Zum Inhalt springen

Mirahor-Moschee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Juni 2025 um 03:28 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Korçë - Mirahor-Moschee 1a.jpg
Die Mirahor-Moschee nach den Restaurierungsarbeiten im Jahr 2015

Die Mirahor-Moschee (albanisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oder kurz Xhamia e Mirahorit, übersetzt Moschee des Stallmeisters<ref name="koch">Guntram Koch: DuMont-Kunst-Reiseführer Albanien. DuMont, Köln 1989, ISBN 3-7701-2079-5.</ref>) ist ein historisches Bauwerk in der Stadt Korça im Südosten Albaniens. Sie gilt nach der Königsmoschee in Elbasan als das zweitälteste erhaltene islamische Gotteshaus Albaniens und als die älteste Einkuppelmoschee des Landes.<ref name="koch" /> Einkuppelmoscheen waren im westlichen Balkan recht verbreitet.<ref name="kiel" />

Geschichte

Datei:Koritza-CP-0022.jpg
Die Mirahor-Moschee mit zerstörtem Minarett auf einer griechischen Postkarte

Die Moschee wurde 1495<ref name="kiel" /> unter Sultan Bayezid II. von Iljaz Bej Mirahori errichtet, der als Janitschare bei der Belagerung von Konstantinopel (1453) auf Seiten der Osmanen kämpfte, zum Mir-i Ahur (Mirahor) aufstieg und die Tochter des Sultans Mehmed II. heiratete. Er gilt als Neugründer Korças, nachdem die Stadt 1440 von den Türken zerstört worden war.<ref name="koch" />

Der Bau wurde im Laufe der Jahrhunderte wiederholt renoviert.<ref name="koch" /> 1948 wurde die Moschee in die Liste der Kulturdenkmäler Albaniens aufgenommen.<ref>Lista e Monumenteve - Rrethi i Korçës. (PDF) Nr. 47. Kulturministerium der Republik Albanien, S. 4, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. August 2016; abgerufen am 3. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.imk.gov.al</ref> In der kommunistischen Zeit wurde das Gebäude 1977 bis 1978 vom Institut der Kulturdenkmäler Albaniens renoviert und fortan als Museum genutzt.<ref>Cihad Aliu, Kayhan Gül: Tika, Türk-arnavut Dostluğunun Sembolü Oldu. In: pusulahaber.com.tr. 2. Februar 2017, abgerufen am 6. Februar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das etwa 32 Meter hohe Minarett, das 1961 bei einem Erdbeben zerstört worden war, wurde erst 2008 neu errichtet.<ref name="kiel" /><ref>Vepror Hasani: Restaurohet xhamia e themeluesit të Korçës. In: Archiv (Lajme.parajsa.com), Metropol Online. 6. November 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Februar 2014; abgerufen am 22. Februar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/lajme.parajsa.com</ref> Im Jahr 2013 wurde die Moschee mit Finanzierung der türkischen Regierung vom Präsidium für Internationale Kooperation und Koordination (TIKA) aufwändig restauriert,<ref name="gsh">Gëzim Ashimi: Xhamia-muze e Korçës, nis restaurimi me fondet e Turqisë. In: Shqip. 3. Juli 2013, abgerufen am 22. Februar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> dabei wurden die runden Fenster an der Kuppel mit weißem Gitter verschlossen. Auf dem Gelände der Moschee wurde danach der alte osmanische Uhrturm von Korça, der bei einem Erdbeben 1960 zerstört worden war, wiedererrichtet.

Architektur

Die Mirahor-Moschee besteht aus einem quadratischen Betraum, dem Minarett und einer Vorhalle. Die Mauern des Gebäudes sind 11,75 Meter lang. Es besteht aus weißem Kalksteinblöcken, die auf Schichten aus roten Ziegeln liegen und jeweils auch horizontal durch Ziegelsteine getrennt sind. Die fast Halbkreis-förmige Kuppel ist mit Kupfer belegt und sitzt auf einer achteckigen Basis. Der Innenraum misst 9,48 Meter im Quadrat. Die heutige Innenausrichtung wurde im 19. Jahrhundert eingebaut. Der Portikus mit drei Bögen an der Front wird von drei kleinen Kuppeln überdacht.<ref name="koch" /><ref name="kiel">Machiel Kiel: Ottoman architecture in Albania (1385–1912). In: Research Centre for Islamic History, Art and Culture (Hrsg.): Islamic art series. Band 5. Istanbul 1990, ISBN 92-9063-330-1, S. 117–120.</ref> Heute ist sie verglast, und in der Mitte wurde eine Holztüre eingebaut.

Neben der Moschee befindet sich noch ein Grabgebäude des Stifters, vermutlich aber weitgehend ein Nachbau des 19. Jahrhunderts.<ref name="kiel" /> Die Gebäude stehen westlich des Stadtzentrums und südlich des Alten Basars in einem Hof, der etwa 30 mal 55 Meter groß ist.

Weblinks

Commons: Mirahor-Moschee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 40° 36′ 57,3″ N, 20° 46′ 31,4″ O

 {{#coordinates:40,615908333333|20,775386111111|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=AL-06
   |type=landmark
  }}