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Bruno Stickroth

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Bruno Stickroth (* 16. Juli 1937<ref name="Suite"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Boxer, Barbier, Badehosenmodell - aus dem Leben des schönen Bruno (Memento vom 25. Dezember 2010 im Internet Archive); Porträt über Bruno Stickroth von Markus Heffner bei Suite 101 vom 26. Juni 2010; zuletzt abgerufen am 16. Februar 2012</ref> in Stuttgart; † Oktober 2017<ref>Tod von Bruno Stickroth: Ein Mann mit zuviel Talent, Nachruf. In: Stuttgarter Zeitung vom 19. Oktober 2017. Abgerufen am 19. Oktober 2017</ref>) war ein deutscher Schauspieler, Moderator und Frisör; er war außerdem als Fotomodell tätig. Er ist der Vater des ehemaligen Fußballprofis Thomas Stickroth.

Leben

Stickroth wurde in Stuttgart-Kaltental geboren und wuchs im Stuttgarter Westen auf. Seine Eltern waren Inhaber eines Geschäftes für Buchbinderbedarf. Im Alter von 17 Jahren gewann er im Stuttgarter Hindenburgbau einen Gesangswettbewerb; einen angebotenen Schallplattenvertrag bei der Polydor konnte Stickroth jedoch nicht annehmen, da er noch minderjährig war und sein Vater die Unterschrift verweigerte.<ref name="Suite"/><ref name="SN">"Bruno sieht rot": Der schöne Bruno plaudert über den VfB Stuttgart- Porträt über Bruno Stickroth. In: Stuttgarter Nachrichten vom 14. September 2011</ref> Stickroth absolvierte eine Ausbildung zum Frisör; nebenbei war er als Boxer im Halbweltergewicht bei Germania Stuttgart aktiv und betrieb Bodybuilding.<ref name="BZ">Der Sunnyboy spielt jetzt auch bei Regen in: Berliner Zeitung vom 14. Oktober 1997</ref><ref name="Flaneur">Bauers Depeschen Joe Bauer (Kolumnist der Stuttgarter Nachrichten) über eine Begegnung mit Bruno Stickroth</ref>

1958, als Soldat, lernte Stickroth bei einem gemeinsamen Manöver US-amerikanischer und deutscher Einheiten in Grafenwöhr den Sänger Elvis Presley kennen und durfte ihm die Haare schneiden.<ref name="Suite"/><ref name="SN"/> In den 1960er Jahren wurde Stickroth im Bodybuilding zum „Mr. Baden-Württemberg“ und drei Mal zum „Mr. Stuttgart“ gewählt.<ref name="Suite"/> 1968 wurde er von Arnold Schwarzenegger als Frisör engagiert. Schwarzenegger gewann mit Stickroths Kurzhaarfrisur in der Grugahalle in Essen die Wahl zum „Mr. Europe“; Stickroth erreichte Platz sieben.<ref name="Suite"/>

Es folgten diverse Aufträge als Fotomodell, Laufstegmodel bei Modeschauen und Dressman. Als Katalog-Model posierte er unter anderem für die Kataloge von Baur, Quelle und Neckermann. Er war lange als Bademoden-Model tätig, zuletzt war er das Gesicht einer Werbekampagne des Augenoptik-Unternehmens pro optik.

Von 1975 bis 1980 drehte Bruno Stickroth unter dem Pseudonym Bruno Hakan in der Türkei zahlreiche Filme.<ref name="SN"/><ref name="Suite"/> Stickroth wurde dabei als Typus des blonden, blauäugigen Liebhabers in Soft-Sexfilmen und Fernsehserien eingesetzt.<ref name="SN"/>

Als die Model-Aufträge zurückgingen, arbeitete Stickroth wieder in seinem Beruf als Frisör im Stuttgarter Salon Hörrmann. Nebenbei versuchte er sich auch als Sänger und Elvis-Imitator. Er nahm, stets auffällig mit Glitzerkostümen und Plateauschuhen bekleidet, an verschiedenen Karaoke-Wettbewerben teil und außerdem eine CD mit Evergreens wie Moon River, Lili Marleen, Wonderful World, True Love und My Way auf.<ref name="Suite"/>

Kultfigur

In Stuttgart galt der stets gebräunte Bruno Stickroth seit Jahrzehnten als Stuttgarter Original und ist als der „schöne Bruno“ bekannt.<ref name="zvw-572767">Frank Rothfuß: „Bruno sieht rot“: Der schöne Bruno plaudert über den VfB Stuttgart. In: zvw.de. Zeitungsverlag Waiblingen, 14. September 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 27. Oktober 2018.</ref> Er galt als Star-Frisör und „Barbier vom Städtle“.<ref name="BZ" /><ref name="Flaneur" /><ref name="5freunde">Bruno Stickroth: Der Frisör von Elvis. Blog 5 Freunde im Abseits vom 28. Juli 2011 (mit Foto von Bruno Stickroth als Erotik-Model).</ref>

Als im Dezember 2010 Bruno Labbadia, der ebenso wie Bruno Stickroth als „schöner Bruno“ gilt, Trainer des VfB Stuttgart wurde, erfuhr Bruno Stickroth einen plötzlichen Popularitätsschub in Stuttgart.<ref name="SZ">„Labbadia ist ein schöner Bruno“. Interview mit Bruno Stickroth in: Stuttgarter Zeitung vom 14. Dezember 2010.</ref> Stickroths Sohn Thomas Stickroth, der in der VfB-Jugend gespielt hatte, wurde später Fußballprofi und hatte in seiner Karriere Bruno Labbadia gut kennengelernt.<ref name="SZ" />

Im Juli 2011 startete im Auftrag der Stuttgart Internet Regional (SIR) GmbH die Videoserie Bruno sieht rot für die Internetportale von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, in der Bruno Stickroth (Hauptrolle, Moderator, Gastgeber) regelmäßig die aktuelle Situation beim VfB Stuttgart thematisierte.<ref name="zvw-572767" /><ref name="5freunde" /> Für die Serie traf Bruno Stickroth vor der Kamera auf Joachim Löw, Andreas Hinkel, Jürgen Sundermann und Manfred Kastl.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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