Gammel Dok Pakhus
Gammel Dok Pakhus (auch kurz als Gammel Dok bezeichnet) ist ein ehemaliger Speicher an der Strandgade im Kopenhagener Stadtteil Christianshavn, dessen Stil charakteristisch für die gediegene Speicherarchitektur des beginnenden 20. Jahrhunderts ist.<ref name="Arkitektur Guide København 2005" /> Auf der dem Wasser zugewandten Seite beherbergte er bis 2018<ref name="Bryghusprojektet" /> das Dänische Architekturzentrum (Dansk Arkitektur Center, DAC), in dem Wissen und Visionen zukünftiger Architektur entwickelt und vermittelt werden. Im DAC befinden sich unter anderem Ausstellungs-, Seminar- und Konferenzräume, eine Fachbuchhandlung und ein Café. Im Mai 2018 erfolgte der Umzug des DAC ins BLOX Gebäude.<ref>So geht Stadtmarketing: BLOX Kopenhagen von OMA auf baunetz.de; abgerufen: 12. Februar 2024</ref> Auf der Seite zur Strandgade sind die staatlichen Kunstwerkstätten (Statens Verkstæder for Kunst) untergebracht, in denen Arbeitsräume für Künstler, Designer, Kunsthandwerker und Konservatoren bereitgestellt werden.<ref name="Om SVK" />
Geschichte
Der Name Gammel Dok Pakhus (Alter Dock-Speicher) leitet sich von Dänemarks erstem Trockendock, Gammel Dok, ab. Das 1739 angelegte Dock befand sich zwischen den heutigen Speichern Eigtveds Pakhus und Gammel Dok Pakhus<ref name="DAC Husets Historie" /><ref name="dansk arkitektur guide" /> und wurde 1918 abgerissen.<ref name="Olesen 2009" />
Der ursprüngliche Speicher wurde 1882 nach Entwürfen von H.C. Scharling für die Aktiengesellschaft A/S De Forenede Oplagspladser og Værfter i Kjøbenhavn gebaut<ref name="Olesen 2009" /><ref name="dansk arkitektur guide" /> und war ein zweistöckiges Gebäude mit Schieferdach. 1920 wurde das Gebäude um eine zusätzliche, dritte Etage aufgestockt und ein kolossales geziegeltes Schopfwalmdach aufgesetzt,<ref name="Erik Møller" /> dessen Dachspeicher Raum für drei weitere Etagen bietet.<ref name="Arkitektur Guide København 2005" /> Gammel Dok Pakhus wurde in den Anfangsjahren als Kornspeicher genutzt, in dessen Kellerräumen isländische Waren wie Atlantischer Hering gelagert wurden. Später diente es als Möbellager mit dazugehörigem Möbelgeschäft im Erdgeschoss.<ref name="Olesen 2009" />
1984–86 wurde der Speicher im Auftrag des dänischen Bauministeriums und nach Plänen des Architektenbüros Erik Møllers grundlegend renoviert, so dass 1986 das Architektur- und Bauexportzentrum (Gammel Dok Arkitektur og Byggeeksportcenter), heute DAC, und die staatlichen Kunstwerkstätten einziehen konnten.<ref name="Arkitektur Guide København 2005" /><ref name="Erik Møller" /> Im Jahr 1998 wurde vor dem Haus ein moderner Platz eröffnet, auf dem Wasserbassins an die Zeit des dänischen Königs Christian VI. erinnern sollen. Damals lagen hier noch Schiffe der dänischen Flotte im Trockendock, von dem bei Ausgrabungen im Verlauf der Umgestaltung des Platzes Reste gefunden wurden.<ref name="Slots- og Ejendomsstyrelsen" />
Weblinks
- Dansk Arkitektur Center Dänisches Architekturzentrum (dänisch, englisch)
- Statens Verkstæder for Kunst Staatliche Kunstwerkstätten (dänisch, englisch)
Einzelnachweise
<references> <ref name="Bryghusprojektet">Dansk Arkitektur Center: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bryghusprojektet ( vom 17. Juni 2012 im Internet Archive), abgerufen am 6. September 2011 (dänisch)</ref> <ref name="Arkitektur Guide København 2005"></ref> <ref name="Om SVK">Statens Verkstæder for Kunst: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Om SVK ( vom 29. September 2011 im Internet Archive), abgerufen am 6. September 2011 (dänisch)</ref> <ref name="Olesen 2009"></ref> <ref name="DAC Husets Historie">Dansk Arkitektur Center: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Husets historie ( vom 19. Juli 2011 im Internet Archive), abgerufen am 6. September 2011 (dänisch)</ref> <ref name="Erik Møller">Erik Møller Arkitekter: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gl. Dok Pakhus ( vom 3. Juni 2013 im Internet Archive), abgerufen am 6. September 2011 (dänisch)</ref> <ref name="Slots- og Ejendomsstyrelsen">Slots- og Ejendomsstyrelsen: Gammel Dok (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot vom 8. März 2010, abgerufen am 6. September 2011 (dänisch)</ref> <ref name="dansk arkitektur guide">dansk arkitektur guide: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gammel Dok Pakhus ( vom 29. Juni 2013 im Internet Archive), abgerufen am 6. September 2011 (dänisch)</ref> </references>
Koordinaten: 55° 40′ 32,8″ N, 12° 35′ 28,8″ O
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