnung und folgt heimlich ihrem Nachbarn Günther, den sie zufällig in der Bahn sieht, in sein Ferienhaus auf Rügen. Günther leidet ebenfalls und will seinem Leben in der Abgeschiedenheit ein Ende setzen, nachdem er seinen Lebensgefährten verloren hat. Als Hannelore unerwartet an der Endhaltestelle vor ihm steht, ist Günther alles andere als begeistert. Langsam wird aus der anfänglichen Abwehr Offenheit und die beiden lernen Schritt für Schritt einander zu vertrauen. Zwei verletzte Seelen, die sich eigentlich nicht kennen, geben sich Hoffnung und Halt in einer Zeit der scheinbaren Ausweglosigkeit.

Produktion

Der Film wurde von September bis Oktober 2009 in Berlin und auf Rügen gedreht. Der Arbeitstitel des Films lautete Heimweh.<ref>Vergiss dein Ende. In: Zelluloid.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. März 2016; abgerufen am 7. September 2018.</ref> Es ist nach Planet Carlos Andreas Kannengießers zweiter abendfüllender Spielfilm sowie sein Abschlussfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“. Nico Woche schrieb das Drehbuch zum Film ebenfalls als Abschlussarbeit an der HFF „Konrad Wolf“, wobei er eigene Erfahrungen einfließen ließ: Er arbeitete neben dem Studium mit Demenzkranken in einem Altenheim.<ref name="Zitty">Matthias von Viereck: Vergiss dein Ende. In: zitty.de. 13. April 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Juni 2013; abgerufen am 7. September 2018.</ref>

Der Film wurde von Anna Wendt Filmproduktion in Koproduktion mit der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ und der cine plus Media Service produziert. Er wurde gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg und die Kulturelle Filmförderung MV.<ref>Vergiss dein Ende bei crew united, abgerufen am 4. Juli 2023.</ref> Am 22. September 2011 kam der Film in die deutschen Kinos.<ref>Vgl. Vergiss dein Ende auf filmstarts.de.</ref>

Kritik

Für den film-dienst war Vergiss dein Ende ein „genaues, mit psychologischem Blick erfasstes Drama, das durch exzellente Schauspieler glänzt und die unterschiedlichen Zeitebenen elegant durch die vorzügliche Montage verbindet.“<ref>Vergiss dein Ende. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 7. September 2018.</ref> Zitty lobte, dass der Film „bei aller thematischen Tragik nie ins Sentimentale kippt“,<ref name="Zitty" /> während Gerrit ter Horst den Film als „ein überzeugendes Werk der leisen Töne“ bezeichnete, das „ein höchst aktuelles Thema sehr subtil und wenig plakativ behandelt.“<ref>Gerrit ter Horst: «Vergiss dein Ende»: Tiefe Wunden des Vergessens. In: Main-Post, 19. September 2011.</ref>

Kannegießer „befreit sich durch eine raffinierte Montagetechnik von der chronologischen Erzählstruktur. Das macht diesen Diplomfilm zusammen mit den fantastischen Schauspielern zu einem außergewöhnlichen und ergreifenden cineastischen Erlebnis“, schrieb Zeit Online.<ref>Carolin Ströbele: Das Festival der Heimatlosen In: zeit.de, 23. Januar 2011</ref>

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />