Thus
Als Thus bezeichnet man eine Engstelle der Eger nordwestlich von Röslau. Oft wird der Name auch für die nähere Umgebung verwendet; so heißt der Wald in diesem Bereich Thuswald. Nahe dem Thus befindet sich der Gemeindeteil Thusmühle.
Geschichte
Eine frühe Erwähnung fand die Thusmühle im Jahr 1652, als Philipp von Waldenfels das Rittergut Oberröslau erwarb und damit auch „Düßel Mühlstet“. Um diese Mühle bildete sich eine Siedlung, die später ihren Namen annahm.<ref name="Fichtelgebirgslexikon">Dietmar Herrmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land – Lexikon. AckermannVerlag, Hof 2000, ISBN 3-929364-18-2, S. 675.</ref> Ein weiteres Mal wurde die Mühle 1787 als „Walkmühle mit zwei Mahlgängen und einem Schneidgang“ erwähnt.<ref name="Geschichte Röslau"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte Röslaus auf der offiziellen Webseite der Gemeinde ( des Vorlage:IconExternal vom 19. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> 1859 wurde eine Pechhütte genannt; 1893 bat Oskar Böttcher die Gemeinde Oberröslau um die Erlaubnis, eine Pappenfabrik im Thuswald zu bauen.<ref name="Fichtelgebirgslexikon" /> In anderen Quellen ist vom Bau der Pappenfabrik bereits 1886 die Rede,<ref name="Thusfest"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Infos zum Thusfest auf der Veranstaltungsseite der Gemeinde Röslau ( des Vorlage:IconExternal vom 26. November 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> bzw. 1834 in Verbindung mit der Anlegung eines Wassergrabens. Seit 1972 wird die Thusmühle nicht mehr betrieben.<ref name="Geschichte Röslau" />
Thusfall
Das Wasser, das die Pappenfabrik benötigte, wurde aus der Eger bezogen. Dafür grub man einen Kanal von der Eger unterhalb des heutigen Weißenstädter Ortsteils Franken bis zur Fabrik. 250 Meter westlich der Produktionsstätte befindet sich der Überlauf, der Thusfall, über den das Wasser 28 Meter tief über Granitfelsen zurück in die Eger stürzt.<ref name="Fichtelgebirgslexikon" /> 1923 und 1924 wurde der Thusfall zur Naturbühne, auf der die Operette Die Winzerliesel aufgeführt wurde. Seit 1928 wird jährlich am Pfingstsonntag das Thusfest mit Musik und Bewirtschaftung gefeiert.<ref name="Thusfest" /> Mittlerweile wird der Wasserfall nur noch an diesem Tag eingeschaltet.<ref>Einmaliges Spektakel am Eger-Wasserfall. Frankenpost, 29. Mai 2009, abgerufen am 10. September 2011.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 50° 5′ 23″ N, 11° 57′ 16″ O
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