Zum Inhalt springen

Barbara Kappel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. Oktober 2025 um 09:49 Uhr durch ~2025-29506-37 (Diskussion) (Johannes Hübner ist (a) verstorben und hat (b) mit Barbara Kappel nichts zu tun. Insbesondere aufgrund von Punkt (b) ist dieser Absatz völlig deplaziert in einem Beitrag über Barbara Kappel.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Barbara Kappel.jpg
Barbara Kappel (2014)

Barbara Kappel (* 16. Februar 1965 in Reith im Alpbachtal) ist eine österreichische Politikerin. Von 2010 bis 2014 saß sie für die FPÖ im Wiener Landtag und Gemeinderat. Danach wechselte sie, zunächst als fraktionsloses Mitglied, ins Europäische Parlament, in dem sie bis zu ihrem Ausscheiden im Juni 2019 der Fraktion Europa der Nationen und Freiheit angehörte.

Leben

Barbara Kappel verfügt über ein Doktorat der Wirtschaftswissenschaften, nachdem sie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Innsbruck und Wien studierte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Von 2000 bis 2006 arbeitete Kappel als Büroleiterin von Thomas Prinzhorn und nebenbei in einigen Agenturen, die der Industriellenvereinigung nahestehen. Von 2006 bis 2015 war Kappel geschäftsführende Gesellschafterin des Beratungsunternehmens Austrian Technologies. Im Oktober 2015 schied sie aus dem Unternehmen aus.<ref>"Unsere Politik ist nicht populistisch, sondern pragmatisch". In: derStandard.at. 11. Mai 2011, abgerufen am 13. Dezember 2017.</ref>

Im Jahr 2010 war Kappel Teil einer FPÖ-Kampagne, in der sie als Wirtschafts- bzw. Finanzministerin im Schattenkabinett von Heinz-Christian Strache vorgestellt wurde.<ref>Barbara Kappel: Straches Frau fürs Gehobene. In: derStandard.at. 7. September 2010, abgerufen am 13. Dezember 2017.</ref> März 2010 war sie Teil der FPÖ-Liste Pro Mittelstand bei den Wirtschaftskammerwahlen. Nach der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien 2010, wo sie auf Platz 6 der freiheitlichen Liste gesetzt war, zog sie in den Landtag ein. Im Jahr 2016 sowie im Zuge der Regierungsbildung im Jahr 2017 wurde Kappel erneut im Schattenkabinett von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache als mögliche Wirtschaftsministerin erwähnt.<ref>Schattenkabinett: Wer kommt, wenn Blau mitregiert. In: Kurier.com. 11. Oktober 2017, abgerufen am 25. Juni 2018.</ref>

Die Wochenzeitung Die Zeit (Österreich-Ausgabe) berichtete im Herbst 2011, Kappel habe in Osteuropa für ein Wasser geworben, dessen Vertriebssystem die Zeitung in die Nähe eines so genannten Pyramidenspiels rückte; Kappel betonte dagegen, nur in der Gründungs- und Produkteinführungsphase ehrenamtlich und nicht operativ für das Unternehmen tätig gewesen zu sein.<ref>Herwig G. Höller: Die Mutter des Wunderwassers. In: Die Zeit, 27. Oktober 2011.</ref>

Abgeordnete zum EU-Parlament

Laut einem Ranking der Nichtregierungsorganisation VoteWatch Europe aus dem Jahr 2019, in welchem die einflussreichsten EU-Parlamentarier und EU-Parlamentarierinnen ermittelt wurden, zählte Kappel zur zweiteinflussreichsten EU-Abgeordneten Österreichs.<ref>EU-Parlament: Ranking der einflussreichsten EU-Mandatare. In: orf.at. 24. April 2019, abgerufen am 15. März 2024.</ref> Insgesamt belegte sie in dem Ranking Platz 79 von 751.

Im Europäischen Parlament war Kappel in folgenden Ausschüssen und Delegationen Mitglied:

Außerdem war sie stellvertretendes Mitglied in folgenden Ausschüssen und Delegationen:

Nach der Europawahl in Österreich 2019 schied sie aus dem Europäischen Parlament aus.

Vorwurf des Postenschachers

Im April 2020 wurde ein Nachrichten-Verlauf aus den Jahren 2018 und 2019<ref>Thomas Walach: ZackZack: Beweise für Postenschacher bei Vilimsky, Strache, Blümel. Abgerufen am 22. April 2020.</ref><ref>Chatprotokolle bringen Ex-FPÖ-Spitze unter Druck. Abgerufen am 22. April 2020.</ref> bekannt, aus dem hervorgeht, dass der damalige Fraktionsführer Harald Vilimsky und Parteichef Heinz-Christian Strache an Barbara Kappels Loyalität zweifelten und sie bei der EU-Wahl im Mai 2019 nicht mehr auf einem aussichtsreichen Listenplatz stehen werde.

Um einen Skandal zu vermeiden, sollte Kappel freiwillig und ohne Aufsehen öffentlich auf ihre Kandidatur verzichten und im Gegenzug mit Posten in staatsnahen Betrieben ruhiggestellt werden.

Kappel soll zugleich drei Aufsichtsrats-Posten in der OMV, Verbund und ÖBAG sowie zusätzlich mittelfristig den Posten als Vizepräsidentin der Österreichischen Nationalbank verlangt haben. Strache bot ihr stattdessen einen Geschäftsführungs-Posten im Bereich der ÖBB an, was Kappel ablehnte.

Werke

  • Frau in der Wirtschaft. In: Anneliese Kitzmüller (Hrsg.): Wir sind Familie! Der freiheitliche Weg zur familienfreundlichsten Gesellschaft. Verein zur Förderung der Medienvielfalt, Wien 2011, ISBN 978-3-9502849-4-2, S. 129–135.
  • Barbara Kappel, Network-Policy-Analyse wirtschaftlicher Interessensgruppen in Österreich und auf der Ebene der Europäischen Union. Dissertation, 2000, Universität Innsbruck

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Barbara Kappel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien