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Stefan Evers

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Datei:Stefan Evers, Finanzsenator von Berlin, (Tobias Koch, 202).jpg
Stefan Evers, 2023

Stefan Evers (* 10. Oktober 1979 in Herdecke, Nordrhein-Westfalen) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit April 2023 Bürgermeister und Senator für Finanzen und seit April 2026 zudem Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin im Senat Wegner.

Seit September 2011 ist er Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin. Dort war er von 2018 bis 2023 Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion. Von Dezember 2016 bis September 2023 war er zudem Generalsekretär der CDU Berlin. Seit September 2023 ist er stellvertretender Berliner Landesvorsitzender.

Leben

Evers wuchs in Paderborn auf und lebt seit 1999 in Berlin. Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität Potsdam. Während seines Studiums war er als Referent im Deutschen Bundestag für die Abgeordneten Friedhelm Ost und Werner Kuhn tätig, nach seinem Staatsexamen wurde er Geschäftsführer einer Strategie- und Kommunikationsberatung.<ref>Stefan Evers – Ihr Abgeordneter für Altglienicke und Adlershof. Abgerufen am 21. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Abgeordneter

Im September 2011 wurde Evers erstmals für die CDU in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt und war dort bis 2018 zunächst stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Von 2018 bis 2023 war Evers Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion. Zudem war er von 2011 bis 2023 Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion und wirkte als Obmann in den Untersuchungsausschüssen BER I (2012 bis 2016) und Diese eG (2021) mit.<ref>Stefan Evers. Abgerufen am 21. Oktober 2021.</ref> Zuletzt wurde Evers bei der Berliner Wiederholungswahl am 12. Februar 2023 im Wahlkreis Treptow-Köpenick 3 (Altglienicke-Adlershof) direkt ins Abgeordnetenhaus gewählt.<ref>0903 - Treptow-Köpenick 3. Abgerufen am 21. Februar 2023.</ref>

Partei

Nach der verlorenen Abgeordnetenhauswahl 2016 wurde Evers auf Vorschlag der Landesvorsitzenden Monika Grütters zum Generalsekretär der CDU Berlin gewählt. Dieses Amt behielt er auch nach der Wahl von Kai Wegner zum CDU-Landesvorsitzenden im Jahr 2018 inne.<ref>Laura Hofmann, Robert Kiesel: Kai Wegner will Stefan Evers als Generalsekretär behalten. In: Der Tagesspiegel Online. 12. April 2019, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 21. Oktober 2021]).</ref> Zuletzt wurde er im Juni 2021 mit einem Rekordergebnis von 92,5 Prozent als Generalsekretär bestätigt.<ref>CDU Landesverband Berlin: CDU Landesverband Berlin. Abgerufen am 21. Oktober 2021.</ref> In dieser Funktion zeichnete er auch für die viel beachtete Kampagne der Berliner CDU<ref>Berliner CDU stellt Wahlkampagne vor: Wie Kai Wegner das Rote Rathaus erobern will. Abgerufen am 21. Februar 2023.</ref> zur Berliner Wiederholungswahl 2023 verantwortlich, deren Ergebnis von den Medien unter anderem als „Erdrutschsieg“<ref>Erdrutschsieg der Berliner CDU: SPD kann keinen Bezirk für sich entscheiden. Abgerufen am 21. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> bezeichnet und als „Beste Wahlkampagne des Jahres“ mit dem „Politikaward“ der Quadriga Hochschule Berlin<ref>POLITIKAWARD - politik&kommunikation & die Quadriga Hochschule Berlin. 17. Juni 2019, abgerufen am 27. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ausgezeichnet wurde. Beim Landesparteitag im September 2023 legte er das Amt des Generalsekretärs nieder und wurde mit einer großen Mehrheit zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU Berlin gewählt.<ref>CDU Landesverband Berlin: CDU Landesverband Berlin. Abgerufen am 9. September 2023.</ref>

Gemeinsam mit der ehemaligen NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking leitete Evers bis 2021 den Bundesfachausschuss „Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land“ der CDU Deutschlands.<ref>Bundesfachausschuss Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land. 4. April 2019, abgerufen am 21. Oktober 2021.</ref>

Bürgermeister und Senator

Seit dem 27. April 2023 ist Evers Bürgermeister der Stadt Berlin und Senator für Finanzen im Senat Wegner.<ref>Personal für neuen schwarz-roten Berliner Senat steht fest. Abgerufen am 24. April 2023.</ref> Am 29. April 2026 wurde er nach dem Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson zusätzlich zum Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt ernannt.<ref>Regierung: Finanzsenator Evers übernimmt Leitung von Kulturverwaltung. In: tagesspiegel.de. 29. April 2026, abgerufen am 29. April 2026.</ref>

Ehrenamt

Evers engagiert sich als Vorsitzender des Bürgervereins „Miteinander im Südosten e. V.“ für ein familien- und kinderfreundliches Treptow-Köpenick.<ref>Stefan Evers – Ihr Abgeordneter für Altglienicke und Adlershof. Abgerufen am 21. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Berlin (EUB), die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt und Mitbegründer der zugehörigen Parlamentariergruppe im Berliner Abgeordnetenhaus.<ref>Europa-Union Berlin: Unsere Parlamentsgruppe. Abgerufen am 15. August 2025.</ref> Evers ist Mitglied des „Freundeskreis des Einsatzgruppenversorgers Berlin e. V.“ und gründete das parlamentarische Netzwerk des Vereins. Darüber hinaus ist Evers Mitglied der „Marine-Offizier-Vereinigung e. V.“, der REUNION Marine, des Unionhilfswerks, der Studentenverbindung W.K.St.V. Unitas Berlin, der Europäischen Akademie Berlin sowie der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft.<ref>Stefan Evers. Abgerufen am 21. Oktober 2021.</ref>

Evers ist außerdem Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsunion sowie der LSU (Lesben und Schwule in der Union).<ref>CDU Landesverband Berlin: CDU Landesverband Berlin. Abgerufen am 21. Oktober 2021.</ref>

Positionen

In einem Interview zum Amtsantritt als Finanzsenator bezeichnete Evers es als seine wichtigste Aufgabe, Motor der Verwaltungsreform in Berlin zu sein.<ref>Senator Evers will Motor der Verwaltungsreform sein. 23. Mai 2023, abgerufen am 27. Mai 2023.</ref>

Im Rahmen einer Mitgliederbefragung der Berliner CDU setzte sich Evers öffentlich dafür ein, die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu ermöglichen.<ref>Björn Seeling, Tilmann Warnecke: "Wir haben den Kulturkampf um die Ehe gewonnen". In: Der Tagesspiegel Online. 3. Juli 2015, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 21. Oktober 2021]).</ref>

Kritik

Als Generalsekretär war Evers bekannt für harte Zuspitzung in der politischen Auseinandersetzung.<ref>Christine Richter: Kommentar zum politischen Klima in Berlin: Mit harten Bandagen. 12. März 2023, abgerufen am 27. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Unter anderem bezeichnete Evers im Mai 2017 angesichts anhaltender Gewalt gegen Polizisten in Friedrichshain die mutmaßlichen Täter als „widerwärtiges Gesindel“ und forderte das „Ausräuchern“ des „Nest[s] von Linksfaschisten“. Der Grüne Werner Graf kritisierte die Sprachwahl.<ref>Martin Niewendick: CDU-Generalsekretär fordert: "Linksfaschisten ausräuchern". 28. Mai 2017, abgerufen am 21. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Evers erhielt daraufhin öffentlich Morddrohungen.<ref>Alexander Dinger: Berliner CDU-Generalsekretär bekommt Morddrohungen. 7. Juni 2017, abgerufen am 21. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Immer wieder kritisierte er auch die aus seiner Sicht verfehlte Wohnungspolitik des rot-rot-grünen Senats, bezeichnete die Verantwortlichen als „linke Baubrigade“.<ref>"Es braucht bezahlbare Mieten für Normalverdiener". In: Der Tagesspiegel Online. 25. April 2017, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 21. Oktober 2021]).</ref> In diesem Zusammenhang stand auch seine scharfe Kritik an der Berufung von Andrej Holm zum Baustaatssekretär, den er in einem Interview mit der Berliner Zeitung als „Zumutung für alle Berliner“ bezeichnete.<ref>Berliner Zeitung: CDU-Generalsekretär Stefan Evers: "Mit Protestparteien kann ich nichts anfangen". Abgerufen am 21. Oktober 2021.</ref>

Weblinks

Commons: Stefan Evers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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