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Thomas Aders

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. Januar 2026 um 14:20 Uhr durch imported>Thomasaders (eine neue ARTE Doku Klimawandel Malta - mit Quelle ARTE Homepage).
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Thomas Aders (* 1961 in Neuenkirchen) ist ein deutscher Journalist, Dokumentarfilmer und Korrespondent der ARD.

Leben und Beruf

Aders studierte Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie zunächst an der Universität Münster und später der LMU München, an der er mit einer Arbeit über den Vater der deutschen Finanzverfassung im Grundgesetz und ersten Verfassungsgerichtspräsidenten Hermann Höpker Aschoff promovierte.<ref>Biographische Annäherungen an Hermann Höpker Aschoff (1883–1954), Peter Lang Verlag</ref> Er arbeitete als wissenschaftlicher Redakteur am Deutschen Institut für Fernstudien an der Universität Tübingen, schrieb für Zeitungen wie die Münstersche Zeitung und die Süddeutsche Zeitung und absolvierte sein Volontariat beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart.

Ab 1992 arbeitete er als Reporter für den Hörfunk und die Landesschau. 1998 wechselte er in die Auslandsredaktion des Südwestrundfunks (SWR) in Stuttgart. Neben Einsätzen in vielen Ländern Europas, Asien, dem südlichen Afrika und Nordamerika spezialisierte er sich auf den Nahen Osten, wo er aus dem Studio Kairo für die ARD arbeitete. Vor, während, und nach dem Irakkrieg berichtete er hauptsächlich aus der ARD-Zweigstelle in Bagdad. Zum Teil zusammen mit anderen Korrespondenten produzierte Aders viele Dokumentationen und Reportagen über den Nahen Osten, darunter Porträts von Arafat und Zarqawi.

Von 2006 bis 2011 war er Korrespondent der ARD in Südamerika mit Sitz in Rio de Janeiro. Auch von hier aus berichtete er für die aktuellen Sendungen der ARD, wie Tagesschau, Tagesthemen, Morgenmagazin, Mittagsmagazin und Weltspiegel und produzierte große Dokumentationen und Reportagen für das Feiertagsprogramm der ARD.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.3sat.degelöscht, wegen Staatsvertrag (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Redaktion avhumboldt.de: TV-Doku „Expedition Humboldt“, ARD 25./26.12.2009, 19:15 Uhr. 16. November 2009, abgerufen am 12. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Suche der ARD Mediathek ·. Abgerufen am 12. September 2022.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Südamerika extrem – Mit dem Motorrad durch Peru, Bolivien und Chile (Memento vom 1. Januar 2015 im Internet Archive), in swr.de. Ein Film von Thomas Aders. April 2011</ref> Dabei arbeitete er eng mit dem Kameramann Thorsten Thielow zusammen.

Von 2012 bis 2016 berichtete Aders als Korrespondent aus dem ARD-Auslandsstudio Kairo aus der arabischen Welt.<ref>Wir über uns, Auslandskorrespondenten stellen sich vor ARD-Website, abgerufen am 22. Juli 2016</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />tagesschau.de (Memento vom 20. Januar 2012 im Internet Archive)</ref> Am 1. März 2016 führte er nach vierjähriger Anlaufzeit ein Exklusivinterview mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad.<ref>Exklusiv-Interview mit Assad: „Bis das Volk mich nicht mehr will“, tagesschau.de vom 1. März 2016, abgerufen am 7. März 2016.</ref><ref>ARD-Korrespondent zu Assad-Gespräch: „Assad will, dass sein System überlebt“, tagesschau.de vom 1. März 2016, abgerufen am 7. März 2016.</ref>

Seit 2017 ist Aders zurück in der Auslandsredaktion des SWR und hat sich spezialisiert auf die Produktion von Reportagen und Dokumentationen für die ARD, das Fernsehen des Südwestrundfunks (SWR) und arte. Seine Dokumentation „Komplizen? VW und die brasilianische Militärdiktatur“, die er zusammen mit der NDR-Kollegin Stefanie Dodt erstellte und bei der Aders auch die zweite Kamera führte, war für den Grimme-Preis 2018 nominiert<ref>Komplizen? VW und die brasilianische Militärdiktatur auf YouTube, abgerufen am 24. September 2024 (Video ist privat und nicht abrufbar).</ref> und gewann den Georg von Holtzbrinck Preis für Wirtschaftspublizistik 2018 in der Kategorie Audiovisuell.<ref>Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik verliehen. Handelsblatt, 29. November 2018, abgerufen am 24. September 2024.</ref>

Seit 2018 beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit der Veränderung des Klimas und den Auswirkungen auf die Lebensbedingungen in den europäischen Alpen<ref>https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/alpendaemmerung-europa-ohne-gletscher-100.html</ref> und dem Phänomen der Umweltmigration. Für arte bereiste er den Tschad und Kamerun in der Sahelzone, Indonesien und die Gebiete des Permafrosts in der russischen Provinz Sacha (Jakutien). In Zusammenarbeit mit Experten der Internationale Organisation für Migration in Berlin, Genf und N'djamena geht es um den Zusammenhang zwischen „Klimafluch und Klimaflucht“.<ref name="klimaflu">https://www.arte.tv/de/videos/078200-000-A/klimafluch-und-klimaflucht/</ref> 2019 folgte die Dokumentation Alpendämmerung, Europa ohne Gletscher und 2022 Die Klimaretter. Haben wir noch eine Chance?, wobei es um Lösungsansätze zur Vermeidung einer weiteren Erderwärmung geht.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.youtube.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2024. Suche im Internet Archive )</ref> Für seine beiden Dokumentationen Klimafluch und Klimaflucht – Die wahre Umweltkatastrophe<ref name="klimaflu" /> (Französische Version: Les damnés du climat<ref>https://www.arte.tv/fr/videos/078200-000-A/les-damnes-du-climat/</ref>) sowie Bedrohlicher Vulkan – Islands Angst vor dem Öræfajökull<ref>https://www.arte.tv/de/videos/079473-012-A/re-bedrohlicher-vulkan/</ref> wurde er 2019 ausgezeichnet mit dem Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus in der Kategorie Elektronische Medien.<ref>https://idw-online.de/de/news725806</ref>

Am Tag der Verleihung des Friedensnobelpreises an den äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed, dem 10. Dezember 2019,<ref>https://www.tagesschau.de/ausland/friedensnobelpreis-abiy-ahmed-101.html</ref> wurde die Dokumentation Hoffnungsschimmer am Horn von Afrika<ref>https://www.arte.tv/de/videos/085424-000-A/hoffnungsschimmer-am-horn-von-afrika/</ref> bei ARTE ausgestrahlt, für die Aders Äthiopien, Dschibuti sowie Eritrea bereist hatte, produziert in Kooperation mit dem deutsch-äthiopischen Ethnohistoriker Wolbert G. C. Smidt. Der Film zeigt die Geschichte der angespannten, von zwei blutigen Kriegen gezeichneten Beziehungen zwischen Äthiopien und Eritrea, im 30-jährigen Eritreischer Unabhängigkeitskrieg und dem Eritrea-Äthiopien-Krieg von 1998 bis 2000.<ref>Damian Zane: Ethiopia regrets Badme ruling. In: news.bbc.co.uk. 3. April 2003, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref>

Im April 2020 erschien sein Roman SeelenTanz – John Cranko und das Wunder des Balletts. Er behandelt das Leben des gebürtigen Südafrikaners John Cranko, der die Compagnie des Stuttgarter Balletts innerhalb weniger Jahre zu einer der führenden der Welt gemacht hat. Für seinen historischen Roman wertete er die persönlichen Erinnerungen Dutzender von Zeitzeugen aus, darunter die Haupttänzer John Crankos wie Márcia Haydée, Richard Cragun, Egon Madsen und Birgit Keil.

Veröffentlichungen

Filmographie

Dokumentationen und Reportagen länger als 30 min. (Auszug)

Weblinks

Einzelnachweise

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