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Hein Sinken

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Datei:Wuppertal - Stadtbad Vohwinkel 03 ies.jpg
Windspiel, Wuppertal

Hein Sinken (* 21. Oktober 1914 in Aachen; † 1987 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer, der Werke der figurativen, abstrakten und kinetischen Kunst schuf.

Biografie

Sinken arbeitete seit 1932 als ein traditioneller Bildhauer in Berlin. Er schuf Reliefs, Büsten und Monumente im Öffentlichen Raum. In der Zeit des Nationalsozialismus war Sinken obligatorisches Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste.

In der DDR war er Mitglied des Verbands Bildender Künstler und Mitglied der Auftragskommission des Bezirks Potsdam für die Vergabe von Aufträgen an bildende Künstler zur künstlerischen Ausgestaltung von Neubauten und den Abschluss entsprechender Werkverträge.<ref>Öffentliche Aufträge für brandenburgische Künstler. In: Bildende Kunst, Berlin, 4/1954, S. 60</ref>

1949 erhielt er den Preis für Bildhauerei des Rates des Bezirks Potsdam. Ab 1959 schuf er auch sakrale Werke.

Um dem Druck in der DDR im Kunstschaffen des Sozialistischen Realismus zu entgehen, ging er 1959 in den Westen und zog in seine Geburtsstadt Aachen, wo er mit seinen Werken bekannt wurde. 1962 zog er nach West-Berlin, dort hinterließ er viele Werke. Von 1966 bis 1971 war er Dozent an der Technischen Universität Berlin.

1966 schuf Sinken sein erstes windkinetisches Objekt: Windmühle, Aerokinetische Plastik, womit sich seine Bekanntheit in Deutschland schnell entwickelte. 1970 nahm er an der Ausstellung Straßenkunst Hannover 1970 in Hannover teil; sein dort geschaffenes Werk kaufte 1972 die Stadt Heidelberg an. Von 1972 an erhielt Sinken in seiner Atelierarbeit technische Unterstützung durch Michael Wendt. 1982 nahm Sinken an der documenta 7 in Kassel teil, seinem Objekt Balance wurde ein 1. Preis zuteil. Es befindet sich noch an dem von dem Künstler ausgewähltem Platz in Kassel. Als Sinken 1987 starb, wurde er auf dem Heidefriedhof in Berlin beerdigt. Auf seinem Grab wurde eines seiner kinetischen Werke aufgestellt.

Werke (Auswahl)

  • Otto Büchner (Büste, Bronze; 1952 in der Ausstellung „Berliner Künstler“)
  • Junge Sportlerin (Bronze; in der Ausstellung „Berliner Künstler“)
  • Dr. Heinrich Hertz (um 1953, Büste, Bronze)<ref>Deutsche Fotothek. Abgerufen am 13. September 2021.</ref><ref name=":0">Der Bildindex der Kunst & Architektur nennt das Werk als Exponat auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung. Lt. Katalog der Ausstel-lung war Sinken auf der Ausstellung jedoch nicht vertreten.</ref>
  • Wilhelm Pieck (um 1953, Büste, Gips)<ref>Deutsche Fotothek. Abgerufen am 13. September 2021.</ref><ref name=":0" />
  • Junger Pionier im Friedenskampf (Skulptur, Gips)<ref>Deutsche Fotothek. Abgerufen am 13. September 2021.</ref>
  • Prof. Dr. Mitscherlich (Büste, Gips; ausgestellt 1958/1959 auf der Vierten Deutschen Kunstausstellung)<ref>Deutsche Fotothek. Abgerufen am 13. September 2021.</ref><ref>In Bronze im Lichthof des Albrecht Daniel Thaer-Instituts, Berlin, Invalidenstraße 42

</ref>

Buchpublikationen Sinkens

  • Junge Bildhauer. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1954

Weitere Ausstellungen (unvollständig)

  • 1951/52: Berlin, Museumsbau am Kupfergraben („Künstler schaffen für den Frieden“)
  • 1952: Bautzen, Görlitz und Zittau („Berliner Künstler“)
  • 1953 und 1958/1959: Dresden, Albertinum (Deutsche Kunstausstellung)
  • 1974: Kiel, Kunsthalle („Windbewegte Objekte. 1968-1974“)
  • 1979: Bremerhaven, Kunsthalle

Literatur

Galerie

Weblinks

Commons: Hein Sinken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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