Ata (Scheuermittel)
Ata (Eigenschreibweise: ATA) ist ein seit 1920 von Henkel vermarktetes Scheuermittel,<ref>Christina Brede, Das Instrument der Sauberkeit, S. 248 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> das ursprünglich nur aus Sand und Soda bestand, es war der erste Haushaltsreiniger des Unternehmens.<ref>Rüdiger Liedtke: Wem gehört die Republik?: die Konzerne und ihre Verflechtungen: Namen - Zahlen - Fakten: 9̀4, Eichborn, 1993, ISBN 3-82181332-6, S. 194.</ref>
Geschichte
Das Mittel wurde am 1. Juni 1920 auf den Markt gebracht und anfangs in einer bedruckten Faltschachtel angeboten,<ref>Wilfried Feldenkirchen, Susanne Hilger, Henkel KGaA: Menschen und Marken: 125 Jahre Henkel, 1876-2001, Henkel KGaA, 2001, ISBN 3-92332479-0, S. 81.</ref> 1924 wurde es in einer außergewöhnlichen Pappgussflasche verkauft. Bis 1935 wurde es im Stammwerk von Henkel in der Seifen- und Sodafabrik in Düsseldorf-Holthausen hergestellt. 1934 wurde dort mit der Errichtung einer eigenen Ata-Fabrik begonnen.<ref>http://www.rheinische-industriekultur.de/objekte/duesseldorf/Henkel_geamt/henkel.html</ref> Der Sand für das Werk in Düsseldorf kam aus Wildnis, einem Ortsteil von Herzogenrath, wo er bis in die 1950er Jahre abgebaut wurde.
Parallel dazu wurde Ata ab 1923 im Henkel-Werk zur Produktion von Wasch- und Reinigungsmitteln in Genthin hergestellt.<ref name="merte">http://www.merte.de/BE/archiv/39307-01.htm</ref> Da diese Produktionsstätte für Ata nach dem Zweiten Weltkrieg in der sowjetischen Zone lag, ging sie als Volkseigentum an die Provinz Sachsen-Anhalt über. Sie firmierte ab 1947 als „Industrie-Werke Sachsen Anhalt, Waschmittelwerk Genthin, Sitz Halle“ und ab 1948 als „Vereinigung Volkseigener Betriebe Sapotex, Persilwerk Genthin“. In der DDR wurde es 1952 in „VEB Persil-Werk, Sitz Genthin“ umbenannt, um schließlich ab 1957 „VEB Waschmittelwerk Genthin“ zu heißen.<ref name="merte"/> Dort wurde Ata vom VEB Waschmittelwerk Genthin unter dem bekannten Markennamen hergestellt. Nach der Wiedervereinigung wurde das Werk im November 1990 wieder von Henkel übernommen,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 29. November 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Historie Waschmittelwerk Genthin GmbH</ref> die ostdeutsche Produktion von Ata wurde 1991 eingestellt.<ref name="merte"/>
Aktuelles Produkt
In Deutschland wurde das Scheuermittel 2017 als Sidol ATA von Henkel vermarktet,<ref>Henkel Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sidol ATA Scheuer-Pulver ( vom 5. Juli 2017 im Internet Archive)</ref> seit etwa 2018 dann als Bref Power ATA.<ref>Henkel Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bref Power ATA Scheuerpulver. ( vom 20. August 2018 im Internet Archive)</ref> In Österreich trägt es seit zumindest 2012 den Namen Bref Citrus<ref>Henkel Österreich: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bref Citrus ( vom 1. April 2015 im Internet Archive)</ref> und Ata hat laut Deklarationsliste nach der Detergenzienverordnung andere Inhaltsstoffe. So wird bei Bref Citrus auf Benzolsulfonsäure, C10-13-Alkylderivate und Natriumsalze verzichtet, und bei den restlichen Inhaltsstoffen ist die Verteilung der Gewichtsanteile nicht identisch.
Literatur
- Archiv der Henkel KGaA, Düsseldorf, seit 1876, dort: Henkel, Genthin, 1921–1945
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ATA ( vom 9. Mai 2008 im Internet Archive) bei DDR-Alltagskultur.com
- ATA spezial
- Ata-Werbefilm von 1958 in der Deutschen Digitalen Bibliothek
Einzelnachweise
<references />